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AS 2005 1945

Verordnung des EVD über Saat- und Pflanzgut von Acker- und Futterpflanzenarten

Verordnung des EVD über Saat- und Pflanzgut von Acker- und Futterpflanzenarten (Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD)

Änderung vom 2. Mai 2005

Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:

I Die Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD vom 7. Dezember 19981 wird wie folgt geändert:

Art. 2 Abs. 11–14 11 Als Präzisionssaatgut von Betarüben gilt Saatgut, das zur Aussaat mit Präzisions- sägeräten bestimmt ist und das entsprechend den Vorschriften in Anhang 4 Kapi- tel E Ziffer 3 Buchstaben b und c nur einen einzigen Keimling entwickelt.

12 Als Verbundsorte gilt ein Gemenge aus zertifiziertem Saatgut einer bestimmten

im Sortenkatalog aufgenommenen bestäuberabhängigen Hybride mit zertifiziertem Saatgut eines oder mehrerer bestimmter, gleichermassen aufgenommener Bestäuber, die mechanisch in einem bestimmten Verhältnis miteinander vermischt wurden.

13 Als bestäuberabhängige Hybride gilt eine männlich-sterile Hybride als Kompo-

nente der Verbundsorte (weibliche Komponente).

14 Als Bestäuber gilt die Pollen absondernde Komponente der Verbundsorte (männ-

liche Komponente).

Art. 5 Abs. 1 Einleitungssatz und Bst. b sowie Abs. 4

1 Als zertifiziertes Saatgut von Kanariengras ausser dessen Hybriden, Roggen,

Sorghum, Sudangras, Mais, Raps, Rübse, Sareptasenf, diözischem Hanf, Sonnen- blume, Weissem Senf, Betarüben sowie von Hybriden von Hafer, Gerste, Weizen, Dinkel und selbstbestäubenden Sorten von Triticale sowie der Gattungen und Arten von Futterpflanzen ausser Lupine, Futtererbse, Wicke, Luzerne gilt Saatgut, das: b. nicht zur Erzeugung von Saatgut bestimmt ist;

4 Aufgehoben

1 SR 916.151.1

2004-1404 1945

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

1 Als Futterpflanzen-Kleinpackungen EG A gelten Packungen mit einer Mischung

von Saatgut, das nicht zur Nutzung als Futterpflanze bestimmt ist, bis zu einem Nettogewicht von 2 kg, ausschliesslich allfällig verwendeter granulierter Schäd- lingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze. 1bis Als Futterpflanzen-Kleinpackungen EG B gelten Packungen mit Basissaatgut, zertifiziertem Saatgut, Handelssaatgut oder, soweit es sich nicht um Kleinpackungen EG A handelt, mit einer Mischung von Saatgut bis zu einem Nettogewicht von

10 kg, ausschliesslich allfällig verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungs-

mittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.

Art. 15 Abs. 2

2 Eine Prüfung nach Artikel 17 muss nicht durchgeführt werden:

a. für die Aufnahme von Gräsersorten, wenn der Züchter erklärt, dass das Saat- gut seiner Sorte nicht zur Nutzung als Futterpflanze bestimmt ist; b. für die Aufnahme von Sorten (Inzuchtlinien, Hybriden), deren Saatgut nur als Komponente zur Erzeugung von Hybridsorten verwendet werden soll, die den Anforderungen von Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben a und b der Saat- gut-Verordnung vom 7. Dezember 1998 gerecht werden.

Art. 16 Abs. 2 Bst. e

2 Der Gesuchsteller muss:

e. eine geeignete Sortenbezeichnung nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe d der Saatgut-Verordnung vom 7. Dezember 1998 vorschlagen.

Art. 16a Sortenbezeichnung

1 Eine Sortenbezeichnung ist geeignet, wenn kein Hinderungsgrund nach Absatz 2

vorliegt. 2 Ein Hinderungsgrund für die Festsetzung einer Sortenbezeichnung liegt insbeson- dere vor, wenn: a. ihrer Verwendung das ältere Recht eines Dritten entgegensteht; b. Schwierigkeiten bestehen, sie als Sortenbezeichnung zu erkennen oder wie- derzugeben, namentlich eine Bezeichnung, die ausschliesslich aus Zahlen besteht oder Determinanten, Exponenten oder Symbole enthält; c. die Bezeichnung mit einer Sortenbezeichnung für eine andere Sorte überein- stimmt oder damit verwechselt werden kann; d. die Bezeichnung gegen die öffentliche Ordnung, die guten Sitten, das Bun- desrecht oder gegen Staatsverträge verstösst; e. die Bezeichnung hinsichtlich der Merkmale, des Wertes oder der Identität einer Sorte oder der Identität des Züchters oder anderer Berechtigter irrefüh- rend sein kann oder Anlass zu Verwechslungen gibt.

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

3 Stellt sich nach der Aufnahme einer Sorte in den Sortenkatalog heraus, dass es für ihre Bezeichnung einen Hinderungsgrund nach Absatz 2 gibt, so muss der Gesuchsteller eine Sortenbezeichnung vorschlagen, die mit dieser Verordnung vereinbar ist. Das Bundesamt kann zulassen, dass die frühere Bezeichnung vorüber- gehend zusätzlich verwendet wird. In diesem Fall legt es Modalitäten fest, nach denen die frühere Bezeichnung vorübergehend zusätzlich verwendet werden darf.

Art. 20 Bst. a Produziert und anerkannt werden darf nur Saat- und Pflanzgut: a. von einer im Sortenkatalog nach Artikel 13 oder im gemeinsamen Sorten- katalog der Europäischen Gemeinschaft2 aufgenommenen Sorte, mit Aus- nahme von gentechnisch veränderten Sorten oder von einer Kandidatensorte;

Art. 22a Zulassung von Aufbereitungsorganisationen

1 Zugelassen werden Aufbereitungsorganisationen, die:

a. über qualifiziertes administratives und technisches Personal verfügen; b. über Einrichtungen verfügen, die eine Aufbereitung des Saatgutes gemäss den Anforderungen dieser Verordnung erlauben; c. die in Absatz 3 genannten Auflagen erfüllen. 2 Zulassungsgesuche sind an das Bundesamt zu richten. Die Zulassung erfolgt durch das Bundesamt.

3 Die Aufbereitungsorganisationen sind verpflichtet:

a. alle notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Echtheit und Reinheit des von ihnen aufbereiteten Saatgutes zu garantieren; b. dem Bundesamt eine Buchführung über die Mengen von anerkanntem Saat- gut und Handelssaatgut, das eingeführt, in der Schweiz gekauft, abgeliefert, aufbereitet und in Verkehr gebracht wird, sowie über die Anzahl verwende- ter offizieller Etiketten oder Lieferanten-Etiketten zur Verfügung zu stellen; c. die offizielle Wiederverschliessung der Verpackungen von Saatgut unter Aufsicht des Bundesamtes durchzuführen.

Art. 24 Abs. 5 und 6

5 Das Bundesamt kann aufgrund einer Musteruntersuchung ungereinigte Posten pro-

visorisch anerkennen und ihr Inverkehrbringen bis zum ersten Abnehmer bewilligen. Die Vermehrungsorganisationen sind verpflichtet, auf Verlangen des Bundesamtes eine Liste mit Name und Adresse des ersten Abnehmers zur Verfügung zu stellen. Ein offizielles Muster wird sofort nach der Aufbereitung des Postens gezogen und an ein offizielles Labor gesandt. Das Inverkehrbringen muss sofort gestoppt werden,

2 Gemeinsamer Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten, 23. Gesamtausgabe, ABl. C 046 A vom 22.02.2005, S.1.

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wenn das offizielle Muster gemäss den Ergebnissen der Untersuchung den in Anhang 4 festgelegten Anforderungen nicht entspricht.

6 In Abweichung von Absatz 1 und von Artikel 20 Buchstabe f kann auch Prebasis-

und Basissaatgut anerkannt werden, dessen Keimfähigkeit den in Anhang 4 festge- legten Anforderungen nicht entspricht. Der Lieferant deklariert die Keimfähigkeit des Postens auf einer zusätzlichen Etikette, die seinen Namen und seine Adresse enthält.

Art. 25 Abs. 1

1 Die Verpackungen werden durch eine zugelassene Person unter der Verantwortung

der Reinigungsstellen oder durch eine zugelassene Aufbereitungsorganisation offi- ziell verschlossen.

Art. 26 Abs. 4 4 Die Personen für die in Artikel 23 vorgesehenen Aufgaben dürfen am Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse haben.

Art. 27 Abs. 1 Bst. b und c und Abs. 7

1 In Verkehr gebracht werden darf nur Saat- und Pflanzgut, das:

b. von einer Sorte stammt, die im Sortenkatalog nach Artikel 13 oder die, mit Ausnahme von gentechnisch veränderten Sorten, im gemeinsamen Sorten- katalog der Europäischen Gemeinschaft3 aufgenommen ist; c. den Anforderungen nach Anhang 4 entspricht.

7 In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 20 kann das Bundesamt das

Inverkehrbringen von Saatgut, das noch nicht aufbereitet ist, gestatten, sofern es erfolgreich feldbesichtigt ist und die Anforderungen nach Anhang 3 erfüllt. Das Bundesamt verfügt die Auflagen von Fall zu Fall.

Art. 28 Bst. g Die Verpackungen sind auf der Aussenseite mit einer den Anforderungen nach Anhang 5 entsprechenden offiziellen Etikette zu versehen. Die Etikette muss ent- weder auf die Verpackung geklebt oder im Verschlusssystem integriert und unzer- reissbar sein. Die Farbe der Etikette ist: g. blau mit einer diagonalen grünen Linie für zertifiziertes Saatgut einer Ver- bundsorte.

3 Gemeinsamer Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten, 23. Gesamtausgabe, ABl. C 046 A vom 22.02.2005, S.1.

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Art. 30 Abs. 1 Bst. b

1 In Abweichung von den Bestimmungen nach Artikel 27 kann Saat- oder Pflanzgut

von Kandidatensorten in Verkehr gebracht werden, ohne dass die Sorte in den Sor- tenkatalog aufgenommen worden ist, sofern: b. das Saat- oder Pflanzgut mit einer orangen Etikette gemäss Anhang 5 mit dem Hinweis «Sorte noch nicht amtlich zugelassen» und «nur für Tests und Versuche» in Verkehr gebracht wird.

Einfügen in 5. Abschnitt Art. 31a Importiertes Saatgut Beim Inverkehrbringen von eingeführten Saatgutmengen über 2 kg aus Nichtmit- gliedstaaten der EU muss der Importeur folgende Angaben während mindestens drei Jahren aufbewahren und dem Bundesamt auf Verlangen zur Verfügung stellen: a. Art; b. Sorte; c. Kategorie; d. Erzeugerland und amtliche Kontrollbehörde; e. Versandland; f. Einführer; g. Saatgutmenge; h. Postennummer.

Einfügen in 1. Abschnitt Art. 35a Saatgutmischungen Saatgut verschiedener Sorten einer Getreideart oder Saatgut von Getreide verschie- dener Arten kann als Mischung in Verkehr gebracht werden, sofern: a. die verschiedenen Bestandteile der Mischung vor dem Mischen den für sie geltenden Regeln für den Vertrieb entsprechen; b. die Zusammensetzung der Mischung dem Bundesamt gemeldet wird; c. die Mischung durch eine vom Bundesamt zugelassene Aufbereitungsorgani- sation aufbereitet wird.

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Art. 38 Abs. 1

1 Die direkt aus importiertem Pflanzgut produzierten Posten erhalten folgende

Bezeichnung, sofern die Anforderungen nach den Anhängen 3 und 4 erfüllt sind: Importiertes Pflanzgut: Produzierte Posten: Klasse S Klasse SE1 Klasse SE Klasse SE2 Klasse E Klasse A

Art. 39 Abs. 7

7 Das Bundesamt kann für Pflanzkartoffeln, die durch Mikrovermehrung erzeugt

worden sind und den Grössenanforderungen dieser Verordnung nicht entsprechen, Folgendes festlegen: a. Abweichungen von besonderen Bestimmungen der Verordnung; b. die für solche Pflanzkartoffeln geltenden Anforderungen; c. die für solche Pflanzkartoffeln geltenden Bezeichnungen.

Art. 43 Aufgehoben

Art. 44 Abs. 2

2 Futterpflanzensaatgut kann in Kleinpackungen EG A oder Kleinpackungen EG B

aufbereitet werden. Dieser Vorgang ist den Vorschriften nach Artikel 25 unterstellt, wobei die offizielle Etikette durch eine den Anforderungen nach Anhang 5 entspre- chende Etikette zu ersetzen ist.

Art. 45 Abs. 6

6 Das erste Inverkehrbringen von in der Schweiz produzierten Saatgutmischungen

und Kleinpackungen von Futterpflanzen ist den zugelassenen Aufbereitungsorgani- sationen nach Artikel 22a vorbehalten.

Art. 46 Abs. 1 Bst. c, e und f

1 Futterpflanzensaatgut kann als Mischung in Verkehr gebracht werden, sofern:

c. die Zusammensetzung der Mischung nach Gewichtsprozent der einzelnen Bestandteile, nach Art und nach Sorte dem Bundesamt gemeldet wird; e. der Name der Mischung, der für die Kennzeichnung der Verpackungen ver- wendet wird, dem Bundesamt gemeldet wird; f. die Mischung homogen ist.

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Art. 50 Abs. 2

2 Esgibt die Anpassungen des gemeinsamen Sortenkatalogs der Europäischen

Gemeinschaft4 für die Verweise in den Artikeln 20 und 27 bekannt.

II Die Anhänge 1–5 werden gemäss Beilage geändert.

III Das Hilfsstoffbuch vom 6. Juni 19745 wird wie folgt geändert:

Art. 25 Abs. 1 Ziff. 1, 4 und 7 Aufgehoben

Art. 27 Abs. 1 Ziff. 12 Aufgehoben

Art. 29 Abs. 1 Ziff. 6 Aufgehoben

IV Diese Änderung tritt am 10. Mai 2005 in Kraft.

2. Mai 2005 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Joseph Deiss

4 Gemeinsamer Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten, 23. Gesamtausgabe, ABl. C 046 A vom 22.02.2005, S.1. 5 SR 916.052

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Anhang 1 (Art. 1, 13, 46)

Liste der Gattungen und Arten

Kapitel A: Gattungen und Arten, für welche ein Sortenkatalog erlassen werden kann

Ziff. 1, 3.1, 3.2 und 4

1 Getreide

Avena sativa L. Hafer Hordeum vulgare L. Gerste Oryza sativa L. Reis Phalaris canariensis L. Kanariengras Secale cereale L. Roggen Sorghum bicolor (L.) Moench Sorghum Sorghum sudanense (Piper) Stapf Sudangras Triticum aestivum L. emend. Fiori Weichweizen (Weizen) et Paol. Triticum durum Desf. Hartweizen Triticum spelta L. Dinkel X Triticosecale Wittm. Triticale Zea mays L. (partim) Mais Sorghum bicolor (L.) Moench x Sorg- Hybriden durch Kreuzungen von Sorghum hum sudanense (Piper) Stapf und Sudangras gewonnen.

3 Futterpflanzen

3.1 Gräser

Agrostis canina L. Hundsstraussgras Agrostis capillaris L. (= A. tenuis Rotes Straussgras Sibth.) Agrostis gigantea Roth Weisses Straussgras (Floringras) Agrostis stolonifera L. Flecht-Straussgras Alopecurus pratensis L. Wiesenfuchsschwanz Arrhenatherum elatius (L.) Glatthafer (Fromental) P. Beauv. Ex J.S. et K.B. Presl Bromus catharticus Vahl Horntrespe Bromus sitchensis Trin. Alaskatrespe (Sitkatrespe) Cynodon dactylon (L.) Pers. Bermudagras Dactylis glomerata L. Knaulgras Festuca arundinacea Schreber Rohrschwingel

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Festuca ovina L. Schafschwingel Festuca pratensis Hudson Wiesenschwingel Festuca rubra L. Rotschwingel Lolium multiflorum Lam. Italienisches und Westerw. Raigras Lolium perenne L. Englisches Raigras Lolium x boucheanum Kunth Bastardweidelgras (Raigras) Phalaris aquatica L. Knolliges Glanzgras (Wasser Glanzgras) Phleum bertolonii DC. Zwiebellieschgras Phleum pratense L. Wiesenlieschgras (Timothe) Poa annua L. Einjährige Rispe Poa nemoralis L. Hainrispe Poa palustris L. Sumpfrispe Poa pratensis L. Wiesenrispe Poa trivialis L. Gemeine Rispe Trisetum flavescens (L.) P.Beauv. Goldhafer x Festulolium braunii Festulolium (K. Richt.) A. Camus

3.2 Leguminosen

Hedysarum coronarium L. Spanische Esparsette Lotus corniculatus L. Hornschotenklee Lupinus albus L. Weisse Lupine Lupinus angustifolius L. Schmalblättrige Lupine Lupinus luteus L. Gelbe Lupine Medicago lupulina L. Gelbklee Medicago sativa L. Blaue Luzerne Medicago x varia T. Martyn Bastardluzerne Onobrychis viciifolia Scop. Esparsette Pisum sativum L. (partim) Futtererbse, Eiweisserbse Trifolium alexandrinum L. Alexandrinerklee Trifolium hybridum L. Schwedenklee Trifolium incarnatum L. Inkarnatklee Trifolium pratense L. Rotklee Trifolium repens L. Weissklee Trifolium resupinatum L. Persischer Klee Trigonella foenum-graecum L. Bockshornklee Vicia faba L. (partim) Ackerbohne Vicia pannonica Crantz Pannonische Wicke Vicia sativa L. Saatwicke Vicia villosa Roth Zottelwicke

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4 Öl- und Faserpflanzen

Brassica juncea (L.) und Czernj. Cosson Sareptasenf Brassica napus L. (partim) Raps Brassica nigra L. Koch Schwarzer Senf Brassica rapa L. var. silvestris (Lam.) Briggs Rübse Cannabis sativa L. Hanf Carthamus tinctorius L. Saflor Carum carvi L. Kümmel Glycine max (L.) Merr. Soja Helianthus annuus L. Sonnenblume Linum usitatissimum L. Faserlein, Öllein Papaver somniferum L. Mohn Sinapis alba L. Weisser Senf

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Anhang 2 (Art. 14, 32, 36, 49)

Anforderungen in Bezug auf die Anbau- und Verwendungseignung

Kapitel A: Anforderungen in Bezug auf die Anbau- und Verwendungseignung für Getreide

Ziff. 1.4.1, 1.5, 1.6, 2.2, 2.4 und 2.5

1.4.1 Hafer, Gerste, Roggen, Weichweizen, Dinkel und Triticale

Der Gesamt-Sortenwert für die Aufnahme in den Sortenkatalog einer Sorte ent- spricht dem Relativertrag (Ertrag der Testsorte, in Prozenten des Ertragsdurch- schnitts der Standardsorte ausgedrückt), korrigiert um die erhaltenen Bonus/Malus- Werte. Ein Bonus wird dem Relativertrag beigefügt, wenn die Sorte einen Unterschied im Vergleich zum Durchschnitt der Standardsorte aufweist oder bestimmte Grenzwerte unterschreitet. Die notwendigen Unterschiede und Grenzwerte sind für jedes erhal- tene Merkmal bestimmt. Die Anzahl Bonus-Punkte pro Merkmal sind für jede Kul- turart bestimmt. Ein Malus wird dem Relativertrag abgezogen, wenn die Sorte einen Unterschied im Vergleich zum Durchschnitt der Standardsorte aufweist oder bestimmte Grenzwerte überschreitet. Die notwendigen Unterschiede und Grenzwerte sind für jedes erhal- tene Merkmal bestimmt. Die Anzahl Malus-Punkte pro Merkmal sind für jede Kul- turart bestimmt. Beim Dinkel erfolgt die Bestimmung des Gesamt-Sortenwertes und der Bonus/ Malus-Werte separat für die Typen «Reiner Dinkel» und «Dinkel-Weizen-Kreu- zung». Die Testsorte wird mit Standardsorten des entsprechenden Typs verglichen. Die Einteilung der beiden Typen erfolgt aufgrund der Abstammung und Elektro- phorese.

1.5 Minimale Gesamt-Sortenwerte für die Aufnahme in den Sortenkatalog

… Dinkel: Reiner Dinkel und Dinkel-Weizen-Kreuzung > 103 …

Sachüberschrift ändern

1.6 Technologische Qualität des Weizens (Weichweizen)

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2 Beobachtete Merkmale, Ausscheidungswerte,

Bonus/Malus-Werte, Berechnung des Gesamtindexes

2.2 Gerste

Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Ver- gleich mit dem Durchschnitt der Standarde für den Erhalt eines Bonus oder Malus

Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziel- len Sortenprüfung

Hauptmerkmale … Standfestigkeit Note (1–9) > 5 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 …

2.4 Weizen (Weichweizen)

Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Ver- gleich mit dem Durchschnitt der Standarde für den Erhalt eines Bonus oder Malus

Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1,5) Malus (-1,5) Vorversuche 2-jährigen offiziel- len Sortenprüfung

Hauptmerkmale … Standfestigkeit Note (1–9) > 5 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 (Std) ≥ +1 (Std) …

2.5 Dinkel

Beobachtete Merkmale Ausscheidungswerte Nötige Unterschiede im Ver- gleich mit dem Durchschnitt der Standarde für den Erhalt eines Bonus oder Malus

Einheit Werte für die Mittelwerte der Bonus (+1) Malus (-1) Vorversuche 2-jährigen offiziel- len Sortenprüfung

Hauptmerkmale … Standfestigkeit Note (1–9) > 6 (AW) > 2 (Std) ≤ –1 ≥ +1 …

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Kapitel B: Anforderungen bezüglich der Anbau- und Verwendungseignung für Kartoffeln

Ziff. 4

4 Ausscheidungswerte und Berechnungsformel

für den spezifischen Wert pro Merkmal Merkmale Formel Vorprüfung Offizielle Prüfung

Koeffi- Ausschei- Koeffi- Ausschei- zient dungswerte zient dungswerte

… Krankheiten parasitärer Art nach Lage- rung (% und Index) … Rhizoctonia – Pocken c–a 0.1 0.1 – Knollendeformation c–a 1.0 > 5.0 1.0 > 5.0 … Zusätzliche Beobachtungen (Note) c–a 1.0 1.0

Kapitel C: Anforderungen bezüglich der Anbau- und Verwendungseignung für Futterpflanzen

Tab. 1

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Tabelle 1 Gräserarten, Leguminosen und andere Arten

Art Ertrag Jugend- Nachwuchs- Konkur- Ausdauer Resistenz gegen Krankheiten Verdau- Beschaffenheit Anbau Blausäure entwick- güte allg. renzkraft lichkeit in höheren lung Eindruck (VOS) Lagen

Kleekrebs Blattkrank- Schnee- Bakterien- Stengel Blatt heit/Rost fäule / welke Überwin- terung 1 2 2 2 2 2 2 2 2 1 1 2 2

… Knaulgras B B A B A B B A … Rohrschwingel B B A B B B B A A … Wiesenfuchsschwanz A B A B B A A … A = Priorität A: wichtige Eigenschaft 1 gemäss Varianzanalyse B = Priorität B: Sorteneigenschaft mit weniger Bedeutung 2 gemäss Bonitierung

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Anhang 3 (Art. 3–5, 7–10, 23 und 38)

Feldbesichtigung und Anforderungen an die Kulturen

Kapitel A: Feldbesichtigung und Anforderungen an die Kulturen von Getreidesaatgut

Ziff. 1, 2.2, 2.3, 2.4 und 2.7

1 Anzahl und Zeitpunkt der Besichtigungen

... Hafer, Gerste, Triticale, Weichweizen, Dinkel, Roggen und offen abblühende Sorten von Mais Mindestens eine Besichtigung zwischen Blüte und Gelbreife.

2 Beurteilungs- und Anerkennungsgrenzen

2.2 Sortenechtheit und Sortenreinheit

… Hybriden, Inzuchtlinien und offen abblühende Sorten von Mais a. Der Anteil Abweicher darf folgende Prozentzahlen nicht überschreiten: Prozent

1. Für die Produktion von Basissaatgut: Inzuchtlinien 0,1

Einfachhybriden 0,1 offen abblühende Sorten 0,5

2. Für die Produktion von zertifiziertem Komponenten von

Saatgut: Hybriden – Inzuchtlinien 0,2 – Einfachhybriden 0,2 – offen abblühende Sorten 1,0 Offen abblühende Sorten 1,0 b. Bei der Hybridproduktion müssen während der Befruchtungslenkung fol- gende Normen erfüllt werden:

1. Zum Zeitpunkt der Empfängnisfähigkeit der Narben des weiblichen

Elternteils sind genügend Pflanzen des männlichen Elternteils mit aus- reichender Pollenabgabe vorhanden (Synchronisation).

2. Wenn erforderlich, wird entfahnt;

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3. Zum Zeitpunkt, in dem mehr als 5 Prozent der Pflanzen des weiblichen

Elternteils empfangsfähige Narben aufweist, darf im Bestand der Anteil der Pflanzen des weiblichen Elternteils, die Pollen abgeben, höchstens betragen: – bei einer Feldbesichtigung 1% – bei allen Feldbesichtigungen 2 % c. Pflanzen werden als Pollen ausschüttend gezählt, wenn auf 50 mm oder mehr der Hauptachse oder ihrer Verzweigungen die Antheren aus den Spel- zen ausgetreten sind und Pollen abgegeben haben oder Pollen abgeben; d. Ein Bestand zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut bei Verwendung der männlichen Sterilität, in dem der männliche Elternteil die Fertilität des weib- lichen Elternteils nicht wiederherstellt, muss in einem für die entsprechende Sorte definierten Verhältnis auch männlich fertile Pflanzen des weiblichen Elternteils enthalten. Dies gilt nicht, wenn nach der Ernte Saatgut des männ- lich sterilen und männlich fertilen weiblichen Elternteils in einem für die entsprechende Sorte definierten Verhältnis gemischt wird; e. Die Kolbenkontrolle erfolgt nach der Ernte. Der Anteil Kolben, die den sor- tentypischen Merkmalen nicht entsprechen, darf 0,1 Prozent nicht über- schreiten; der Anteil Kolben, die Körner enthalten, die den sortentypischen Merkmalen nicht entsprechen, darf 0,2 Prozent nicht überschreiten. Hybriden von Roggen und offen abblühender Roggen … Triticale … Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel … Hybriden von Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel und selbstbestäubenden Sorten von Triticale a. Die Sortenreinheit des Saatguts der Kategorie «Zertifiziertes Saatgut» muss mindestens 90 Prozent betragen. Sie wird amtlich mittels eines angemesse- nen Anteils der Proben nachgeprüft; b. Bestände zur Erzeugung von zertifiziertem Saatgut müssen ausreichend sor- tenecht und sortenrein hinsichtlich der Merkmale der Erbkomponenten sein. Wird Saatgut unter Verwendung eines Gametozides erzeugt, so muss der Bestand folgenden Normen und sonstigen Anforderungen genügen:

1. Die Sortenreinheit muss mindestens folgenden Prozentsatz erreichen:

– Hafer, Gerste, Weichweizen und Dinkel: 99,7, – selbstbestäubendes Triticale: 99,0.

2. Die Mindesthybridität muss 95 Prozent betragen. Der Hybriditätsgrad

muss mittels international üblicher Methoden, soweit vorhanden, beur- teilt werden. In den Fällen, in denen die Hybridität bei der Saatgutprü-

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fung vor der Zertifizierung bestimmt wird, kann auf die Bestimmung der Hybridität bei der Feldbesichtigung verzichtet werden.

2.3 Isolationsabstand

Der Bestand muss folgende Abstände zu benachbarten Quellen von Pollen aufwei- sen, die zu unerwünschter Fremdbestäubung führen können:

Kultur Minimaler Abstand

Mais 200 m Hybriden von Roggen-Basissaatgut – mit männlicher Sterilität 1000 m – ohne männliche Sterilität 600 m Hybriden von Roggen-zertifiziertem Saatgut 500 m Roggen (offen abblühende Sorten) – für Basissaatgutproduktion 300 m – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 250 m Triticale (selbstbefruchtende Sorten) – für Basissaatgutproduktion 50 m – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 25 m Hybriden von Hafer, Gerste, Weichweizen, Dinkel – für Produktion von zertifiziertem Saatgut 25 m

Diese Abstände brauchen nicht eingehalten zu werden, sofern eine ausreichende Ab- schirmung (z.B. Wald, Hecke oder zeitlich verschobene Blüte) gegen eine uner- wünschte Fremdbestäubung vorhanden ist. Bei der Produktion von zertifiziertem Saatgut von Hybridroggen unter Verwendung der männlichen Sterilität muss die Abschirmung durch eine Ummantelung mit der pollenspendenden Elternkomponente unterstützt werden. Nach der Blüte muss diese Ummantelung entfernt werden. Bei Hafer, Gerste, Dinkel und Weichweizen müssen benachbarte Felder verschiede- ner Sorten deutlich und klar voneinander getrennt sein.

2.4 Fremde Getreidearten

Der Anteil an fremden Getreidearten darf folgende Anzahl nicht überschreiten: – 5 Saatgutähren oder Rispen pro 100 m2 für die Produktion von Vermeh- rungssaatgut, – 10 Ähren oder Rispen pro 100 m2 für die Produktion von zertifiziertem Saatgut und von zertifiziertem Saatgut der zweiten Vermehrung.

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2.7 Vorfrucht

Die Vermehrungsfläche darf keine Vorfrucht haben, die mit der Erzeugung von Saatgut des Bestandes nicht zu vereinbaren ist. Die Vermehrungsfläche muss ausrei- chend frei sein von Pflanzen, die von der Vorfrucht durchgewachsen sind.

Kapitel C: Feldbesichtigung und Anforderung an die Kulturen von Futterpflanzensaatgut

Ziff. 1, 4.1, und 4.2

1 Vorfrucht

Die Vermehrungsfläche darf keine Vorfrucht haben, die mit der Erzeugung von Saatgut der Art, Sorte und Kategorie des Bestandes nicht zu vereinbaren ist. Die Vermehrungsfläche muss ausreichend frei sein von Pflanzen, die von der Vorfrucht durchgewachsen sind. Auf Parzellen müssen mindestens die untenstehenden Jahre ohne Anbau der glei- chen Art eingehalten werden: – fünf Jahre für Kreuzblüter – drei Jahre für Leguminosen – zwei Jahre für andere Arten

4 Beurteilung und Anerkennungsgrenzen

...

4.1 Allgemeiner Stand

Die Bestände werden nach folgender Notenskala bewertet:

5 = genügend

7 = schlecht

9 = sehr schlecht

Bei einer Note, die schlechter als 5 ist, wird der Bestand abgewiesen. ...

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4.2 Sortenechtheit und Sortenreinheit

… Sortenreinheit

Art Minimale Sortenreinheit (%)

Prebasis- und Zertifiziertes Saatgut Zertifiziertes Saatgut Basis-Saatgut der ersten Vermeh- der zweiten rung Vermehrung

Pisum, Vicia spp.1 99,7 99 98 Brassica spp.1, Poa pratensis2 99,7 98 1 betrifft nur die in Anhang 1, Ziff. 3.2 und 3.3 aufgelisteten Arten von Pisum, Vicia und Brassica spp.

2 Sorten, die als apomiktische Einklonsorten eingestuft worden sind.

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Anhang 4 (Art. 3–10, 20, 24, 29, 35, 38, 39 und 42)

Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Saat- und Pflanzgut

Kapitel A: Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Getreidesaatgut

Ziff. 1 und 2

1 Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art Maximale Minimale Minimale Muster- Postengrösse Mustergrösse grösse für die Bestimmung der fremden Samen (t) (g) (g)

Hafer, Gerste, Weichweizen, Hartweizen, Dinkel, Roggen, Triticale 25 1000 500 Kanariengras 10 400 200 Reis 25 500 500 Sorghum spp. 10 1000 900 Mais, Basissaatgut von Inzuchtlinien 40 250 250 Mais, Basissaatgut (ausser Inzuchtlinien) und zertifiziertes Saatgut 40 1000 1000 Sorten- und Artenmischungen ausser Kanariengras und Sorghum spp. 25 1000 500

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2 Anforderungen an das Saatgut

Art und Saatgutkategorie Keim- Reinheit1 Feuchtigkeitsgehalt9 Höchstbesatz an fremden Arten in 500 g3 fähigkeit in % in % in %

insgesamt Rote Körner andere andere Arten Avena fatua, Raphanus Mutter- Panicum von Oryza Getreide- als Getreide A.sterilis, A. raphanistrum, korn- spp. sativa arten ludoviciana, Agrostemma sklerotien Lolium githago, temulentum6 Galium aparine, Vicia spp.

Hafer8, Gerste, Weichweizen, Hart- weizen, Dinkel Basissaatgut 85 99 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut 1. und 2. Vermehr. 85 98 15 10 7 7 0 3 3 Kanariengras Basissaatgut 75 98 15 4 17 0 Zertifiziertes Saatgut 75 98 15 10 5 0 Reis Basissaatgut 80 98 1 1 Zertifiziertes Saatgut 1. Vermehr. 80 98 3 3 Zertifiziertes Saatgut 2. Vermehr. 80 98 5 3 Roggen Basissaatgut 85 98 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut 85 98 15 10 7 7 0 3 34 Sorghum spp. 80 98 14 0

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art und Saatgutkategorie Keim- Reinheit1 Feuchtigkeitsgehalt9 Höchstbesatz an fremden Arten in 500 g3 fähigkeit in % in % in %

insgesamt Rote Körner andere andere Arten Avena fatua, Raphanus Mutter- Panicum von Oryza Getreide- als Getreide A.sterilis, A. raphanistrum, korn- spp. sativa arten ludoviciana, Agrostemma sklerotien Lolium githago, temulentum6 Galium aparine, Vicia spp.

Triticale Basissaatgut 80 98 15 4 17 3 0 1 1 Zertifiziertes Saatgut 1. und 2. Vermehr. 80 98 15 10 7 7 0 3 3 Mais 905 98 14 0

Bemerkungen:

1 Bei ungereinigten Mustern wird die Reinheit nicht untersucht.

2 ... Aufgehoben

3 Bei ungereinigten Mustern werden insgesamt 30 Samen von Raphanus raphanistrum, Agrostemma githago, Gallium aparine, Vicia spp. toleriert. Bei Kanariengras bezieht sich der Höchstbesatz an fremden Arten auf eine Mustergrösse von 200g. 4 Bei Hybridroggen werden maximal 4 Mutterkornsklerotien toleriert. Das Vorhandensein von 5 Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht wird als den Normen genügend befunden, wenn in einer zweiten Probe mit demselben Gewicht nicht mehr als 4 Sklerotien oder Bruchstücke von Sklerotien vorhanden sind.

5 Bei ungereinigten Mustern wird 95 % Keimfähigkeit gefordert.

6 Ein Korn von Avena fatua, A. sterilis, A. ludoviciana oder Lolium temulentum gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner dieser Arten enthält 7 Ein zweites Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner anderer Getreidearten enthält. 8 Für Sorten der Art Avena sativa, die amtlich als vom Typ «Nackthafer» eingestuft sind, wird die Mindestkeimfähigkeit auf 75 % der reinen Körner herabge- setzt. Das amtliche Etikett trägt demzufolge den Hinweis «Mindestkeimfähigkeit 75 %». 9 Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Kapitel B: Anforderungen an die Kartoffel-Pflanzgutposten

Ziff. 1.4

1 Sortierungsnormen

1.4 Eine Partie enthält nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die

das Mindestmass unterschreiten, und nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die das angegebene Höchstmass übersteigen.

Kapitel C: Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Futterpflanzensaatgut

Ziff. 1, 3.1, 3.2, und 3.3

1 Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Pro- zent überschreiten.

Art Höchstgewicht Mindestgewicht Minimale Muster- eines Postens einer aus einem grösse für die Be- Posten zu ziehen- stimmung der frem- den Probe den Samen (in Tonnen) (in Gramm) (in Gramm)

1 2 3 4

Gramineae Agrostis canina 10 50 5 Agrostis gigantea 10 50 5 Agrostis stolonifera 10 50 5 Agrostis capillaris 10 50 5 Alopecurus pratensis 10 100 30 Arrhenatherum elatius 10 200 80 Bromus catharticus 10 200 200 Bromus sitchensis 10 200 200 Cynodon dactylon 10 50 5 Dactylis glomerata 10 100 30 Festuca arundinacea 10 100 50 Festuca ovinia 10 100 30 Festuca pratensis 10 100 50 Festuca rubra 10 100 30 x Festulolium 10 200 60

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Höchstgewicht Mindestgewicht Minimale Muster- eines Postens einer aus einem grösse für die Be- Posten zu ziehen- stimmung der frem- den Probe den Samen (in Tonnen) (in Gramm) (in Gramm)

1 2 3 4

Lolium multiflorum 10 200 60 Lolium perenne 10 200 60 Lolium x boucheanum 10 200 60 Phalaris aquatica 10 100 50 Phleum bertolonii 10 50 10 Phleum pratense 10 50 10 Poa annua 10 50 10 Poa nemoralis 10 50 5 Poa palustris 10 50 5 Poa pratensis 10 50 5 Poa trivialis 10 50 5 Trisetum flavescens 10 50 5 Leguminosae Hedysarum coronarium -Frucht 10 1000 300 Hedysarum coronarium -Samen 10 400 120 Lotus corniculatus 10 200 30 Lupinus albus 25 1000 1000 Lupinus angustifolius 25 1000 1000 Lupinus luteus 25 1000 1000 Medicago lupulina 10 300 50 Medicago sativa 10 300 50 Medicago x varia 10 300 50 Onobrychis viciifolia -Frucht 10 600 600 Onobrychis viciifolia -Samen 10 400 400 Pisum sativum 25 1000 1000 Trifolium alexandrinum 10 400 60 Trifolium hybridum 10 200 20 Trifolium incarnatum 10 500 80 Trifolium pratense 10 300 50 Trifolium repens 10 200 20 Trifolium resupinatum 10 200 20 Trigonella foenum-graecum 10 500 450 Vicia faba 25 1000 1000 Vicia pannonica 20 1000 1000 Vicia sativa 25 1000 1000 Vicia villosa 20 1000 1000

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Höchstgewicht Mindestgewicht Minimale Muster- eines Postens einer aus einem grösse für die Be- Posten zu ziehen- stimmung der frem- den Probe den Samen (in Tonnen) (in Gramm) (in Gramm)

1 2 3 4

Andere Arten Brassica napus var.napobrassica 10 200 100 Brassica oleracea convar. acephala 10 200 100 Phacelia tanacetifolia 10 300 40 Raphanus sativus var. oleiformis 10 300 300

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

3.1 Zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung

Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits- fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex einzelne pyron rus myos- spp. raphanis- arvensis fatua spp. spp. Art repens uroides trum 4*) 5*)

Gramineae Agrostis canina 75 90 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 12 Agrostis gigantea 80 90 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 12 Agrostis stolonifera 75 90 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 12 Agrostis capillaris 75 90 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 12 Alopecurus pratensis 70 75 13 2.5 1.0 0.3 0.3 0 0 5 9,12 Arrhenatherum elatius 75 90 13 3.0 1.0 0.5 0.3 0 0 5 9,10,12 Bromus catharticus 75 97 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 10 10,12 Bromus sitchensis 75 97 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 10 10,12 Cynodon dactylon 70 90 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 12 Dactylis glomerata 80 90 13 1.5 1.0 0.3 0.3 0 0 5 12 Festuca arundinacea 80 95 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Festuca ovina 75 85 13 2.0 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Festuca pratensis 80 95 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Festuca rubra 75 90 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 x Festulolium 75 96 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Lolium multiflorum 75 96 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Lolium perenne 80 96 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Lolium x boucheanum 75 96 13 1.5 1.0 0.5 0.3 0 0 5 12 Phalaris aquatica 75 96 13 1.5 1.0 0.3 0.3 0 0 5 12 Phleum bertolonii 80 96 13 1.5 1.0 0.3 0.3 0 0 5 12 Phleum pratense 80 96 13 1.5 1.0 0.3 0.3 0 0 5 12

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits- fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex einzelne pyron rus myos- spp. raphanis- arvensis fatua spp. spp. Art repens uroides trum 4*) 5*)

Poa annua 75 85 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 5 6,12 Poa nemoralis 75 85 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 6,12 Poa palustris 75 85 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 6,12 Poa pratensis 75 85 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 6,12 Poa trivialis 75 85 13 2.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 6,12 Trisetum flavescens 70 75 13 3.0 1.0 0.3 0.3 0 0 2 9,11,12 Leguminosae Hedysarum coronarium 75 30 95 11 2.5 1.0 0.3 0 0 5 12 Lotus corniculatus 75 40 95 11 1.8 1.0 0.3 0 0 10 7,13,14 Lupinus albus 80 20 98 11 0.5 0.3 0.3 0 0 5 8,15,16 Lupinus angustifolius 75 20 98 11 0.5 0.3 0.3 0 0 5 8,15,16 Lupinus luteus 80 20 98 11 0.5 0.3 0.3 0 0 5 8,15,16 Medicago lupulina 80 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Medicago sativa 80 40 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Medicago x varia 80 40 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Onobrychis viciifolia 75 20 95 11 2.5 1.0 0.3 0 0 5 Pisum sativum 80 98 15 0.5 0.3 0.3 0 0 5 Trifolium alexandrinum 80 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trifolium hybridum 80 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trifolium incarnatum 75 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trifolium pratense 80 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trifolium repens 80 40 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trifolium resupinatum 80 20 97 11 1.5 1.0 0.3 0 0 10 13,14 Trigonella foenum- 0 0 graecum 80 95 11 1.0 0.5 0.3 5

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Keimfähig- Maximaler Techni- Feuchtig- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*) Höchstanteil an Körnern Bemerkungen *) *) keit Anteil sche Min- keits- fremder Arten in einem = Erklärender in % harter destrein- gehalt Muster nach Ziffer 1, Text unter Be- Samen heit in % Spalte 4 merkungen zum in % in % (Gesamtzahl je Spalte) zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

1*) 2*) insgesamt eine Agro- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex einzelne pyron rus myos- spp. raphanis- arvensis fatua spp. spp. Art repens uroides trum 4*) 5*)

Vicia faba 80 5 98 15 0.5 0.3 0.3 0 0 5 Vicia pannonica 85 20 98 15 1.0 0.5 0.3 0 0 5 8 Vicia sativa 85 20 98 15 1.0 0.5 0.3 0 0 5 8 Vicia villosa 85 20 98 15 1.0 0.5 0.3 0 0 5 8 Andere Arten Brassica napus var.napobrassica 80 98 11 1.0 0.5 0.3 0.3 0 0 5 12 Brassica oleracea convar. acephala 75 98 11 1.0 0.5 0.3 0.3 0 0 10 12 Phacelia tanacetifolia 80 96 11 1.0 0.5 0 0 12 Raphanus sativus var. oleiformis 80 97 11 1.0 0.5 0.3 0.3 0 0 5

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Bemerkungen zum zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung 1 Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge. 2 Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge. … 17 Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

3.2 Prebasis- und Basissaatgut

Art Keimfä- Maxima- Techni- Feuch- Höchstanteil Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Bemerkungen*) *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und Basissaatgut

1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta einzelne spp. ron rus myo- spp. fatua spp. Art 5*) repens suroides 4 *)

Gramineae Agrostis canina 75 90 13 0.3 20 1 1 1 0 0 Agrostis gigantea 80 90 13 0.3 20 1 1 1 0 0 Agrostis stolonifera 75 90 13 0.3 20 1 1 1 0 0 Agrostis capillaris 75 90 13 0.3 20 1 1 1 0 0 Alopecurus pratensis 70 75 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Arrhenatherum elatius 75 90 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6,10 Bromus catharticus 75 97 13 0.4 20 5 5 5 0 0 10 Bromus sitchensis 75 97 13 0.4 20 5 5 5 0 0 10 Cynodon dactylon 70 90 13 0.3 20 1 1 1 0 0 6 Dactylis glomerata 80 90 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Festuca arundinacea 80 95 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Festuca ovina 75 85 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Festuca pratensis 80 95 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Festuca rubra 75 90 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 x Festulolium 75 96 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Lolium multiflorum 75 96 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Lolium perenne 80 96 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Lolium x boucheanum 75 96 13 0.3 20 2 5 5 0 0 6 Phalaris aquatica 75 96 13 0.3 20 2 5 5 0 0 Phleum bertolonii 80 96 13 0.3 20 2 1 1 0 0 Phleum pratense 80 96 13 0.3 20 2 1 1 0 0 Poa annua 75 85 13 0.3 20 1 1 1 0 0 7

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Keimfä- Maxima- Techni- Feuch- Höchstanteil Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Bemerkungen*) *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und Basissaatgut

1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta einzelne spp. ron rus myo- spp. fatua spp. Art 5*) repens suroides 4 *)

Poa nemoralis 75 85 13 0.3 20 1 1 1 0 0 7 Poa palustris 75 85 13 0.3 20 1 1 1 0 0 7 Poa pratensis 75 85 13 0.3 20 1 1 1 0 0 7 Poa trivialis 75 85 13 0.3 20 1 1 1 0 0 7 Trisetum flavescens 70 75 13 0.3 20 1 1 1 0 0 8,11 Leguminosae Hedysarum coronarium 75 30 95 11 0.3 20 2 0 0 0 9 Lotus corniculatus 75 40 95 11 0.3 20 3 0 0 0 9 Lupinus albus 80 20 98 11 0.3 20 2 0 0 0 13 Lupinus angustifolius 75 20 98 11 0.3 20 2 0 0 0 13 Lupinus luteus 80 20 98 11 0.3 20 2 0 0 0 13 Medicago lupulina 80 20 97 11 0.3 20 5 0 0 0 9 Medicago sativa 80 40 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Medicago x varia 80 40 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Onobrychis viciifolia 75 20 95 11 0.3 20 2 0 0 0 Pisum sativum 80 98 15 0.3 20 2 0 0 0 Trifolium alexandrinum 80 20 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Trifolium hybridum 80 20 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Trifolium incarnatum 75 20 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Trifolium pratense 80 20 97 11 0.3 20 5 0 0 0 9,12 Trifolium repens 80 40 97 11 0.3 20 5 0 0 0 9,12 Trifolium resupinatum 80 20 97 11 0.3 20 3 0 0 0 9,12 Trigonella foenum-graecum 80 95 11 0.3 20 2 0 0 0 Vicia faba 80 5 98 15 0.3 20 2 0 0 0 Vicia pannonica 85 20 98 15 0.3 20 2 0 0 0

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Art Keimfä- Maxima- Techni- Feuch- Höchstanteil Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Bemerkungen*) *) higkeit in ler Anteil sche tigkeits- an Körnern Ziffer 1, Spalte 4 = Erklärender Prozent harter Mindest- gehalt in fremder Arten 3*) Text unter Be- Samen in reinheit Prozent in Gewichts- (Gesamtzahl je Spalte) merkungen zum Prozent in Prozent prozent Prebasis- und Basissaatgut

1*) 2*) eine Rumex Agropy- Alopecu- Melilotus Avena Cuscuta einzelne spp. ron rus myo- spp. fatua spp. Art 5*) repens suroides 4 *)

Vicia sativa 85 20 98 15 0.3 20 2 0 0 0 Vicia villosa 85 20 98 15 0.3 20 2 0 0 0 Andere Arten Brassica napus var. napobrassica 80 98 11 0.3 20 2 0 0 Brassica oleracea convar. acephala 75 98 11 0.3 20 3 0 0 Phacelia tanacetifolia 80 96 11 0.3 20 0 0 Raphanus sativus var. oleiformis 80 97 11 0.3 20 2 0 0

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Bemerkungen zum Prebasis- und Basis-Saatgut 1 Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge. 2 Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge. … 14 Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

3.3 Handelssaatgut

Art Keimfä- Maxima- Techni- Feuch- Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent Höchstanteil an Körnern Bemerkungen*) higkeit in ler Anteil sche Min- tigkeits- 3*) fremder Arten in einem Muster *) = Erklärender Prozent harter destrein- gehalt in nach Ziffer 1, Spalte 4 Text unter Be- Samen in heit in Prozent merkungen zum Prozent Prozent (Gesamtzahl je Spalte) Handelssaatgut

1*) 2*) insge- eine Agropy- Alopecu- Melilotus Raphanus Sinapis Avena Cuscuta Rumex samt einzelne ron rus myo- spp. raphanis- arvensis fatua spp. spp. Art repens suroides trum 4*) 5*)

Gramineae Cynodon dactylon 70 90 13 3.0 2.0 0.3 0.3 0 0 2 8 Phalaris aquatica 75 96 13 2.5 2.0 0.3 0.3 0 0 5 8 Poa annua 75 85 13 3.0 2.0 0.3 0.3 0 0 5 6, 8 Leguminosae Hedysarum coronarium 75 30 95 11 3.5 2.0 1.0 0 0 5 8 Onobrychis viciifolia 75 20 95 11 3.5 2.0 0.3 0 0 5 Trigonella foenum-graecum 80 95 11 2.0 1.5 0.3 0 0 5 Vicia faba 80 5 98 15 1.5 1.3 0.3 0 0 5 11 Vicia pannonica 85 20 97 15 2.0 1.5 0.3 0 0 5 11

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Bemerkungen zum Handels-Saatgut 1 Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge. 2 Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge. …

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Kapitel D: Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Öl- und Faserpflanzensaatgut

Ziff. 1 und 2

1 Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art Höchstgewicht eines Postens Minimale Mustergrösse Minimale Mustergrösse (in Tonnen) (in Gramm) für die zahlenmässige Bestimmung der fremden Samen (in Gramm)

1 2 3 4

... Brassica napus 10 200 100 Brassica nigra 10 100 40 Cannabis sativa 10 600 600 Carthamus tinctorius 25 900 900 Carum carvi 10 200 80 Helianthus annuus 25 1000 1000 Linum usitatissimum 10 300 150 Papaver somniferum 10 50 10 Sinapis alba 10 400 200 ...

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

2 Anforderungen an das Saatgut

Sortenreinheit

Art Minimale Sortenreinheit (%)

Prebasis- und Zertifiziertes Saatgut Zertifiziertes Saatgut Basis-Saatgut der ersten der zweiten Vermehrung Vermehrung und Handelssaatgut

Brassica napus1, 2, Brassica rapa2 99,9 99,7 Brassica napus1, 3, Brassica rapa3, 99,7 99 98 Helianthus annuus4, Sinapis alba Linum usitatissimum 99,7 98 97,5 Papaver somniferum 99 98 Gycine max 99,5 99

1 ausser Hybriden

2 ausser den Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

3 Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

4 ausser den Hybridsorten; einschliesslich ihrer Bestandteile

Die minimale Sortenreinheit wird in der Regel bei Feldbesichtigungen nach den in Anhang 3 festgelegten Anforderungen geprüft. Im Falle von Hybriden von Brassica napus, die unter Nutzung der männlichen Sterilität erzeugt werden, muss das Saatgut folgenden Anforderungen und Normen genügen: a. Das Saatgut ist hinsichtlich der Sortenmerkmale seiner Komponenten, ein- schliesslich der männlichen Sterilität oder der Restauration der Fruchtbar- keit, ausreichend sortenecht und sortenrein. b. Die Sortenreinheit des Saatguts beträgt zumindest: – bei Basissaatgut, weibliche Komponente 99,0 Prozent, – bei Basissaatgut, männliche Komponente 99,9 Prozent, – bei zertifiziertem Saatgut 90,0 Prozent. c. Saatgut darf nicht als zertifiziertes Saatgut zertifiziert werden, es sei denn, die Ergebnisse amtlicher Nachprüfungen von Basissaatgutproben, die wäh- rend der Wachstumsperiode des für die Zertifizierung als zertifiziertes Saat- gut angegebenen Saatguts amtlich entnommen und untersucht wurden, um festzustellen, ob das Basissaatgut die Anforderungen an die Saatgutidentität hinsichtlich der Merkmale der Komponenten, einschliesslich der männlichen Sterilität und der Normen für das Basissaatgut die Anforderungen hinsicht- lich der Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b erfüllt, wurden ord- nungsgemäss berücksichtigt. Im Falle von Basissaatgut von Hybriden kann die Sortenreinheit nach geeig- neten biochemischen Methoden bewertet werden;

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d. Die Normen für die Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b von zertifi- ziertem Saatgut von Hybriden muss durch amtliche Nachprüfungen einer angemessenen Menge amtlich entnommener Proben überwacht werden. Dabei können geeignete biochemische Methoden angewandt werden. Das Saatgut muss folgende Normen und Voraussetzungen erfüllen:

Saat- und Pflanzgut-Verordnung des EVD AS 2005

Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut Art und Kategorie Mindest- Feuchtig- Technische Reinheit Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 keim- keitsgehalt (in % des Gewichtes) (Gesamtzahl je Spalte) fähigkeit (in %) (in % der Technische Höchstanteil Insgesamt Avena fatua, Cuscuta spp. Raphanus Rumex spp. Alopecurus Lolium Anforderungen reinen (f) Mindest- an Körnern Avena ludovi- raphanis- ausser myo- remotum hinsichtlich des Körner) reinheit anderer (a) ciana, Avena trum Rumex suroides Anteils an Pflanzen- sterilis acetosella Körnern von arten Orobanche

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Brassica spp: – Basissaatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d) 10 5 – Zertifiziertes Saatgut 85 11 98 0,3 – 0 0 (c) (d) 10 5 Cannabis sativa 75 10 98 – 30 (b) 0 0 (c) (e) Carthamus tinctorius 75 98 – 5 0 0 (c) (e) Carum carvi 70 97 – 25 (b) 0 0 (c) (d) 10 3 Helianthus annuus 85 10 98 – 5 0 0 (c) Linum usitatissimum – Faserlein 92 11 99 – 15 0 0 (c) (d) 4 2 – Öllein 85 11 99 – 15 0 0 (c) (d) 4 2 Papaver somniferum 80 98 – 25 (b) 0 0 (c) (d) Sinapis alba …

Diese Normen gelten auch für Handelssaatgut.

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Bemerkungen zu den Normen für Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut ... f. Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

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Anhang 5 (Art. 15, 28, 30, 44 und 45)

Etikettierung

Kapitel A: Etikettierung für Getreidesaatgut

Ziff. 2 Bst. a Ziff. 14

2. Folgende Angaben müssen auf den Etiketten enthalten sein:

a. Für alle Kategorien ausser Saatgutmischungen:

14. zusätzlich bei Vorstufensaatgut die Anzahl der dem Saatgut der Kate-

gorien «Zertifiziertes Saatgut» oder «Zertifiziertes Saatgut der ersten Generation» vorhergehenden Generationen.

Kapitel C: Etikettierung für Futterpflanzensaatgut

Ziff. 1.1 Bst. a Ziff. 14 und 15

1 Amtliches Etikett

1.1 Vorgeschriebene Angaben

a. Bei Prebasissaatgut, Basissaatgut und zertifiziertem Saatgut:

14. Zusätzlich bei Prebasissaatgut die Anzahl der dem Saatgut der Kate-

gorien «Zertifiziertes Saatgut» oder «Zertifiziertes Saatgut der ersten Generation» vorhergehenden Generationen.

15. Bei Saatgut von Gräsersorten, bei denen keine Prüfung der Anbau- und

Verwendungseignung nach Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a stattgefun- den hat: «Nicht zur Nutzung als Futterpflanzen bestimmt».

Ziff. 2 Bst. a Ziff. 11 und Bst. c Ziff. 1, 3, 4, 5 und 6

2 Lieferantenetikett oder Anschrift auf der Packung

(Kleinpackung EG) Vorgeschriebene Angaben a. Bei zertifiziertem Saatgut:

11. Bei Saatgut von Gräsersorten, bei denen keine Prüfung der Anbau- und

Verwendungseignung nach Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a stattgefun- den hat: «Nicht zur Nutzung als Futterpflanzen bestimmt».

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c. Bei Mischungen von Saatgut:

1. «Kleinpackung EG A» oder «Kleinpackung EG B»

3. Für Kleinpackungen EG B:

– amtlich zugeteilte Kennnummer – Dienststelle, welche die amtliche Kennnummer zugeteilt hat und Angabe des Landes oder eines Kurzzeichens – Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die verwendeten Partien ermöglicht, sofern die amtliche Kennnummer dies nicht gestattet

4. Für Kleinpackungen EG A:

– Bezugsnummer, die ein Zurückgreifen auf die verwendeten Partien gestattet – Land

5. Aufgehoben

6. «Saatgutmischung für ... (Verwendungszweck)»

Kapitel D: Etikettierung von Öl- und Faserpflanzensaatgut

Ziff. 1 Bst. a Ziff. 12 und Bst. abis

1 Vorgeschriebene Angaben

a. Bei Basissaatgut und zertifiziertem Saatgut:

12. Bei Hybridsorten oder Inzuchtlinien:

– für Basissaatgut, bei dem die Einfachhybride oder Inzuchtlinie, der das Basissaatgut angehört, gemäss dieser Verordnung amtlich zugelassen worden ist: Bezeichnung der Komponente, unter dem diese amtlich zugelassen worden ist, mit oder ohne Angabe der Sorte, im Fall von Einfach- hybriden oder Inzuchtlinien, die ausschliesslich dazu bestimmt sind, als Komponenten für die Erzeugung von Sorten verwendet zu werden, mit dem Zusatz «Komponente» – für Basissaatgut in anderen Fällen: Bezeichnung der Komponente, der das Basissaatgut angehört, die kodiert angegeben werden kann, ergänzt durch die Angabe der Sorte, mit oder ohne Angabe ihrer Funktion (männlich oder weib- lich), mit dem Zusatz «Komponente» – für zertifiziertes Saatgut: Bezeichnung der Sorte, der das Saatgut angehört, mit den Zusatz «Hybrid» …

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abis. Für zertifiziertes Saatgut einer Verbundsorte: Es gelten die unter Buchstabe a verlangten Angaben, ausser dass anstelle der Sortenbezeichnung die Bezeichnung der Verbundsorte (Angabe «Verbund- sorte» und Bezeichnung) und die Gewichtsprozentsätze der verschiedenen Sortenkomponenten anzugeben sind; die Angabe der Bezeichnung der Ver- bundsorte reicht aus, wenn der Gewichtsprozentsatz dem Käufer auf Verlan- gen schriftlich mitgeteilt und amtlich festgehalten wurde.

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