AS 2003 861
Verordnung des BLW über die Bewirtschaftung von Sömmerungsbetrieben
Verordnung des BLW über die Bewirtschaftung von Sömmerungsbetrieben
Änderung vom 15. April 2003
Das Bundesamt für Landwirtschaft, gestützt auf Artikel 6 Absatz 5 der Sömmerungsbeitragsverordnung vom 29. März 20001, verordnet:
I Die Verordnung des BLW vom 29. März 20002 über die Bewirtschaftung von Sömmerungsbetrieben wird wie folgt geändert: Der Anhang erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
II Diese Änderung tritt am 1. Mai 2003 in Kraft.
15. April 2003 Bundesamt für Landwirtschaft: Manfred Bötsch
Anhang
Höchstbesatz für Schafweiden
Standort: Weidesystem Höchstbesatz1 pro ha Höhenlage Nettoweidefläche Topographie Vegetation Schafe2 GVE
Unterhalb der bis 1000 m Herde mit ständiger 6–10 0,5–0,9 Waldgrenze: 1000–1400 m Behirtung oder Um- 5– 8 0,4–0,7 Mässig steiles triebsweide über 1400 m 3– 6 0,3–0,5 Gelände, mittlere Ertragslagen bzw. bis 1000 m Übrige Weiden 4–7 0,3–0,6 Pflanzenbestände 1000–1400 m 3–5 0,3–0,4 über 1400 m 2–3 0,2–0,3
Oberhalb der Herde mit ständiger 4–5 0,3–0,5 Waldgrenze: Behirtung oder Um- Noch im Bereich triebsweide der Rinderalpen, mässig steiles Gelände, Übrige Weiden 2–3 0,2–0,3 mittlere Ertragslagen bzw. Pflanzenbestände
Hohe Lagen: Herde mit ständiger 2–3 0,2–0,3 Oberhalb des Bereichs Behirtung oder Um- der Rinderalpen, triebsweide mässig steiles Gelände, mittlere Ertragslagen Übrige Weiden 0,5–1,8 0,1–0,2 bzw. Pflanzenbestände 1 Der Höchstbesatz bezieht sich vom Futterertrag und von der Nutzung her auf mittlere Standorte. Bei sehr günstigen, ertragreichen Standorten kann der Höchstbesatz bei stän- diger Behirtung oder Umtriebsweide um maximal 50 Prozent erhöht werden. Wird eine Erhöhung geltend gemacht, ist deren Berechtigung über eine von Fachleuten vor- genommene Schätzung des Ertragspotentials und Abklärung der Flächeneignung nachzu- weisen. Bei ungünstigen Standorten (steile, schattige, nasse oder trockene Lagen) sind grund- sätzlich die tieferen Werte massgebend.
2 Mittleres Alpschaf zu 0,0861 GVE
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