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AS 2012 6587

AS 2012 6587

Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV)

Änderung vom 15. November 2012

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) verordnet:

I Die Krankenpflege-Leistungsverordnung vom 29. September 19951 wird wie folgt geändert:

Die Versicherung übernimmt die Kosten für folgende prophylaktische Impfungen unter folgenden Voraussetzungen:

Massnahme Voraussetzung

a. Impfung und Booster gegen Gemäss dem «Schweizerischen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Impfplan 2012» des Bundesamts für Poliomyelitis; Impfung gegen Gesundheit (BAG) und der Eidgenös- Masern, Mumps und Röteln sischen Kommission für Impffragen (EKIF)2. Auf die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln wird vom 1.1.2013 bis zum

31.12.2015 für Personen, die nach

dem 31.12.1963 geboren sind, keine Franchise erhoben. c. Haemophilus-Influenzae-Impfung Bei Kleinkindern bis zum Alter von fünf Jahren gemäss dem «Schweize- rischen Impfplan 2012» des BAG und der EKIF.

1 SR 832.112.31

2 Das Dokument ist einsehbar unter: www.bag.admin.ch/ref

2012-0579 6587

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahme Voraussetzung

h. Meningokokken-Impfung Gemäss dem «Schweizerischen Impf- plan 2012» des BAG und der EKIF. Die Kosten werden nur für die Impfung mit Impfstoffen übernommen, die für die betreffende Altersgruppe über die nötige Zulassung verfügen. Bei beruflicher und reisemedizinischer Indikation erfolgt keine Kostenüber- nahme durch die Versicherung. …

Die Versicherung übernimmt die Kosten für folgende Massnahmen zur frühzeitigen Erkennung in der allgemeinen Bevölkerung unter folgenden Voraussetzungen:

Massnahme Voraussetzung

a. Screening-Untersuchung auf Bei Neugeborenen. Phenylketonurie, Galaktosämie, Laboranalysen gemäss Analysenliste Biotinidasemangel, Adrenogenitales (AL). Syndrom, Kongenitale Hypothy- reose, Medium-Chain-Acyl-CoA- Die Kostenübernahme für die Untersu- Dehydrogenase (MCAD)-Mangel, chung auf Cystische Fibrose erfolgt nur, Cystische Fibrose. wenn die Bewilligung nach Artikel 12 GUMG3 vorliegt und ist befristet bis 31. Dezember 2013.

II

1 Anhang 1 wird gemäss Beilage geändert.

2 Anhang 2 («Mittel- und Gegenständeliste») wird geändert.4

3 Anhang 3 («Analysenliste») wird geändert.5

3 SR 810.12 4 In der AS nicht veröffentlicht (Art. 20a). Die Änderung kann eingesehen werden unter www.bag.admin.ch > Themen > Krankenversicherung > Tarife und Preise > Mittel- und Gegenständeliste. 5 In der AS nicht veröffentlicht (Art. 28). Die Änderung kann eingesehen werden unter www.bag.admin.ch > Themen > Krankenversicherung > Tarife und Preise > Analysen- liste.

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

III Diese Änderung tritt am 1. Januar 2013 in Kraft.

15. November 2012 Eidgenössisches Departement des Innern: Alain Berset

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Anhang 1 (Art. 1)

Ziff. 1, 2, 4, 5, 9 und 11

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

1 Chirurgie

1.2 Transplantationschirurgie

… Behandlung von Ja Mit autologen oder allogenen Hautäqui- 1.1.2001/ schwer heilenden valenten, die nach den entsprechenden 1.7.2002/ Wunden mittels gesetzlichen Vorschriften zugelassen sind. 1.1.2003/ gezüchteter Haut- Nach erfolgloser, lege artis durchgeführter 1.4.2003/ transplantate konservativer Therapie. 1.1.2004/ 1.1.2008/ Indikationsstellung und Wahl der Methode 1.8.2008/ bzw. des Produkts gemäss den «Richt- 1.1.2012 linien zum Einsatz von Hautäquivalenten bei schwer heilenden Wunden» der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Wund- behandlung vom 1. April 20116. Durchführung an Zentren, die von der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Wund- behandlung anerkannt sind. Soll die Behandlung in einem Zentrum durchgeführt werden, das von der Schwei- zerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung nicht anerkannt ist, ist vorgängig die Zustim- mung des Vertrauensarztes oder der Vertrauensärztin einzuholen.

1.3 Orthopädie, Traumatologie

… Ballon-Kyphoplastie Ja Frische schmerzhafte Wirbelkörper- 1.1.2004/ zur Behandlung frakturen, die nicht auf eine Behandlung 1.1.2005/ von Wirbelkörper- mit Analgetika ansprechen und eine 1.1.2008/ frakturen Deformität aufweisen, die korrigiert 1.1.2011/ werden muss. 1.1.2013 Indikationsstellung gemäss den Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Spinale Chirurgie vom 23.9.20047.

6 Das Dokument ist einsehbar unter: www.bag.admin.ch/ref

7 Das Dokument ist einsehbar unter: www.bag.admin.ch/ref

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

Durchführung der Operation nur durch einen qualifizierten Chirurgen. Bei den durch die Schweizerische Gesellschaft für Spinale Chirurgie, die Schweizerische Gesellschaft für Orthopädie und die Schweizerische Gesellschaft für Neuro- chirurgie anerkannten Chirurgen wird davon ausgegangen, dass sie entsprechend qualifiziert sind. Soll der Eingriff durch einen Chirurgen oder eine Chirurgin durchgeführt werden, der oder die nicht von der Schweizerischen Gesellschaft für Spinale Chirurgie, der Schweizerischen Gesellschaft für Orthopä- die und der Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie anerkannt ist, ist vor- gängig die Zustimmung des Vertrauensarz- tes oder der Vertrauensärztin einzuholen. …

2 Innere Medizin

2.1 Allgemein

… Hämatopoïetische In den von der Gruppe «Swiss Blood Stem 1.8.2008/ Stammzell- Cell Transplantation» (SBST) anerkannten 1.1.2011 Transplantation Zentren. Durchführung gemäss den von «The Joint Accreditation Committee-ISCT & EBMT (JACIE)» und der «Foundation for the Accreditation of Cellular Therapy (Fact)» herausgegebenen Normen: «FACT-JACIE International Standards for Cellular Therapy Product Collection, Processing and Administration. Fourth edition» vom Oktober 20088. Eingeschlossen ist die Operation beim Spender oder der Spenderin samt der Behandlung allfälliger Komplikationen sowie die Leistungen nach Artikel 14 Absätze 1 und 2 des Transplantations- gesetzes vom 8. Oktober 20049 und nach Artikel 12 der Transplantationsverordnung vom 16. März 200710. Ausgeschlossen ist eine Haftung des Versicherers des Empfängers oder der Empfängerin beim allfälligen Tod des Spenders oder der Spenderin.

8 Die Richtlinien sind einsehbar unter: www.bag.admin.ch/ref

9 SR 810.21 10 SR 810.211

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

– autolog Ja – bei Lymphomen 1.1.1997/ – bei akuter lymphatischer Leukämie 1.1.2013 – bei akuter myeloischer Leukämie – beim multiplen Myelom – beim Neuroblastom – beim Medulloblastom – beim Keimzelltumor. Ja Im Rahmen von klinischen Studien: 1.1.2002/ – bei myelodysplastischen Syndromen 1.1.2008/ – bei der chronisch myeloischen 1.1.2013 Leukämie bis – beim Ewing-Sarkom 31.12.2017 – bei Weichteilsarkomen – beim Wilms-Tumor – beim Rhabdomyosarkom. Ja In prospektiven kontrollierten klinischen 1.1.2002/ Multizenterstudien: 1.1.2008/ – bei Autoimmunerkrankungen. 1.1.2013 Kostenübernahme nur auf vorgängige bis besondere Gutsprache des Versicherers 31.12.2017 und mit ausdrücklicher Bewilligung des Vertrauensarztes oder der Vertrauens- ärztin. Nach erfolgloser konventioneller Therapie oder bei Progression der Erkrankung. Nein – im Rückfall einer akuten myeloischen 1.1.1997/ Leukämie 1.1.2008/ – im Rückfall einer akuten lymphatischen 1.1.2013 Leukämie – beim Mammakarzinom – beim kleinzelligen Bronchuskarzinom – bei kongenitalen Erkrankungen – beim Ovarialkarzinom – bei seltenen soliden Tumoren im Kindesalter. – allogen Ja – bei akuter myeloischer Leukämie 1.1.1997/ – bei akuter lymphatischer Leukämie 1.1.2013 – bei der chronischen myeloischen Leukämie – beim myelodysplastischen Syndrom – bei der aplastischen Anämie – bei Immundefekten und Inborn errors – bei der Thalassämie und der Sichelzellanämie (HLA-identisches Geschwister als Spender) – beim multiplen Myelom – bei lymphatischen Krankheiten (Hodgkin’s, Non-Hodgkin’s, chronisch lymphatische Leukämie).

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

Ja Im Rahmen von klinischen Studien: 1.1.2002/ – beim Nierenzellkarzinom. 1.1.2008/ 1.1.2013 bis 31.12.2017 Ja In prospektiven kontrollierten klinischen 1.1.2002/ Multizenterstudien: 1.1.2008/ – bei Autoimmunerkrankungen. 1.1.2013 Kostenübernahme nur auf vorgängige bis besondere Gutsprache des Versicherers 31.12.2017 und mit ausdrücklicher Bewilligung des Vertrauensarztes oder der Vertrauens- ärztin. Nach erfolgloser konventioneller Therapie oder bei Progression der Erkrankung. Nein – bei soliden Tumoren 1.1.1997/ – beim Melanom. 1.1.2008 Nein – beim Mammakarzinom. 1.1.2002/ 1.1.2008/ 1.1.2013 … Maintenance-of- Ja Indikationsstellung und Durchführung in 1.1.2000 Wakefulness-Test anerkannten Zentren, gemäss den «Richt- linien zur Zertifizierung von ‹Zentren für Schlafmedizin› zur Durchführung von Polysomnographien» der Schweizerischen Gesellschaft für Schlafforschung, Schlaf- medizin und Chronobiologie von 199911. …

2.2 Herz- und Kreislauferkrankungen, Intensivmedizin

… Perkutane interven- Bei inoperablen Patientinnen und Patienten 1.1.2013 tionelle Behandlung mit einer schweren Mitralklappeninsuffi- der schweren zienz (prädiktive Mortalität von Mitralklappeninsuffi- 10 %–15 % innerhalb von einem Jahr) und zienz geeigneter Herzklappenmorphologie. Teilnahme am «Swiss Mitra Registry» …

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Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

2.3 Neurologie inkl. Schmerztherapie und Anästhesie

… Bandscheiben- Ja In Evaluation 1.1.2004/ Prothesen Symptomatische degenerative Erkrankung 1.1.2005/ der Bandscheiben der Hals- und Lenden- 1.1.2008/ wirbelsäule. 1.1.2009/ 1.7.2009/ Eine 3-monatige (HWS) beziehungsweise 1.1.2011/ 6-monatige (LWS) konservative Therapie 1.1.2012 war erfolglos – Ausnahmen sind Patienten bis und Patientinnen mit degenerativen 31.12.2016 Erkrankungen der Hals- und Lenden- wirbelsäule, die auch unter stationären Therapiebedingungen an nicht beherrsch- baren Schmerzzuständen leiden oder bei denen trotz konservativer Therapie progre- diente neurologische Ausfälle auftreten. – Degeneration von maximal zwei Segmenten – minimale Degeneration der Nachbar- segmente – keine primäre Facettengelenksarthrose (LWS) – keine primäre segmentale Kyphose (HWS) – Beachtung der allgemeinen Kontraindi- kationen. Durchführung der Operation nur durch einen qualifizierten Chirurgen oder eine qualifizierte Chirurgin. Bei den durch die Schweizerische Gesellschaft für Spinale Chirurgie, die Schweizerische Gesellschaft für Orthopädie und die Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie anerkann- ten Chirurgen und Chirurginnen wird davon ausgegangen, dass sie entsprechend qualifiziert sind. Soll der Eingriff durch Chirurgen oder Chirurginnen durchgeführt werden, die nicht von der Schweizerischen Gesell- schaft für Spinale Chirurgie, der Schweize- rischen Gesellschaft für Orthopädie und der Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie anerkannt sind, ist vorgän- gig die Zustimmung des Vertrauensarztes oder der Vertrauensärztin einzuholen. Die Leistungserbringer liefern dem Institut für evaluative Forschung in der orthopädi- schen Chirurgie der Universität Bern die für eine nationale Evaluation erforder- lichen Daten.

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

Interspinöse dyna- Ja In Evaluation 1.1.2007/ mische Stabilisierung Durchführung der Operation nur durch 1.1.2008/ der Wirbelsäule (z.B. einen qualifizierten Chirurgen oder eine 1.1.2009/ vom Typ DIAM) qualifizierte Chirurgin. Bei den durch die 1.7.2009/ Schweizerische Gesellschaft für Spinale 1.1.2011/ Chirurgie, die Schweizerische Gesellschaft 1.1.2012 für Orthopädie und die Schweizerische bis Gesellschaft für Neurochirurgie anerkann- 31.12.2013 ten Chirurgen und Chirurginnen wird davon ausgegangen, dass sie entsprechend qualifiziert sind. Soll der Eingriff durch Chirurgen oder Chirurginnen durchgeführt werden, die nicht von der Schweizerischen Gesell- schaft für Spinale Chirurgie, der Schweize- rischen Gesellschaft für Orthopädie und der Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie anerkannt sind, ist vorgän- gig die Zustimmung des Vertrauensarztes oder der Vertrauensärztin einzuholen. Die Leistungserbringer liefern dem Institut für evaluative Forschung in der orthopädi- schen Chirurgie der Universität Bern die für eine nationale Evaluation erforderli- chen Daten. Dynamische Stabili- Ja In Evaluation 1.1.2007/ sierung der Wirbel- Durchführung der Operation nur durch 1.1.2008/ säule (z.B. vom Typ einen qualifizierten Chirurgen oder eine 1.1.2009/ DYNESYS) qualifizierte Chirurgin. Bei den durch die 1.7.2009/ Schweizerische Gesellschaft für Spinale 1.1.2011/ Chirurgie, die Schweizerische Gesellschaft 1.1.2012 für Orthopädie und die Schweizerische bis Gesellschaft für Neurochirurgie anerkann- 31.12.2016 ten Chirurgen und Chirurginnen wird davon ausgegangen, dass sie entsprechend qualifiziert sind. Soll der Eingriff durch Chirurgen oder Chirurginnen durchgeführt werden, die nicht von der Schweizerischen Gesell- schaft für Spinale Chirurgie, der Schweize- rischen Gesellschaft für Orthopädie und der Schweizerische Gesellschaft für Neurochirurgie anerkannt sind, ist vorgän- gig die Zustimmung des Vertrauensarztes oder der Vertrauensärztin einzuholen. Die Leistungserbringer liefern dem Institut für evaluative Forschung in der orthopädi- schen Chirurgie der Universität Bern die für eine nationale Evaluation erforder- lichen Daten. …

Krankenpflege-Leistungsverordnung AS 2012

Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

4 Pädiatrie, Kinderpsychiatrie

Ambulante multi- Ja In Evaluation 1.1.2008/ professionelle Thera- 1. Therapieindikation: 1.7.2009 pieprogramme für a. bei Adipositas bis übergewichtige und (BMI > 97. Perzentile); 31.12.2013 adipöse Kinder und b. bei Übergewicht (BMI zwischen Jugendliche 90. und 97. Perzentile) und Vorlie- gen mindestens einer der folgenden Krankheiten, deren Prognose sich durch das Übergewicht verschlech- tert oder die eine Folge des Überge- wichts ist: Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, gestörte Glukoseto- leranz, endokrine Störungen, Syn- drom der polyzystischen Ovarien, orthopädische Erkrankungen, nicht alkoholbedingte Fettleberhepatitis, respiratorische Erkrankungen, Glomerulopathie, Essstörungen in psychiatrischer Behandlung. Definition von Adipositas, Übergewicht und Krankheiten gemäss den von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädi- atrie (SGP) herausgegebenen Empfeh- lungen in der Fachzeitschrift «Pediatri- ca», Ausgabe No. 6/2006 vom

19.12.200612 und No. 1/2011 vom

4.3.201113.

2. Programme:

a. multiprofessioneller Therapieansatz gemäss den vom Schweizer Fach- verein Adipositas im Kindes- und Jugendalter (akj) herausgegebenen Anforderungen in der Fachzeitschrift «Pediatrica», Ausgabe No. 2/2007 vom 13.4.200714; b. ärztlich geleitete Gruppenpro- gramme, anerkannt durch die gemeinsame Kommission der SGP und des akj.

3. Einheitliches Evaluationsdesign mit

Mengen- und Kostenstatistik: a. Behandlungen im Rahmen des Evaluationsprojektes der SGP und des akj; b. für Behandlungen im Rahmen dieses Evaluationsprojektes wird eine pau- schale Vergütung vereinbart.

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5 Dermatologie

… Dreidimensionale Ja Für die Behandlung chronischer Wunden. 1.7.2011 biologische extrazel- Indikationsstellung und Wahl der Methode luläre Matrix tieri- bzw. des Produkts gemäss den «Richt- schen Ursprungs linien zum Einsatz von azellulären biolo- gisch aktiven Materialien bei schwer heilenden Wunden» der Schweizerischen Gesellschaft für Dermatologie und Vene- rologie und der Schweizerischen Gesell- schaft für Wundbehandlung (SafW) vom 1.7.201115. Durchführung an Zentren, die von der Schweizerischen Gesellschaft für Derma- tologie und Venerologie und der Schwei- zerischen Gesellschaft für Wundbehand- lung anerkannt sind. Soll die Behandlung in einem Zentrum durchgeführt werden, das von der Schwei- zerischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und der Schweizerischen Gesellschaft für Wundbehandlung nicht anerkannt ist, ist vorgängig die Zustim- mung des Vertrauensarztes oder der Vertrauensärztin einzuholen. …

9 Radiologie

9.2 Andere bildgebende Verfahren

… Positron-Emissions- Ja Mittels F-2-Fluoro-Deoxy-Glucose (FDG) 1.1.1994/ Tomographie (PET) 1. Durchführung in Zentren, welche die 1.4.1994/ administrativen Richtlinien vom 1.1.1997/ 20. Juni 200816 der Schweizerischen 1.1.1999/ Gesellschaft für Nuklearmedizin 1.1.2001/ (SGNM) erfüllen. 1.1.2004/ 1.1.2005/

2. Bei folgenden Indikationen: 1.1.2006/

a. in der Kardiologie: 1.8.2006/ – präoperativ vor einer Herz- 1.1.2009/ transplantation. 1.1.2011

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Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

b. in der Onkologie: – gemäss den klinischen Richtlinien der SGNM vom 7. April 200817 zu FDG-PET. Nein Mittels F-2-Fluoro-Deoxy-Glucose (FDG) 1.8.2006/ bei folgenden Indikationen: 1.1.2007/ 1.1.2011/ 1.1.2013 a. in der Kardiologie: – bei einem dokumentierten Status nach Infarkt und Verdacht auf «hibernating myocardium» vor einer Intervention (PTCA/CABG) – zum Nachweis oder Ausschluss einer Ischämie bei angiographisch doku- mentierter Mehrgefässerkrankung oder bei komplexer Koronaranatomie wie z.B. nach einer Revaskularisa- tion, oder bei Verdacht auf Mikro- zirkulationsstörung. b. in der Neurologie: – präoperativ vor einer aufwendigen Revaskularisationschirurgie bei ze- rebraler Ischämie – Abklärung von Demenzen – bei therapieresistenter fokaler Epilepsie. Mit anderen Isotopen als F-2-Fluoro- 1.1.2011/ Deoxy-Glucose (FDG) 1.1.2013 …

9.3 Interventionelle Radiologie und Strahlentherapie

… Embolisation von Ja Durch Fachärzte und Fachärztinnen für 1.1.2004/ Gebärmuttermyomen Radiologie mit Erfahrung mit inter- 1.1.2005/ ventionell-radiologischen Techniken. 1.1.2010/ Zeitgemässe Angiografieanlage. 1.1.2011/ 1.1.2013 …

11 Rehabilitation

… Rehabilitation für Kostenübernahme nur auf vorgängige 12.5.1977/ Patienten und Patien- besondere Gutsprache des Versicherers 1.1.1997/ tinnen mit Herz- und mit ausdrücklicher Bewilligung des 1.1.2000/ Kreislauferkrankun- Vertrauensarztes oder der Vertrauens- 1.1.2003/ gen oder Diabetes ärztin. 1.1.2009/ Die Rehabilitation bei Hauptdiagnose 1.7.2009/ periphere arterielle Verschlusskrankheit 1.1.2010/ (PAVK) und Diabetes erfolgt ambulant. 1.7.2011/

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Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

Die kardiale Rehabilitation kann ambulant 1.1.2013 oder stationär durchgeführt werden. Eher für eine stationäre Rehabilitation sprechen: – erhöhtes kardiales Risiko – verminderte Leistung des Myokards – Komorbidität (Diabetes mellitus, COPD usw.). Die Dauer eines ambulanten Rehabilita- tionsprogramms beträgt je nach Intensität des Behandlungsangebotes zwischen zwei und sechs Monaten. Die Dauer der stationären Behandlung beträgt in der Regel vier Wochen, kann aber in weniger komplexen Fällen auf zwei bis drei Wochen verkürzt werden. Die Rehabilitation wird in einer ärztlich geleiteten Institution durchgeführt, welche bezüglich Programmablauf, Personal und Infrastruktur den nachfolgenden Vorgaben entspricht: Kardiale Rehabilitation: Anforderungs- profil der Schweiz. Arbeitsgruppe für kardiale Rehabilitation der Schweiz. Gesellschaft für Kardiologie (SAKR) für von der SAKR offiziell anerkannte Rehabilitations-Kliniken/ Institutionen vom 15. März 201118. Rehabilitation bei PAVK: Anforderungs- profil der Schweizerische Gesellschaft für Angiologie vom 5. März 200919. Rehabilitation bei Diabetes: Anforde- rungsprofil der Schweizerischen Gesell- schaft für Endokrinologie und Diabetolo- gie vom 17. November 201020. Indikationen: Ja – Patienten und Patientinnen mit Status nach Myokardinfarkt, mit oder ohne PTCA – Patienten und Patientinnen mit Status nach Bypass-Operation – Status nach anderen Interventionen am Herzen oder an den grossen Gefässen – Patienten und Patientinnen nach PTCA, vor allem bei vorgängiger Inaktivierung und/oder Vorliegen multipler Risiko- faktoren

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Massnahmen Leistungs- Voraussetzungen gültig ab pflicht

– Patienten und Patientinnen mit chroni- scher Herzkrankheit und multiplen therapierefraktären Risikofaktoren und sonst guter Lebenserwartung – Patienten und Patientinnen mit chroni- scher Herzkrankheit und mit schlechter Ventrikelfunktion – Patienten und Patientinnen mit Diabetes mellitus Typ II (Limitation: höchstens einmal in drei Jahren). Ja – Patienten und Patientinnen mit sympto- 1.7.2009/ matischer peripherer arterieller Ver- 1.1.2013 schlusskrankheit (PAVK), ab Stadium IIa nach Fontaine. Pulmonale Ja Programme für Patienten und Patientinnen 1.1.2005 Rehabilitation mit schweren chronischen Lungenkrank- heiten. Die Therapie kann ambulant oder stationär in einer ärztlich geleiteten Institution durchgeführt werden. Programmablauf, Personal und Infrastruktur müssen dem Anforderungsprofil der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie, Kommis- sion für Pulmonale Rehabilitation und Patientenschulung von 200321 entspre- chen. Der Leiter oder die Leiterin des Programms muss durch die Schweizeri- sche Gesellschaft für Pneumologie, Kom- mission für Pulmonale Rehabilitation und Patientenschulung, anerkannt sein. Kostenübernahme maximal 1 mal pro Jahr. Kostenübernahme nur auf vorgängige besondere Gutsprache des Versicherers und mit ausdrücklicher Bewilligung des Vertrauensarztes oder der Vertrauens- ärztin.

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