AS 2001 252
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Änderung vom 14. Dezember 2000
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:
I Die Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirt- schaft wird wie folgt geändert:
1 Anhang 2 wird gemäss Beilage geändert.
2 Anhang 3, Teil C erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
3 Anhang 4 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
II
Übergangsbestimmungen für Anhang 3 Teil C Folgende Produkte dürfen bis zum 25. März 2001 noch verwendet werden: Acerola Bockshornklee Kaschunuss Papaja Pinienkerne Allerleigewürz (Pimenta dioica) Ingwer (Zingiber officinale) Kardamom (Fructus cardamomi) Nelke (Syzygium aromaticum) Zimt (Cinnamonmum zeylanicum) Curry, zusammengesetzt aus: Koriander (Coriandrum sativum) Senf (Sinapis alba) Fenchel (Foeniculum vulgare) Ingwer (Zingiber officinale) Fette und Öle, raffiniert oder nicht, jedoch nicht chemisch verändert, aus Pflanzen mit Ausnahme von: Palmen (Elaeis guineensis) Raps (Brassica napus, rapa) Saflor (Carthamus tinctorius)
1 SR 910.181
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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2001
Sesam (Sesamum indicum) Soja (Glycine max)
III Diese Änderung tritt am 1. Januar 2001 in Kraft.
14. Dezember 2000 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement:
11284 Pascal Couchepin
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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2001
Anhang 2 (Art. 2)
Ziff. 4.1
4. Substrate für die Pilzproduktion
Für die Pilzerzeugung dürfen Substrate verwendet werden, sofern sich diese aus- schliesslich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzen:
4.1 Stallmist und tierische Exkremente Aus Biobetrieben.
Stallmist von Tieren der Pferde- a. Stroh aus biologischem Anbau ein- gattung kann eingesetzt werden, setzt. sofern der Halter: b. Die Fütterungsrichtlinien der Bio-Ver- ordnung einhält. c. Der Zertifizierungsstelle ein Kontroll- recht seiner Pferdehaltung gewährt.
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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2001
Anhang 3 (Art 3) Teil C Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs, die nicht biologisch erzeugt wurden, einschliesslich wildgesammelte Pflanzen, die nicht den Anforderungen der Bio-Verordnung entsprechen C.1. Unverarbeitete pflanzliche Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, die daraus unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe a hergestellt werden:
C.1.1. Essbare Früchte, Nüsse und Samen Eicheln Getrocknete Himbeeren (Rubus idaeus L.) Getrocknete rote Johannisbeeren (Ribes rubrum L.) Kolanuss Maracuja (Passionsfrucht) Stachelbeeren (Ribes crispa L.)
C.1.2. Essbare Gewürze und Kräuter Brunnenkresse (Nasturtium officinale) Galgant (Alpinia officinarum) Meerrettichsamen (Armoracia) Pfeffer grün (Piper nigrum) bis 30. April 2001 rosa Pfeffer (Schinus molle L.) Saflorblüten (Cartamus tinctoris)
C.1.3. Verschiedenes Algen, einschliesslich Seegras, die für die Herstellung herkömmlicher Lebensmittel verwendet werden dürfen
C.2. Pflanzliche Erzeugnisse, die unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe b hergestellt werden
C.2.1. Fette und Öle, raffiniert oder nicht, jedoch nicht chemisch verändert, aus Pflanzen mit Ausnahme von Kakao (Theobroma cacao) Kokosnuss (Cocos nucifera) Oliven (Olea europea) Sonnenblumen (Helianthus annuus) Palmen (Elaeis guineensis) Raps (Brassica napus, rapa) Saflor (Carthamus tinctorius) Sesam (Sesamum indicum) Soja (Glycine max)
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C.2.2. Zucker, Stärke, sonstige Erzeugnisse aus Getreide und Knollen Rübenzucker, bis 01. April 2003 Reispapier Reis- und Wachsmaisstärke, nicht chemisch verändert Fruchtzucker Oblaten
C.2.3. Verschiedenes Erbsenprotein (Pisum ssp.) Rum: nur aus Rohrzuckersaft Kirsch
C.3. Unverarbeitete tierische Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, die daraus unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe a hergestellt werden Honig Essbare Meereslebewesen, nicht aus Aquakultur, die für die Herstellung herkömm- licher Lebensmittel verwendet werden dürfen.
C.4. Tierische Erzeugnisse, die unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe b hergestellt werden Gelatine Buttermilchpulver, bis 01.August 2001 Milchzucker (Lactose), bis 01.August 2001 Molkenpulver
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Anhang 4 (Art. 4)
Länderliste Australien
1. Produkte: Pflanzliche Erzeugnisse sowie Lebensmittel, die im wesentlichen
solche Erzeugnisse enthalten nach Artikel 1 der Bio-Verordnung vom 22. September 1997.
2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Land-
wirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Australien angebaut worden sein.
3. Zertifizierungsstellen:
– Australian Quarantine and Inspection Service (AQIS) (Department of Agriculture, Fisheries and Forestry) – Bio-dynamic Research Institute (BDRI) – Biological Farmers of Australia (BFA) – Organic Vignerons Association of Australia Inc. (OVAA) – Organic Herb Growers of Australia Inc. (OHGA) – Organic Food Chain Pty Ltd (OFC) – National Association of Sustainable Agriculture, Australia (NASAA)
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2003.
EU-Mitgliedstaaten
1. Produkte:
a. Nicht verarbeitete pflanzliche und tierische Agrarerzeugnisse sowie Nutztiere im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buchstabe a der Bio-Ver- ordnung, mit Ausnahme von Kaninchen und unverarbeiteten Erzeugnis- sen aus Kaninchen. b. Verarbeitete, für den menschlichen Verzehr bestimmte pflanzliche und tierische Argrarerzeugnisse im Sinne von Artikel 1 Absatz 1 Buch- stabe b der Bio-Verordnung, mit Ausnahme von Erzeugnissen, deren aus ökologischem Landbau stammende Bestandteile Produkte aus Ka- ninchen enthalten, welche in der EU erzeugt wurden.
2. Herkunft: Die Erzeugnisse unter Punkt 1 Buchstabe a und die aus ökologi-
schem Landbau stammenden Bestandteile der Erzeugnisse unter Punkt 1 Buchstabe b müssen in der EU erzeugt oder in die EU eingeführt worden sein:
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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2001
a. aus der Schweiz; oder b. aus einem nach Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/912 anerkannten Drittland, sofern diese Anerkennung für das be- treffende Erzeugnis gilt; oder c. aus einem Drittland, sofern ein EU-Mitgliedstaat nach Artikel 11 Ab- satz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 anerkannt hat, dass das be- treffende Erzeugnis in diesem Land unter den Bedingungen produziert und kontrolliert wurde, die der Verordnung Nr. 2092/91 gleichwertig sind.
3. Zertifizierungsstellen:
Nach Artikel 15 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 vorgesehene Kontroll- stellen oder -behörden.
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 31. Dezember 2002.
Ungarn
1. Produkte: Pflanzliche Erzeugnisse sowie Lebensmittel, die im wesentlichen
solche Erzeugnisse enthalten nach Artikel 1 der Bio-Verordnung vom 22. September 1997.
2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Land-
wirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Ungarn angebaut worden sein.
3. Zertifizierungsstellen:
Biokontroll Hungária Koezhaesnú Társaság, Biokontroll Hungaria KHT Skal (Büro in Ungarn).
4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2003.
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2 Zu beziehen bei der Schweiz. Zentrale für Handelsförderung OSEC,
Stampfenbachstr. 85, 8006 Zürich.
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