AS 2012 6401
Verordnung über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln, Zusatzstoffen für die Tierernährung und Diätfuttermitteln (Futtermittelbuch-Verordnung, FMBV)
Verordnung über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln, Zusatzstoffen für die Tierernährung und Diätfuttermitteln (Futtermittelbuch-Verordnung, FMBV)
Änderung vom 31. Oktober 2012
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) verordnet:
I Die Futtermittelbuch-Verordnung vom 26. Oktober 20111 wird wie folgt geändert:
Titel Verordnung des EVD über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln, Zusatzstoffen für die Tierernährung und Diätfuttermitteln (Futtermittelbuch-Verordnung, FMBV)
Art. 9 Abs. 1 Bst. b
1 Zusätzlich zu den Anforderungen nach Artikel 15 FMV muss die Kennzeichnung
von Mischfuttermitteln folgende Angaben umfassen: b. die Hinweise für die ordnungsgemässe Verwendung und die Hinweise nach Anhang 8.1 Ziffer 4, wenn das Futtermittel einen höheren Gehalt an Futter- mittelzusatzstoffen aufweist als die für Alleinfuttermittel festgelegten Höchstgehalte;
Art. 23a Übergangsbestimmung zur Änderung vom 31. Oktober 2012 Silage, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 31. Oktober 2012 mit Lactoba- cillus pentosus (DSM 14025) konserviert wurde, darf bis zur Erschöpfung der Bestände verfüttert werden.
II Die Anhänge 2 und 4.1 werden gemäss Beilage geändert.
1 SR 916.307.1
2012-1545 6401
Futtermittelbuch-Verordnung AS 2012
III Diese Änderung tritt 1. Januar 2013 in Kraft.
31. Oktober 2012 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Johann N. Schneider-Ammann
Futtermittelbuch-Verordnung AS 2012
Anhang 2 (Art. 17)
Liste der zugelassenen Futtermittelzusatzstoffe (Zusatzstoffliste)
Titel «Teil 1: Liste der zugelassenen Futtermittelzusatzstoffe» Aufgehoben
1. Kategorie: Technologische Futtermittelzusatzstoffe
Funktionsgruppe: a) Konservierungsmittel Der Futtermittelzusatzstoff E 490 wird aus der Liste entfernt.
Funktionsgruppe: c) Emulgatoren, d) Stabilisatoren, e) Verdickungsmittel und f) Geliermittel Der Futtermittelzusatzstoff E 490 wird aus der Liste entfernt.
Funktionsgruppe: k) Silierzusatzstoffe Der Futtermittelzusatzstoff Lactobacillus pentosus DSM 14025 wird aus der Liste entfernt.
Futtermittelbuch-Verordnung AS 2012
3. Kategorie: Ernährungsphysiologische Futtermittelzusatzstoffe
Funktionsgruppe: b) Verbindungen von Spurenelementen Die Kennnummer E4 erhält die folgende Fassung:
Kenn- Kate- Funktions- Element Futtermittelzusatzstoff Chemische Bezeichnung Höchstgehalt des Elementes in Sonstige Bestimmungen nummer gorie gruppe mg/kg des Alleinfuttermittels mit
12 % Feuchtigkeitsgehalt
1 2 3 4 5 6 7 8 E4 3 b Kupfer – Cu Kupfer-(II)-acetat, Cu(CH1COO)2 · H2O Schweine Folgende Erklärungen sind Monohydrat – Ferkel bis zu 12 Wo- auf dem Etikett und in den Basisches Kupfer-(II)- CuCO3 · Cu(OH)2 · H2O chen: 170 (insgesamt) Begleitpapieren anzubrin- carbonat, Monohydrat – sonstige Schweine 25 gen: (insgesamt) * Bei Rindern nach Kupfer-(II)-chlorid, CuCl2 · 2H2O Rinder* Beginn des Wiederkäu- Dihydrat – Milchaustauschfutter- eralters: Sofern der Kupfer-(II)-Methionat Cu(C5H10NO2S)2 mittel und sonstige Kupfergehalt in Futter- Alleinfuttermittel für mitteln weniger als Kupfer-(II)-oxid CuO Rinder vor dem Wie- 20 mg/kg beträgt: «Der Kupfer-(II)-sulfat, CuSO4 · H2O derkäueralter 15 (insge- Kupfergehalt dieses Monohydrat samt) Futtermittels kann bei – sonstige Rinder 35 Rindern, die auf Wei- Kupfer-(II)-sulfat, CuSO4 · 5H2O den mit hohem Molyb- Pentahydrat (insgesamt) dän- oder Schwefelge- Schafe** 15 (insgesamt) halt gehalten werden, zu Aminosäuren-Kupferchelat, Cu(x)1–3 · nH2O Hydrat (x = Anion von Aminosäuren Fische 25 (insgesamt) Kupfermangel führen». aus hydrolisiertem Soja- Schalentiere 50 (insge- ** Bei Schafen: Sofern protein) Molekulargewicht der Gehalt an Kupfer in samt) Futtermitteln 10 mg/kg höchstens 1500 sonstige Tierarten 25 übersteigt: «Der Kup- Glycin-Kupferchelat-Hydrat Cu (x)1–3 · nH2O (insgesamt) fergehalt dieses Futter- (x = Anion des synthetischen mittels kann bei be- Glycins) stimmten Schafrassen zu Vergiftungen führen».
Futtermittelbuch-Verordnung AS 2012
4. Kategorie: Fussnote bei der Überschrift
4. Kategorie: Zootechnische Futtermittelzusatzstoffe2
5. Kategorie: Fussnote bei der Überschrift
5. Kategorie: Kokzidiostatika und Histomonostatika3
2 Die Listen der bewilligten Futtermittelzusatzstoffe der 4. Kategorie können im Internet bei Agroscope unter www.agroscope.admin.ch > Praxis > Tierernäh- rung > Futtermittelkontrolle > Gesetzliche Grundlagen ab 2012 > Anhänge 1–11 > Anhang 2 > Anhang 2.4a, Anhang 2.4b und Anhang 2.4d abgerufen werden 3 Die Liste der bewilligten Futtermittelzusatzstoffe der 5. Kategorie kann im Internet bei Agroscope unter www.agroscope.admin.ch > Praxis > Tierernährung > Futtermittelkontrolle > Gesetzliche Grundlagen ab 2012 > Anhänge 1–11 > Anhang 2 > Anhang 2.5 abgerufen werden.
Futtermittelbuch-Verordnung AS 2012
Anhang 4.1 (Art. 2)
Liste der Stoffe, deren Inverkehrbringen oder Verwendung in der Tierernährung eingeschränkt oder verboten ist
Teil 1 Bst. e, g und j Die folgenden Stoffe dürfen nicht an Tiere verfüttert und nicht als Futtermittel für Tiere in Verkehr gebracht werden: e. alle Abfälle, die in den verschiedenen Phasen aus der Behandlung von kommunalem, häuslichem oder industriellem Abwasser gewonnen wurden, unabhängig davon, ob diese Abfälle weiter verarbeitet wurden und unabhän- gig vom Ursprung des Abwassers4; g. Aufgehoben j. Aufgehoben
Teil 2 Einleitungssatz, Bst. a–k Die folgenden Produkte dürfen nicht zur Produktion von Futtermitteln für Nutztiere verwendet, nicht als Futtermittel für Nutztiere in Verkehr gebracht und nicht an Nutztiere verfüttert werden: a.–k. Aufgehoben
Teil 3 Teil 3 Zur Fütterung dürfen tierische Nebenprodukte nur nach den Artikeln 27–34 der Verordnung vom 25. Mai 20115 über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten (VTNP) verwendet und in Verkehr gebracht werden.
4 Der Begriff «Abwasser» bezieht sich nicht auf «Prozesswasser», d.h. Wasser aus
unabhängigen Leitungen in Lebensmittel- oder Futtermittelbetrieben; sofern in diesen Leitungen Wasser geführt wird, darf zur Tierernährung nur genusstaugliches und sauberes Wasser geführt werden. 5 SR 916.441.22