AS 2005 4659
Verordnung des WBF über Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen
Verordnung des EVD über Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen
vom 2. September 2005
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, gestützt auf die Artikel 7 Absatz 3, 8 Absatz 2 Buchstaben a und c und
16 Absatz 3 des Fachhochschulgesetzes vom 11. September 19961,
verordnet:
1. Abschnitt: Gegenstand
Art. 1 Diese Verordnung bestimmt die Studiengänge an Fachhochschulen, regelt die Mindestanforderungen an Nachdiplomstudien, die zu einem Weiterbildungsmaster- diplom führen, und legt die entsprechenden Titel fest.
2. Abschnitt: Studiengänge
Art. 2 Die Studiengänge und ihre Zuordnung zu den Fachbereichen sind im Anhang fest- gelegt.
3. Abschnitt: Nachdiplomstudien
Art. 3 Zulassungsvoraussetzungen
1 Die Zulassung zu einem Nachdiplomstudiengang setzt einen Hochschulabschluss
voraus.
2 Studierende, die über keinen Hochschulabschluss verfügen, können zugelassen
werden, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt.
SR 414.712 1 SR 414.71; AS 2005 4635
2005-0145 4659
Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen. V des EVD AS 2005
Art. 4 Umfang
1 Für den Abschluss eines Nachdiplomstudiengangs müssen mindestens 60 Kredit-
punkte nach dem Europäischen Kredittransfersystem (European Credit Transfer System, ECTS) erreicht werden. Ein Kreditpunkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 25–30 Stunden gemäss Artikel 2 Absatz 2 der Richtlinien des Fachhochschul- rats vom 5. Dezember 20022 für die Umsetzung der Erklärung von Bologna an den Fachhochschulen und den Pädagogischen Hochschulen in der Fassung vom 1. April 2004.
2 Der Nachdiplomstudiengang wird mit einer Masterarbeit abgeschlossen.
Art. 5 Anerkennung der Weiterbildungsmasterdiplome
1 Weiterbildungsmasterdiplome, die die bundesrechtlichen Anforderungen erfüllen,
sind eidgenössisch anerkannt.
2 Die Fachhochschulen führen ein Verzeichnis der anerkannten Nachdiplomstudien.
4. Abschnitt: Titel
Art. 6 Geschützte Titel für Bachelor- und Masterdiplome
1 Die Fachhochschulen können für ein eidgenössisch anerkanntes Bachelordiplom
folgende geschützte Titel vergeben: a. «Bachelor of Science [Name der FH] in [Bezeichnung des Studiengangs] mit Vertiefung in [Bezeichnung der Vertiefungsrichtung]» (Abkürzung: BSc [Name der FH]); oder b. «Bachelor of Arts [Name der FH] in [Bezeichnung des Studiengangs] mit Vertiefung in [Bezeichnung der Vertiefungsrichtung]» (Abkürzung: BA [Name der FH]).
2 Die Fachhochschulen können für ein eidgenössisch anerkanntes Masterdiplom
folgende geschützte Titel vergeben: a. «Master of Science [Name der FH] in [Bezeichnung des Studiengangs] mit Vertiefung in [Bezeichnung der Vertiefungsrichtung]» (Abkürzung: MSc [Name der FH]); oder b. «Master of Arts [Name der FH] in [Bezeichnung des Studiengangs] mit Ver- tiefung in [Bezeichnung der Vertiefungsrichtung]» (Abkürzung: MA [Name der FH]).
2 Die Richtlinien können beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, 3003 Bern bezogen und unter www.edk.ch eingesehen werden.
Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen. V des EVD AS 2005
Art. 7 Geschützte Titel für Weiterbildungsmasterdiplome
1 Die Fachhochschulen können für ein eidgenössisch anerkanntes Weiterbildungs-
masterdiplom folgende geschützte Titel abgeben: a. «Master of Advanced Studies [Name der Fachhochschule] in [Bezeichnung der Richtung]» (Abkürzung: MAS [Name der FH]); oder b. «Executive Master of Business Administration [Name der Fachhochschule]» (Abkürzung: EMBA [Name der FH]).
2 Die Fachhochschulen dürfen den Begriff «Master» nicht für Weiterbildungsveran-
staltungen verwenden, die nicht zu einem eidgenössisch anerkannten Weiterbil- dungsmasterdiplom führen.
5. Abschnitt: Schlussbestimmungen
Art. 8 Übergangsbestimmungen 1 Die Fachhochschulen sind berechtigt, Nachdiplomstudien bis längstens zwei Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung nach bisherigem Recht zu starten.
2 Wer ein eidgenössisch anerkanntes Nachdiplom nach bisherigem Recht erworben
hat, ist berechtigt, den Titel «Nachdiplom [Name der FH] in Richtung [Bezeichnung der Richtung]» zu führen.
Art. 9 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 5. Oktober 2005 in Kraft.
2. September 2005 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Joseph Deiss
Studiengänge, Nachdiplomstudien und Titel an Fachhochschulen. V des EVD AS 2005
Anhang (Art. 1)
Fachbereiche und Bachelorstudiengänge
Fachbereiche (Field of Study) Bachelorstudiengänge (Bachelor Degree Courses)
Technik und Informations- Elektrotechnik (Electrical Engineering) technologie (Engineering and IT) Automobiltechnik (Automobile Engineering) Gebäudetechnik (Energy and Building Technology) Maschinentechnik (Mechanical Engineering) Mikrotechnik (Microengineering) Medieningenieurwesen (Media Engineering) Informatik (Computer Science) Telekommunikation (Telecommunications) Systemtechnik (Systems Engineering) Wirtschaftsingenieurwesen (Engineering and Management)
Architektur, Bau- und Planungs- Architektur (Architecture) wesen (Architecture, Building Raumplanung (Spatial Planning) Engineering and Planning) Landschaftsarchitektur (Landscape Architecture) Bauingenieurwesen (Civil Engineering) Holztechnik (Wood Engineering) Geomatik (Geomatics)
Chemie und Life Sciences Chemie (Chemistry) (Chemistry and Life Sciences) Biotechnologie (Biotechnology) Lebensmitteltechnologie (Food Technology) Life Technologies Umweltingenieurwesen (Environmental Engineering) Oenologie (Oenology)
Land- und Forstwirtschaft Landwirtschaft (Agriculture) (Agriculture and Forestry) Forstwirtschaft (Forestry)
Wirtschaft und Dienstleistungen Betriebsökonomie (Business Administration) (Business, Management and Facility Management Services) Hotellerie (Hospitality Management) Tourismus (Tourism) Wirtschaftsinformatik (Business Information Technology) Information und Dokumentation (Information Science) Kommunikation (Communication)
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Fachbereiche (Field of Study) Bachelorstudiengänge (Bachelor Degree Courses)
Design Visuelle Kommunikation (Visual Communication) Produkt- und Industriedesign (Product and Industrial Design) Innenarchitektur (Interior Design) Konservierung-Restaurierung (Conservation and Restoration)
Gesundheit (Health) Pflege (Nursing) Physiotherapie (Physiotherapy) Ergotherapie (Occupational Therapy) Hebamme (Midwifery) Ernährungsberatung (Nutrition counselling)
Soziale Arbeit (Social Work) Sozialarbeit (Social Work) Sozialpädagogik (Social Pedagogy) Soziokulturelle Animation (Socio-cultural Animation) Allgemeine soziale Arbeit (General Social Work)
Musik, Theater und andere Instrumentale und vokale Musikpädagogik (Instrumental Künste (Music, Theatre and and Vocal Music Pedagogy) other Arts) Interpretation und Performance (Interpretation and Performance) Schulmusik und Kirchenmusik (School and Church Music) Dirigieren (Conducting) Spezialbereiche Musik (Music Specialities) Theaterschaffende als darstellende Künstler/innen (Acting) Theaterschaffende als leitende Künstler/innen (Theatre Direction) Bildende Kunst (Fine Arts) Lehrberufe für Gestaltung und Kunst (Teaching in Design and Art)
Angewandte Psychologie Angewandte Psychologie (Applied Psychology) (Applied Psychology)
Angewandte Linguistik Übersetzen (Translating) (Applied Linguistics) Dolmetschen (Interpreting)
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