AS 2017 455
Protokoll zur Änderung des Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und der Republik Serbien
Übersetzung1
Protokoll zur Änderung des Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und der Republik Serbien2
Abgeschlossen in Belgrad am 20. Mai 2015 Von der Bundesversammlung genehmigt am 17. März 20163 Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 18. April 2016 In Kraft getreten für die Schweiz am 1. Februar 2017
Island, das Fürstentum Liechtenstein, das Königreich Norwegen und die Schweizerische Eidgenossenschaft (nachfolgend als die «EFTA-Staaten» bezeichnet), einerseits, und die Republik Serbien (nachfolgend als «Serbien» bezeichnet), andererseits, nachfolgend jeder einzelne Staat als «Vertragspartei» und gemeinsam als die «Ver- tragsparteien» bezeichnet: gestützt auf das am 17. Dezember 2009 in Genf unterzeichnete Freihandelsabkom- men zwischen den EFTA-Staaten und der Republik Serbien, nachfolgend als das «Abkommen» bezeichnet, gestützt auf ihr Bekenntnis, das Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen, und in Anerkennung der Bedeutung, die diesbezüglich der Kohärenz und gegenseitigen Abhängigkeit der Handels-, Umwelt- und Arbeitspolitiken zukommt, gestützt auf an der ersten Sitzung des Gemischten Ausschusses EFTA–Serbien vom 25. Oktober 2012 in Genf sowie später geführte Gespräche über das Hinzufügen eines Kapitels über Handel und nachhaltige Entwicklung zum Abkommen, gestützt auf Artikel 40 des Abkommens, vereinbaren folgende Änderungen zum Abkommen:
1 Übersetzung des englischen Originaltextes.
2 SR 0.632.316.821 3 AS 2017 453
2015-3156 455
Änd. des Freihandelsabkommens zwischen den EFTA-Staaten und Serbien. Prot. AS 2017
Art. 1 Der folgende Text ersetzt die gesamte Präambel des Abkommens:
«Präambel Island, das Fürstentum Liechtenstein, das Königreich Norwegen und die Schweizerische Eidgenossenschaft (nachfolgend als die «EFTA-Staaten» bezeichnet), einerseits, und die Republik Serbien, (nachfolgend als «Serbien» bezeichnet), andererseits, nachfolgend jeder einzelne Staat als «Vertragspartei» und gemeinsam als die «Ver- tragsparteien» bezeichnet: in Anerkennung des gemeinsamen Wunsches, die Bande zwischen den EFTA- Staaten einerseits und Serbien andererseits durch die Errichtung enger und dauer- hafter Beziehungen zu festigen; eingedenk ihrer Absicht, sich am Prozess der wirtschaftlichen Integration innerhalb der Region Euro-Mittelmeer aktiv zu beteiligen, und ihre Bereitschaft ausdrückend, bei der Suche nach Mitteln und Wegen zur Festigung dieses Prozesses zusammen- zuarbeiten; in Bekräftigung ihres Bekenntnisses zur Demokratie, zu den Menschenrechten und Grundfreiheiten und zu den politischen und wirtschaftlichen Freiheiten im Einklang mit ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen, einschliesslich der Charta der Verein- ten Nationen4 und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte; in Bekräftigung ihres Bekenntnisses, das Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen, und in Anerkennung der Bedeutung, die diesbezüglich der Kohärenz und gegenseitigen Abhängigkeit der Handels-, Umwelt- und Arbeitspolitiken zukommt; in Bekräftigung ihrer Rechte und Pflichten aus den multilateralen Umweltüberein- kommen, denen sie angehören, und der Einhaltung der grundlegenden Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter, einschliesslich der Grundsätze der massgeblichen Über- einkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (nachfolgend als «IAO» be- zeichnet)5, denen sie angehören; mit dem Ziel, in ihren jeweiligen Hoheitsgebieten neue Beschäftigungsmöglichkei- ten zu schaffen und die Gesundheits- und Lebensverhältnisse zu verbessern sowie gleichzeitig ein hohes Niveau beim Schutz der Gesundheit, der Sicherheit sowie der Umwelt sicherzustellen; mit dem Wunsch, günstige Voraussetzungen für die Entwicklung und Diversifi- zierung des gegenseitigen Handels zu schaffen und die handels- und wirtschaftspoli- tische Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse auf der Grundlage
4 SR 0.120 5 SR 0.820.1
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der Gleichberechtigung, des beiderseitigen Nutzens, der Nichtdiskriminierung und des Völkerrechts zu fördern; entschlossen, auf ihren jeweiligen Rechten und Pflichten aus dem Abkommen von Marrakesch zur Errichtung der Welthandelsorganisation6 (nachfolgend als «WTO- Abkommen» bezeichnet) und den anderen darunter fallenden Abkommen aufbauend das multilaterale Handelssystem zu fördern und zu stärken und damit zur harmoni- schen Entwicklung und Ausweitung des Welthandels beizutragen; in Erwägung, dass keine Bestimmung dieses Abkommens dahingehend ausgelegt werden kann, dass sie die Vertragsparteien von ihren Pflichten aus anderen interna- tionalen Verträgen, insbesondere dem Abkommen von Marrakesch zur Errichtung der WTO und den anderen darunter fallenden Abkommen, entbindet; entschlossen, dieses Abkommen mit dem Ziel zu verwirklichen, die Umwelt durch vernünftige Umweltbewirtschaftung zu erhalten und zu schützen und eine optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen der Welt in Übereinstimmung mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu fördern; in Bekräftigung ihres Bekenntnisses zur Rechtsstaatlichkeit, zur Verhinderung und Bekämpfung von Korruption im internationalen Handel und bei internationalen Investitionen sowie zur Förderung der Grundsätze von Transparenz und guter Regie- rungsführung; in Anerkennung der Bedeutung von verantwortungsvollem Unternehmensverhalten und von dessen Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung und in Bekräfti- gung ihrer Unterstützung für Bemühungen zur Förderung einschlägiger internatio- naler Normen; ihre Bereitschaft bekundend, die Möglichkeit zur Entwicklung und Vertiefung ihrer Wirtschaftsbeziehungen zu prüfen, um sie auf Bereiche auszudehnen, die nicht unter dieses Abkommen fallen; überzeugt, dass dieses Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen auf den Weltmärkten verbessern und Bedingungen schaffen wird, die für die Wirt- schafts-, Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen ihnen förderlich sind; in Anerkennung der Bedeutung von guter Unternehmensführung und verantwor- tungsvollem Unternehmensverhalten für die nachhaltige Entwicklung und in Bekräf- tigung ihres Zieles, Unternehmen zur Berücksichtigung von entsprechenden interna- tional anerkannten Richtlinien und Grundsätzen wie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den OECD-Grundsätzen der Corporate Governance
und den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen zu ermutigen; haben zur Erreichung dieser Ziele folgendes Abkommen (nachfolgend als das «Abkommen» bezeichnet) abgeschlossen:»
6 SR 0.632.20
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Art. 2 In Artikel 1 («Ziele») des Abkommens wird der gesamte Absatz 1 durch folgenden neuen Wortlaut ersetzt: «1. Die EFTA-Staaten und Serbien errichten mit diesem Abkommen und den Zu- satzabkommen über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die gleich- zeitig zwischen jedem einzelnen EFTA-Staat und Serbien abgeschlossen werden, eine Freihandelszone, um den Wohlstand und die nachhaltige Entwicklung in ihren Hoheitsgebieten zu fördern.» In Artikel 1 («Ziele») Absatz 2 des Abkommens wird Buchstabe e durch Buch- stabe f des gleichen Artikels mit folgendem Wortlaut ersetzt: «(f) auf diese Weise einen Beitrag zur harmonischen Entwicklung und Auswei- tung des Welthandels zu leisten.»
Artikel 1 («Ziele») Absatz 2 des Abkommens wird durch einen neuen Buchstaben e mit folgendem Wortlaut ergänzt: «(e) die Entwicklung des internationalen Handels auf eine Weise, die zum Ziel der nachhaltigen Entwicklung beiträgt und sicherstellt, dass dieses Ziel in der Handelsbeziehung der Vertragsparteien eingeschlossen ist und in ihr Ausdruck findet; und»
Art. 3 Im Anschluss an Artikel 31 wird ein neues 6. Kapitel mit dem Titel «Handel und nachhaltige Entwicklung» eingefügt, das die Artikel 32‒41 mit folgendem Wortlaut umfasst:
«6. Kapitel Handel und nachhaltige Entwicklung
Art. 32 Hintergrund und Ziele
1. Die Vertragsparteien erinnern an die Stockholmer Erklärung von 1972 über die
Umwelt des Menschen, die Rio-Erklärung von 1992 über Umwelt und Entwicklung, die Agenda 21 von 1992 für Umwelt und Entwicklung, den Aktionsplan von Johan- nesburg von 2002 für nachhaltige Entwicklung, das Ergebnisdokument von Rio+20 von 2012 mit dem Titel «Die Zukunft, die wir wollen», die Erklärung der IAO von
1998 über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemass-
nahmen, die Ministererklärung des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Natio- nen von 2006 zu Vollbeschäftigung und menschenwürdiger Arbeit sowie an die Erklärung der IAO von 2008 über soziale Gerechtigkeit für eine faire Globalisie- rung.
2. Die Vertragsparteien anerkennen, dass die Wirtschaftsentwicklung, die soziale
Entwicklung und der Umweltschutz Elemente der nachhaltigen Entwicklung sind, die voneinander abhängig sind und sich gegenseitig unterstützen. Sie betonen den Nutzen der Zusammenarbeit in handelsbezogenen Arbeits- und Umweltangelegen-
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heiten als Teil eines umfassenden Ansatzes für Handel und nachhaltige Entwick- lung. 3. Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Verpflichtung, die Entwicklung des inter- nationalen Handels in einer Weise zu fördern, die einen Beitrag zum Ziel der nach- haltigen Entwicklung leistet, sowie dieses Ziel in ihre Handelsbeziehung einzube- ziehen und zu berücksichtigen.
Art. 33 Anwendungsbereich Vorbehältlich anderslautender Bestimmungen dieses Kapitels gilt dieses Kapitel für von den Vertragsparteien getroffene oder beibehaltene Massnahmen, die handels- und investitionsrelevante Aspekte von Arbeits7- und Umweltfragen betreffen.
Art. 34 Recht auf Regulierungstätigkeit und Schutzniveaus
1. Unter Anerkennung des Rechts jeder Vertragspartei, gemäss den Bestimmungen
dieses Abkommens ihr eigenes Arbeitsschutz- und Umweltschutzniveau zu bestim- men und ihre massgebenden Gesetze und Politiken entsprechend festzulegen oder zu ändern, ist jede Vertragspartei bestrebt, sicherzustellen, dass ihre Gesetze, Politiken und Praktiken ein hohes Umweltschutz- und Arbeitsschutzniveau vorsehen und fördern, das mit den Normen, Grundsätzen und Übereinkommen nach den Arti- keln 36 und 37 im Einklang steht, und bemüht sich, die in diesen Gesetzen und Politiken vorgesehenen Schutzniveaus weiter zu verbessern.
2. Die Vertragsparteien anerkennen die Bedeutung der Berücksichtigung von wis-
senschaftlichen, technischen und sonstigen Informationen sowie der einschlägigen internationalen Normen, Richtlinien und Empfehlungen bei der Vorbereitung und Umsetzung von Massnahmen, die im Zusammenhang mit Umwelt- und Arbeitsbe- dingungen stehen und Auswirkungen auf den Handel und die Investitionen zwischen den Vertragsparteien haben.
Art. 35 Aufrechterhaltung der Schutzniveaus bei der Anwendung und Durchsetzung von Gesetzen, Vorschriften oder Normen
1. Die Vertragsparteien setzen ihre Gesetze, Vorschriften oder Normen im Bereich
des Umwelt- und Arbeitsschutzes in einer Weise wirksam durch, die den Handel oder die Investitionen zwischen den Vertragsparteien nicht beeinflusst.
2. Vorbehältlich Artikel 34 darf keine Vertragspartei:
(a) das in ihren Gesetzen, Vorschriften oder Normen vorgesehene Umwelt- schutz- oder Arbeitsschutzniveau allein als Anreiz für Investitionen aus einer anderen Vertragspartei oder zur Erreichung oder Vergrösserung eines Wett- bewerbsvorteils zugunsten von in ihrem Hoheitsgebiet tätigen Herstellern oder Dienstleistungserbringern abschwächen oder senken; oder
7 Wird in diesem Kapitel auf Arbeit Bezug genommen, so schliesst dies die Punkte ein, die für die in der IAO vereinbarten Agenda für menschenwürdige Arbeit massgebend sind.
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(b) auf solche Gesetze, Vorschriften und Normen verzichten oder sonst von ihnen abweichen, noch einen solchen Verzicht oder eine solche Abweichung anbieten, um Investitionen aus einer anderen Vertragspartei zu fördern oder einen Wettbewerbsvorteil zugunsten von in ihrem Hoheitsgebiet tätigen Herstellern oder Dienstleistungserbringern zu erzielen oder zu vergrössern.
Art. 36 Internationale Arbeitsnormen und Arbeitsübereinkommen 1. Die Vertragsparteien erinnern an die sich aus der Mitgliedschaft in der IAO und der von der Internationalen Arbeitskonferenz an ihrer 86. Tagung 1998 angenom- menen Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemassnahmen ergebenden Verpflichtungen, wonach die Grundsätze betreffend die grundlegenden Rechte einzuhalten, zu fördern und zu verwirklichen sind, nämlich: (a) die Vereinigungsfreiheit und die effektive Anerkennung des Rechts auf Kol- lektivverhandlungen; (b) die Beseitigung aller Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit; (c) die effektive Abschaffung der Kinderarbeit; und (d) die Beseitigung der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf.
2. Die Vertragsparteien bekräftigen ihre Verpflichtung im Rahmen der Ministerer-
klärung des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen von 2006 zu Vollbe- schäftigung und menschenwürdiger Arbeit, die produktive Vollbeschäftigung und eine menschenwürdige Arbeit für alle als Schlüsselelement der nachhaltigen Ent- wicklung aller Länder und als vorrangiges Ziel der internationalen Zusammenarbeit anzuerkennen und die Entwicklung des internationalen Handels in einer Weise zu fördern, die der produktiven Vollbeschäftigung und menschenwürdigen Arbeit für alle förderlich ist.
3. Die Vertragsparteien erinnern an die sich aus der Mitgliedschaft in der IAO
ergebenden Verpflichtungen, die von ihnen ratifizierten IAO-Übereinkommen wirk- sam umzusetzen und sich beständig und nachhaltig um die Ratifikation der grund- legenden Übereinkommen der IAO und der weiteren von dieser als «up-to-date» qualifizierten Übereinkommen zu bemühen.
4. Die Verletzung von grundlegenden Prinzipien und Rechten bei der Arbeit wird
nicht als legitimer Wettbewerbsvorteil geltend gemacht oder sonst zu diesem Zweck verwendet. Arbeitsstandards dürfen nicht für handelsprotektionistische Zwecke verwendet werden.
Art. 37 Multilaterale Umweltübereinkommen und Umweltprinzipien
1. Die Vertragsparteien erinnern an ihre Verpflichtungen aus den multilateralen
Umweltübereinkommen, denen sie angehören, und bekräftigen ihre Verpflichtung, diese in ihren jeweiligen Gesetzen, Vorschriften und Normen sowie in ihren inner- staatlichen Praktiken wirksam umzusetzen sowie die Umweltprinzipien, die in den in Artikel 32 genannten internationalen Instrumenten enthalten sind, zu befolgen.
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2. Die Vertragsparteien erinnern zudem an ihre Verpflichtung, ihre innerstaatlichen Umweltschutzgesetze, -vorschriften und -normen wirksam durchzusetzen.
Art. 38 Förderung eines nachhaltigen Handels und nachhaltiger Investitionen
1. Die Vertragsparteien sind bestrebt, Auslandsinvestitionen in sowie den Handel
mit und die Verbreitung von umweltfreundlichen Waren und Dienstleistungen zu erleichtern und zu fördern, unter anderem indem damit zusammenhängende nichtta- rifäre Handelshemmnisse angegangen werden. Dazu gehört auch die Förderung von nachhaltigen Umwelttechnologien, von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Unterstützung einer grünen Wirtschaft sowie von nachhaltigen erneuerbaren Ener- gien und energieeffizienten oder mit einem Umweltzeichen versehenen Waren und Dienstleistungen.
2. Die Vertragsparteien sind bestrebt, Auslandsinvestitionen in sowie den Handel
mit und die Verbreitung von Waren und Dienstleistungen zu erleichtern und zu fördern, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten, einschliesslich Waren und Dienstleistungen im Rahmen von Programmen für fairen oder ethischen Handel.
3. Zu diesem Zweck vereinbaren die Vertragsparteien einen Meinungsaustausch
und können gemeinsam oder bilateral in diesem Bereich eine Zusammenarbeit in Betracht ziehen.
4. Die Vertragsparteien ermutigen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen
bezüglich Waren, Dienstleistungen und Technologien, die einen Beitrag zur nach- haltigen Entwicklung leisten und umweltfreundlich sind.
Art. 39 Zusammenarbeit in internationalen Foren Die Vertragsparteien sind bestrebt, ihre Zusammenarbeit hinsichtlich handels- und investitionsbezogener Arbeits- und Umweltfragen von gegenseitigem Interesse in relevanten bilateralen, regionalen und multilateralen Foren, denen sie angehören, zu verstärken.
Art. 40 Durchführung und Konsultationen
1. Die Vertragsparteien bezeichnen die Verwaltungsstellen, die für die Durchfüh-
rung dieses Kapitels als Kontaktstellen dienen. 2. Eine Vertragspartei kann über die Kontaktstellen nach Absatz 1 zu jeder Angele- genheit, die sich aus diesem Kapitel ergibt, um Konsultationen auf Expertenebene oder im Gemischten Ausschuss ersuchen. Die Vertragsparteien unternehmen jeg- liche Anstrengung, um zu einer gegenseitig zufriedenstellenden Lösung der Angele- genheit zu gelangen. Wo angebracht und zwischen den Vertragsparteien vereinbart, können sie einschlägige internationale Organisationen oder Gremien um Rat ange- hen.
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3. Ist eine Vertragspartei der Auffassung, dass eine Massnahme einer anderen
Vertragspartei die Verpflichtungen aus diesem Kapitel nicht erfüllt, so kann sie Konsultationen nach Artikel 43 in Anspruch nehmen.
Art. 41 Überprüfung Die Vertragsparteien überprüfen im Gemischten Ausschuss regelmässig den Fort- schritt, der bei der Verfolgung der in diesem Kapitel aufgeführten Ziele erreicht wurde, und tragen entsprechenden internationalen Entwicklungen Rechnung, um Bereiche zu ermitteln, in denen weitere Massnahmen diese Ziele fördern könnten.»
Die Nummerierung der bestehenden Kapitel und Artikel nach dem neuen 6. Kapitel wird entsprechend angepasst.
Art. 4 Der Verweis auf «Artikel 34» in Absatz 3 von Artikel 33 («Konsultationen») des Abkommens wird durch einen Verweis auf «Artikel 44» ersetzt.
Art. 5 Der Verweis auf «Artikel 36» in Buchstabe b von Anhang VII (Regarding Transiti- onal Rules covering certain Articles of the Free Trade Agreement between the EFTA States and the Republic of Serbia) wird durch einen Verweis auf «Artikel 46» er- setzt.
Art. 6 Der Verweis auf «Kapitel 7» in Artikel 7 der bilateralen Landwirtschaftsabkommen zwischen Island und Serbien, dem Königreich Norwegen und Serbien sowie der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Serbien wird durch einen Verweis auf «Kapitel 8» ersetzt.
Art. 7 Die oben stehenden Änderungen treten am ersten Tag des dritten Monats nach Hinterlegung der letzten Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde beim Depositar in Kraft; dieser notifiziert die anderen Vertragsparteien.
Art. 8 Die Generalsekretärin oder der Generalsekretär der Europäischen Freihandelsassozi- ation hinterlegt den Wortlaut dieses Protokolls beim Depositar.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichnenden dieses Protokoll zur Änderung des Abkommens unterzeichnet.
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Geschehen zu Belgrad, am 20. Mai 2015, in einer Urschrift in englischer Sprache. Diese wird beim Depositar hinterlegt, der allen Vertragsparteien beglaubigte Ab- schriften davon übermittelt.
(Es folgen die Unterschriften)
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