AS 2001 1322
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Änderung vom 13. März 2001
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:
I Die Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirt- schaft wird wie folgt geändert:
Ersatz eines Ausdruckes In Artikel 2 Sachüberschrift und im Anhang 2 Überschrift wird der Ausdruck «Dün- ger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse» durch «Dünger» ersetzt. Die Anhänge 2 und 4 werden gemäss Beilage geändert.
II Diese Änderung tritt am 1. April 2001 in Kraft.
13. März 2001 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Pascal Couchepin
1 SR 910.181
1322 2001-0347
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft AS 2001
Anhang 2
Ziff. 2.1
2.1 Erzeugnisse mineralischen Ursprungs
Thomasphosphat(Thomasmehl, Thomaskalk)* wird ersetzt durch: Schlacken der Eisen- und Stahlbereitung*
Ziff. 2.2
2.2 Erzeugnisse organischen oder organisch-mineralischen Ursprungs
Haushaltkompost wird ersetzt durch: Kompostierte oder fermen- Getrennt gesammelte Haushaltabfälle, kompostiert tierte Haushaltabfälle∗ oder aus anaerober Fermentation bei der Bio- gasproduktion entstanden. Nur pflanzliche und tierische Abfälle. Aus geschlossenen und über- wachten Sammelsystemen. Höchstgehalt der Trockenmasse in mg/kg: Cadmium: 0,7; Kupfer: 70; Nickel: 25; Blei: 45; Zink: 200; Quecksilber: 0,4; Chrom (insgesamt): 70; Chrom (VI): 0**. Pflanzenkompost wird ersetzt durch: Kompostierte oder fermen- Mischungen aus pflanzlichem Material, tierte Mischungen aus kompostiert oder aus anaerober Fermentation bei pflanzlichem Material* der Biogasproduktion entstanden. * Bei nachgewiesenem Bedarf ** Nachweisgrenze
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Anhang 4 (Art. 4)
Länderliste
Argentinien
1. Produkte:
a. Pflanzliche Erzeugnisse sowie Tiere und nicht verarbeitete tierische Er- zeugnisse im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a der Bio- Verordnung vom 22. September 1997, ausser Tieren und tierischen Er- zeugnissen, die Hinweise auf die Umstellung auf die biologische Landwirtschaft tragen oder tragen sollen; b. Verarbeitete, für den menschlichen Verzehr bestimmte, pflanzliche und tierische Agrarerzeugnisse, im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b der Bio-Verordnung vom 22. September 1997, ausser tierischen Er- zeugnissen, die Hinweise auf die Umstellung auf die biologische Landwirtschaft tragen oder tragen sollen, respektive deren Verarbei- tungsprodukte.
2. Herkunft: Die Erzeugnisse, unter Ziffer 1 Buchstabe a und die aus biologi-
scher Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Erzeugnisse unter Zif- fer 1 Buchstabe b müssen in Argentinien erzeugt worden sein.
3. Zertifizierungsstellen:
– «Instituto Argentino para la Certificación y Promoción de Productos Agropecuarios Orgánicos SRL» (Argencert); – «Organización Internacional Agropecuaria» (OIA); – Letis SA.
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2003.
Israel
1. Produkte:
a. Pflanzliche Erzeugnisse im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a der Bio-Verordnung vom 22. September 1997; b. Verarbeitete, für den menschlichen Verzehr bestimmte, pflanzliche Agrarerzeugnisse und Erzeugnisse, die im wesentlichen solche Be- standteile enthalten, im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b der Bio-Verordnung vom 22. September 1997.
2. Herkunft: Die Erzeugnisse nach Ziffer 1 Buchstabe a und die aus biologi-
scher Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel nach Zif- fer 1 Buchstabe b, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Israel erzeugt worden sein.
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3. Zertifizierungsstelle: «Ministry of Agriculture and Rural Development»,
Plant Protection and Inspection Services (PPI).
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2003.
Ungarn
1. Produkte:
a. Pflanzliche Erzeugnisse im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a der Bio-Verordnung vom 22. September 1997; b. Verarbeitete, für den menschlichen Verzehr bestimmte, pflanzliche Agrarerzeugnisse und Erzeugnisse, die im wesentlichen solche Be- standteile enthalten, im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe b der Bio-Verordnung vom 22. September 1997.
2. Herkunft: Die Erzeugnisse unter Ziffer 1 Buchstabe a und die aus biologi-
scher Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel nach Zif- fer 1 Buchstabe b, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Ungarn erzeugt oder nach Ungarn eingeführt worden sein: a. aus der Schweiz; oder b. aus einem nach diesem Anhang anerkannten Drittland.
3. Zertifizierungsstellen:
– Biokontroll Hungária Koezhaesnú Társaság, Biokontroll Hungaria KHT – Skal (Büro in Ungarn).
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2003.
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