AS 2016 4051
AS 2016 4051
Verordnung zur Reduktion von Risiken beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen (Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, ChemRRV)
Änderung vom 27. Oktober 2016
Das Bundesamt für Umwelt, gestützt auf Anhang 1.17 Ziffer 5 Absatz 2, Anhang 2.16 Ziffer 5.5 Absatz 1 und Anhang 2.18 Ziffer 6 Absatz 1 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung vom 18. Mai 20051, verordnet:
I Die Anhänge 1.17, 2.16 und 2.18 der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung vom 18. Mai 2005 werden gemäss Beilage geändert.
II Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 2016 in Kraft.
27. Oktober 2016 Bundesamt für Umwelt: Marc Chardonnens
1 SR 814.81
2016-2330 4051
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung AS 2016
Anhang 1.17 (Art. 3)
Titel Fussnote
Stoffe nach Anhang XIV der Verordnung (EG) Nr. 1907/20062
Ziff. 5 Abs. 1 Eintrag Nr. 15
5 Liste der Stoffe nach Ziffer 1 und Übergangsbestimmungen
1 Ziffer 1 gilt für die nachfolgend aufgelisteten Stoffe mit den in den Spalten «Über- gangsfrist», «Ausgenommene Verwendungen oder Verwendungskategorien» und «Überprüfungszeiträume» vorgesehenen Massgaben.
Eintrag Stoff Verbotsbe- Übergangsfrist Ausgenommene Über- Nr. gründende inhärente Verwendungen oder prüfungs- Eigenschaften Verwendungs- zeiträume kategorien
15. Trichlorethylen Krebserzeugend 1. Dezember – –
EG-Nr.: 201-167-4 (Kategorie 1B) 2019 CAS Nr.: 79-01-6
2 Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemi- scher Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 793/93 des Rates, der Verordnung (EG) Nr. 1488/94 der Kommission, der Richtlinie 76/769/EWG des Rates sowie der Richtlinien 91/155/EWG, 93/67/EWG, 93/105/EG und 2000/21/EG der Kommission, ABl. L 396 vom 30.12.2006, S. 1; zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 895/2014, ABl. L 244 vom 19.8.2014, S. 6.
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung AS 2016
Anhang 2.16 (Art. 3)
Besondere Bestimmungen zu Metallen
Ziff. 5.1 Fussnote
Betrifft nur den französischen und den italienischen Text.
Ziff. 5.3 Abs. 1 Bst. a
5.3 Ausnahmen
1 Das Verbot nach Ziffer 5.2 Absatz 1 gilt nicht für:
a. in Anhang II der Richtlinie 2000/53/EG3 ohne Befristung aufgeführte Fahr- zeugwerkstoffe und -bauteile unter den dort genannten Bedingungen;
3 Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. September 2000 über Altfahrzeuge, ABl. L 269 vom 21.10.2000, S. 34; zuletzt geändert durch Richt- linie (EU) 2016/774, ABl. L 128 vom 19.5.2016, S. 4.
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung AS 2016
Anhang 2.18 (Art. 3)
Elektro- und Elektronikgeräte
Ziff. 1 Abs. 1 Fussnote
1 Begriffe
1 Elektro- und Elektronikgeräte sind Geräte nach Artikel 3 Nummer 1 in Verbindung mit Nummer 2 der Richtlinie 2011/65/EU4, wenn sie unter die in Anhang I dieser Richtlinie aufgeführten Kategorien fallen.
Ziff. 2 Abs. 1
2 Verbote
1 Elektro-und Elektronikgeräte, Kabel und Ersatzteile dürfen nicht in Verkehr
gebracht werden, wenn der Massengehalt folgender in Anhang II der Richtlinie 2011/65/EU5 aufgelisteten Stoffe die nachstehend aufgeführten Konzentrations- höchstwerte im homogenen Werkstoff übersteigt:
Nr. Stoffe Konzentrationshöchstwerte (Massengehalte)
1. Blei 0,1 Prozent
2. Quecksilber 0,1 Prozent
3. Cadmium 0,01 Prozent
4. Sechswertiges Chrom 0,1 Prozent
5. Polybromierte Biphenyle 0,1 Prozent
6. Polybromierte Diphenylether 0,1 Prozent
7. Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) 0,1 Prozent
CAS-Nr. 117-81-7
8. Benzylbutylphthalat (BBP) 0,1 Prozent
CAS-Nr. 85-68-7
9. Dibutylphthalat (DBP) 0,1 Prozent
CAS-Nr. 84-74-2
10. Diisobutylphthalat (DIBP) 0,1 Prozent
CAS-Nr. 84-69-5
4 Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2011 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektro- nikgeräten, Fassung gemäss ABl. L 174 vom 1.7.2011, S. 88. 5 Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2011 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektro- nikgeräten, ABl. L 174 vom 1.7.2011, S. 88; zuletzt geändert durch Delegierte Richtlinie (EU) 2016/1029, ABl. L 168 vom 25.6.2016, S. 15.
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung AS 2016
Ziff. 3 Abs. 1 Bst. c Fussnote
3 Ausnahmen
1 Die Verbote nach Ziffer 2 gelten vorbehältlich Absatz 2 nicht für:
c. Elektro- und Elektronikgeräte, Kabel und Ersatzteile, die in den Anhän- gen III und IV der Richtlinie 2011/65/EU6 aufgeführte Stoffe für die dort genannten Verwendungen enthalten.
Ziff. 8 Abs. 1, 2 und 5
8 Übergangsbestimmungen
1 Die Verbote nach Ziffer 2 Absatz 1 Nummern 1–6 gelten nicht:
a. für folgende Geräte, die in der Schweiz oder einem Mitgliedsstaat der Euro- päischen Union (EU) oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) vor den genannten Daten erstmals in Verkehr gebracht worden sind:
Gerät Datum
medizinische Geräte 22. Juli 2014 Überwachungs- und Kontrollinstrumente 22. Juli 2014 In-vitro-Diagnostika 22. Juli 2016 industrielle Überwachungs- und Kontrollinstrumente 22. Juli 2017 Geräte, die nicht unter den Geltungsbereich der Richtlinie 22. Juli 2019 2002/95/EG7 gefallen sind und die den Anforderungen der Richtlinie 2011/65/EU8 nicht entsprechen würden (Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 2011/65/EU)
b. für die übrigen Elektro- und Elektronikgeräte, die in der Schweiz oder einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder der Europäischen Frei- handelsassoziation (EFTA) vor dem 1. Juli 2006 erstmals in Verkehr ge- bracht worden sind.
2 Die Verbote nach Ziffer 2 Absatz 1 Nummern 7–10 gelten nicht:
a. für medizinische Geräte, Überwachungs- und Kontrollinstrumente, In-vitro- Diagnostika sowie industrielle Überwachungs- und Kontrollinstrumente, die in der Schweiz oder einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) vor dem 22. Juli 2021 erstmals in Verkehr gebracht worden sind;
6 Siehe Fussnote zu Ziffer 2 Absatz 1.
7 Richtlinie 2002/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Januar 2003 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, ABl. L 37 vom 13.2.2003, S. 19; zuletzt geändert durch Beschluss 2011/534/EU, ABl. L 234 vom 10.9.2011, S. 44; aufgehoben durch Richtlinie 2011/65/EU, ABl. L 174 vom 1.7.2011, S. 88.
8 Siehe Fussnote zu Ziffer 1 Absatz 1.
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung AS 2016
b. für die übrigen Elektro- und Elektronikgeräte, die in der Schweiz oder einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (EU) oder der Europäischen Frei- handelsassoziation (EFTA) vor dem 22. Juli 2019 erstmals in Verkehr gebracht worden sind.
5 Wenn Elektro- und Elektronikgeräte, Kabel oder Ersatzteile Hexabrombiphenyl
oder polybromierte Diphenylether, mit Ausnahme von Decabromdiphenylether, enthalten, gelten die Absätze 1 Buchstabe a, 3 und 4 nicht.