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AS 2000 1151

Verordnung des EDI über die Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie

Verordnung des EDI über die Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie (MetGebV)

vom 23. Februar 2000

Das Eidgenössische Departement des Innern, gestützt auf Artikel 8 Absatz 2 der Verordnung vom 23. Februar 2000 1 über die Meteorologie und Klimatologie (MetV), verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeines

Art. 1 Diese Verordnung regelt im Bereich Meteorologie und Klimatologie die Gebühren- ansätze für Dienstleistungen des Grundangebotes.

2. Abschnitt: Gebühren für Dienstleistungen

Art. 2 Gebühren für meteorologische Daten Die Gebühren für meteorologische Daten (P) werden wie folgt berechnet:

Typ Einheit Franken

Schweizerische Messdaten, 10-Minuten-Werte 1 Wert 0.0003 Schweizerische Messdaten, Stunden-Werte 1 Wert 0.0009 Schweizerische Messdaten, Tages-Werte 1 Wert 0.012 Schweizerische Messdaten, Monats-Werte 1 Wert 0.18 SYNOP 1 Meldung 0.05 KLIMA 1 Meldung 0.05 METAR 1 Meldung 0.03

SR 172.044.29 1 SR 429.11; AS 2000 1163

2000-0355 1151

Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie AS 2000

Art. 3 Gebühren für aufbereitete meteorologische Informationen Die Gebühren für aufbereitete meteorologische Informationen (P) werden wie folgt berechnet:

Typ Einheit Franken

Radar-Informationen Einzelstation 1 Bild (Radareinheit) 0.20 Radar-Informationen Composit von drei 1 Bild (Radareinheit) 0.35 Stationen Resultate des hochauflösenden Schweizer 1 Produkteeinheit 0.85 Modells Vorhersage eines Wetterelementes 1 Prognoseelement 0.45 (in Zahlenform aus Prognosematrix) Monatstabelle einer Station 1 Tabelle 40.—

Art. 4 Gebühren für meteorologische Erzeugnisse Die Gebühren für meteorologische Erzeugnisse werden wie folgt berechnet:

Typ Einheit Franken

Allgemeiner Wetterbericht 1 Ausgabe 60.–

1 Monat

Warnungen vor gefährlichen Wettererschei- 1 Monat kostenlos nungen 1 Region Flugwetterprognosen* 1 Ausgabe 60.–

1 Monat

GAFOR* (General Aviation Forecast) Alle Ausgaben 30.–

1 Monat

TAF* (Terminal Airport Forecast) für Alle Ausgaben 30.– Schweizer Flughäfen 1 Flughafen

1 Monat

Annalen 1 Ausgabe 70.– Alle übrigen Erzeugnisse nach Zeitaufwand (Art. 5)

* für den Privatbezug

Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie AS 2000

Art. 5 Gebührenansatz für Personaleinsatz nach Aufwand Die Gebühren für den Personaleinsatz nach Aufwand errechnen sich nach folgenden Ansätzen:

Besoldungsklasse (Stand 1999) Stundenansatz in Franken

24 und höher 170.–

18–23 135.– 13–17 115.– 8–12 100.– 5– 7 85.– 1– 4 75.–

Art. 6 Gewährung von Mengenrabatten 1 Für alle in den Artikeln 2 und 3 aufgeführten Daten und aufbereiteten Informatio- nen werden Mengenrabatte gewährt.

2 Der Rabatt für Daten errechnet sich nach folgendem Schema:

Anzahl bezogene Einheiten pro Jahr und Typ Gebühr nach Gewährung des Rabattes

0 – 10 000 NxP

10 001– 100 000 (10 000+0.75[N-10 000]) x P

100 001–1 000 000 (77 500+0.5[N-100 000]) x P

1 000 001 und mehr (527 500+0.35[N-1 000 000]) x P

3 Der Rabatt für aufbereitete Informationen errechnet sich nach folgendem Schema:

Anzahl bezogene Einheiten pro Jahr und Typ Gebühr nach Gewährung des Rabattes

0 – 2 000 NxP

2 001– 20 000 (2 000+0.6[N-2 000]) x P

20 001–200 000 (12 800+0.4[N-20 000]) x P

200 001 und mehr (84 800+0.2[N-200 000]) x P

N = Anzahl bezogene Einheiten pro Jahr P = Gebühr vor Gewährung des Rabattes

Art. 7 Zuschläge für dringliche Erledigung Für dringliche Erledigung errechnen sich die Zuschläge wie folgt:

Beschreibung Zuschlag

Zuschlag auf Gebühren für Dienstleistungen gemäss Artikel 2–4 bis 50% (nach Abzug allfälliger Mengenrabatte gemäss Art. 6) Mindestzuschlag (pauschal) 30.–

Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie AS 2000

3. Abschnitt: Gebühren bei gewerblicher Nutzung

Art. 8 Zuschläge

1 Anbieter von meteorologischen und klimatologischen Dienstleistungen (Service-

provider) bezahlen auf den nach den Artikeln 2–7 festgesetzten Gebühren einen Zu- schlag von 200 Prozent. 2 Für die Nutzung der Dienstleistungen nach den Artikeln 2–4 zur frei zugänglichen Weiterverbreitung an unbekannte Kunden (Broadcaster/Publisher) können in Ue- bereinstimmung mit internationalen Richtlinien ermässigte Zuschläge erhoben wer- den. 3 Für die Verbreitung im Internet beträgt der Zuschlag pro 10 000 Abrufe 4 Prozent.

Art. 9 Gewährung von speziellen Rabatten an kleine Dienstleistungsanbieter gemäss Artikel 8 Absatz 1 Der Rabatt für die umsatzabhängige Festsetzung der Gebühren für alle nach den Ar- tikeln 2 und 3 bezogenen Daten und aufbereiteten Informationen errechnet sich nach folgendem Schema:

X = Gesamtgebühr für Daten und aufbereitete Gebühr nach Gewährung des Informationen pro Jahr gemäss Artikel 2–8 Rabattes U = Gesamtumsatz des kleinen Dienstleistungs- anbieters aus meteorologischen und klimato- logischen Dienstleistungen

4. Abschnitt: Auslagen

Art. 10 Für einzelne Auslagen gelten folgende Ansätze:

Typ Einheit Franken

Fax-Übermittlung Inland 1 Seite A4 Text 0.20 Fax-Übermittlung Inland 1 Seite A4 Grafik 0.80 FTP/E-Mail Einzelvermittlung 1 Meldung 0.20 FTP/E-Mail Dauervermittlung (mehrmals täglich) 1 Meldung 0.02 Fotokopie 1 Kopie A4 0.50 Fotokopie 1 Kopie A3 1.00 Computer Ausdruck 1 Ausdruck A4 0.50 Computer Ausdruck 1 Ausdruck A3 1.00

Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie AS 2000

Typ Einheit Franken

Computer Ausdruck 1 Ausdruck 10.00 (anderes Format) Computerdiskette 1 Stück 2.50 CD-Rom 1 Stück 10.00

5. Abschnitt: Gebührenermässigungen und -erlass

Art. 11 Verwendung für Lehre und Forschung 1 Für die ausschliessliche Verwendung der in den Artikeln 2–4 definierten Dienstlei- stungen für Lehre und Forschung werden die Gebühren erlassen.

2 In Rechnung gestellt werden der Bearbeitungsaufwand gemäss Artikel 5 und Aus-

lagen gemäss Artikel 10, sofern der Gesamtbetrag 100 Franken überschreitet.

Art. 12 Verwendung durch Einsatzorganisationen zum Schutze der Bevölkerung

1 Die Beratung in Krisensituationen für kantonale und kommunale Einsatzorganisa-

tionen zum Schutze der Bevölkerung vor Auswirkungen extremer Wetterereignisse ist kostenlos. 2 Privatrechtlich organisierte Einsatzorganisationen, die zum Schutze der Bevölke- rung vor Auswirkungen extremer Wetterereignisse tätig sind, können gleich behan- delt werden.

3 In beiden Fällen werden der Bearbeitungsaufwand gemäss Artikel 5 und Auslagen

gemäss Artikel 10 in Rechnung gestellt.

6. Abschnitt: Inkrafttreten

Art. 13 Diese Verordnung tritt am 1. Mai 2000 in Kraft.

23. Februar 2000 Eidgenössisches Departement des Innern:

10914 Ruth Dreifuss

Gebührenansätze im Bereich Meteorologie und Klimatologie AS 2000

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