AS 2008 5829
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
Änderung vom 12. November 2008
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:
I Die Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirt- schaft wird wie folgt geändert:
1. Die Anhänge 1, 3 und 5 werden gemäss Beilage geändert.
2. Anhang 6 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
II Diese Änderung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.
12. November 2008 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Doris Leuthard
Anhang 1 (Art. 1)
Zugelassene Pflanzenschutzmittel
Ziff. 1
– Insektenabwehr mit Fallen oder Dispensern mit naturidentischen Pheromo- nen wie z.B. die Verwirrungstechnik, Markierungspheromone – Repellents pflanzlicher und tierischer Herkunft – natürliche Feinde wie z.B. Schlupfwespen, Raubmilben, Raubwanzen, Gallmücken, Marienkäfer, Nematoden – natürliche Mikroorganismen und insektenpathogene Pilze (keine gentech- nisch veränderten Organismen) – mechanische Abwehrmittel wie z.B. Kulturschutznetze, Schneckenzäune, beleimte Kunststoff-Fallen, Leimringe – von natürlichen Mikroorganismen (keine gentechnisch veränderten Orga- nismen) erzeugte Substanzen: Spinosad
Ziff. 2
– Kaliumbicarbonat – Kaliumpermanganat, nur bei Obstbäumen und Reben – anorganische Kupferpräparate Kupfer in Form von Kupferhydroxid, Kupferoxichlorid, (dreibasischem) Kupfersulfat, Kupferoxid, Kupferoktanoat – Jahreshöchstmenge von 4 kg Kupfer-Metall je ha – Rebbau: Jahreshöchstmenge von 6 kg Kupfer-Metall je ha. Innert 5 aufeinanderfolgender Jahre maximal 20 kg Kupfer-Metall je ha; die Bilanzierung erfolgt ab dem 1. Januar 2002 – Lecithin (nicht aus gentechnisch veränderten Organismen) – pflanzliche Öle wie z.B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Fenchelöl (auch zur Keimhemmung) – Schwefelpräparate – Seifenpräparate – Senfmehl – Tonerdepräparate
5830
Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008
Anhang 3 (Art. 3)
Zugelassene Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe
Teil B.1
Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs
… Ethylen Nur zur Nachreifung von Bananen, Kiwis und Kakis; Nachreifung von Zitrusfrüchten nur als Teil einer Strategie zur Vermeidung von Schäden durch Fruchtfliegen; Blüteninduktion von Ananas; Keimverhinderung bei Kartof- feln und Zwiebeln; bei nachgewiesenem Bedarf zulässig …
5831
Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008
Anhang 5 (Art. 4a Abs. 1)
Gattungsspezifische Anforderungen an die Nutztierhaltung
Die Anforderungen für das RAUS-Programm der Ethoprogrammverordnung vom 25. Juni 20082 sind einzuhalten. Für Tiere der Ziegen- sowie der Schafgattung, die nicht unter Artikel 2 Buchstaben c und d der Ethoprogrammverordnung vom 25. Juni 2008 fallen, gelten die Anforderungen sinngemäss.
2 SR 910.132.4
5832
Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008
Anhang 6 (Art. 4a Abs. 2)
Anforderungen an den Laufhof und den Aussenklimabereich
1. Laufhof für Tiere der Rindergattung, Schafe und Ziegen
(Milch- und Fleischproduktion) Die Anforderungen nach Anhang 5 Ziffern 3, 4 und 5 der Ethoprogrammverordnung vom 25. Juni 20083 sind einzuhalten. Für Tiere der Ziegen- sowie der Schafgattung, die nicht unter Artikel 2 Buchstaben c und d der Ethoprogrammverordnung vom 25. Juni 2008 fallen, gelten die Anforderungen sinngemäss.
2. Gesamtfläche für Tiere der Schweinegattung
Die Anforderungen an den Laufhof nach Anhang 5 Ziffer 6 der Ethoprogramm- verordnung vom 25. Juni 2008 sind einzuhalten
Tiere Gesamtfläche (Stall und Laufhof) mindestens … m2/Tier
Nicht säugende Zuchtsauen 2,8 Zuchteber 10 Remonten und Mastschweine über 60 kg 1,65 Remonten und Mastschweine unter 60 kg 1,10 Abgesetzte Ferkel 0,80
3. Aussenklimabereich für Nutzgeflügel
Die Anforderungen nach Anhang 2 der Ethoprogrammverordnung vom 25. Juni
2008 sind einzuhalten.
3 SR 910.132.4
5833
Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008
5834