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AS 2024 32

Abkommen vom 21. Juni 1999
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse
Beschluss Nr. 1/2023des Gemischten Landverkehrsausschusses Gemeinschaft/Schweiz zur Änderung des Anhangs 1 des Abkommens sowie des Beschlusses Nr. 2/2019 des Ausschusses

Präambel

Übersetzung

Der Ausschuss,

gestützt auf das Abkommen vom 21. Juni 19991 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse (im Folgenden «das Abkommen»), insbesondere auf Artikel 52 Absatz 4,

in Erwägung nachstehender Gründe:

(1) Nach Artikel 51 Absatz 2 gewährleistet der Gemischte Landverkehrsausschuss (im Folgenden «der Gemischte Ausschuss») die Durchführung und Anwendung des Abkommens und der darin enthaltenen Bestimmungen und sorgt für die Durchführung der in den Artikeln 52 und 55 enthaltenen Anpassungs- und Revisionsbestimmungen.

(2) Nach Artikel 52 Absatz 4 des Abkommens fasst der Gemischte Ausschuss unter anderem Beschlüsse zur Änderung des Anhangs 1, um darin – soweit nötig und auf der Grundlage der Gegenseitigkeit – die Änderungen der betreffenden Rechtsvorschriften aufzunehmen, oder beschliesst andere Massnahmen, um das ordnungsgemässe Funktionieren dieses Abkommens zu gewährleisten.

(3) Mit dem Beschluss Nr. 2/2019 vom 13. Dezember 20192 hat der Gemischte Ausschuss einerseits den Anhang 1 des Abkommens geändert, um wesentliche Bestimmungen der Richtlinie (EU) 2016/7973 und der Richtlinie (EU) 2016/7984 darin aufzunehmen, und andererseits Übergangsbestimmungen zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union angenommen. Die in den Artikeln 2, 3, 4 und 5 des Beschlusses Nr. 2/2019 enthaltenen Übergangsbestimmungen waren ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 anwendbar. Mit dem Beschluss Nr. 2/20205 hat der Gemischte Ausschuss die Frist bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Mit dem Beschluss Nr. 2/20216 hat der Gemischte Ausschuss die Frist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Mit dem Beschluss Nr. 1/20227 hat der Gemischte Ausschuss die Frist erneut bis zum 31. Dezember 2023 verlängert.

(4) Bis zur Annahme definitiver Bestimmungen, die die geltenden Übergangsbestimmungen ersetzen, muss zur Aufrechterhaltung eines reibungslosen Eisenbahnverkehrs zwischen der Schweiz und der Europäischen Union die Gültigkeit der in den Artikeln 2, 3, 4 und 5 des Beschlusses Nr. 2/2019 enthaltenen Bestimmungen bis zum 31. Dezember 2024 verlängert werden.

(5) Mit dem Beschluss Nr. 2/2021 vom 17. Dezember 2021 wurde der Zeitpunkt, zu dem bestimmte in Anhang 1 des Abkommens aufgeführte nationale Vorschriften der Schweiz, die mit den technischen Spezifikationen für die Interoperabilität unvereinbar sein könnten, im Hinblick auf ihre Beseitigung, Änderung oder Beibehaltung überprüft werden sollten, auf den 31. Dezember 2022 verschoben. Mit dem Beschluss Nr. 1/2022 wurde dieser Zeitpunkt auf den 31. Dezember 2023 verlegt. Angesichts des derzeitigen Stands dieser Arbeiten sollte dieses Datum für die nationalen Vorschriften, die noch nicht überarbeitet wurden, auf den 31. Dezember 2024 festgesetzt werden.

(6) Seit dieser letzten Änderung hat die Europäische Union neue Rechtsvorschriften in den Bereichen, die unter das Abkommen fallen, verabschiedet. Aus diesem Grund sollte der Anhang 1 des Abkommens geändert werden, um diese neuen einschlägigen Bestimmungen darin aufzunehmen,

beschliesst:

Art. 1

Anhang 1 des Abkommens wird gemäss dem Anhang dieses Beschlusses geändert.

Art. 2

Der Beschluss Nr. 2/2019 des Gemischten Ausschusses vom 13. Dezember 2019 wird wie folgt geändert:

(1) Artikel 6 Absatz 3 wird mit dem folgenden Text ersetzt:

«3. Anhang 1 des Abkommens führt die nationalen Vorschriften und Sonderfälle auf, die möglicherweise nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar sind. Ist die Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht bis zum 31. Dezember 2024 nicht hergestellt, dürfen diese nationalen Vorschriften und Sonderfälle nicht mehr angewandt werden, es sei denn, der Gemeinsame Ausschuss beschliesst etwas anderes.»

(2) Artikel 8 Absatz 2 wird mit dem folgenden Text ersetzt:

«Die Artikel 2, 3, 4 und 5 gelten bis zum 31. Dezember 2024.»

Art. 3

Dieser Beschluss tritt mit seiner Annahme in Kraft.

Brüssel, 14. Dezember 2023

Für die
Schweizerische Eidgenossenschaft:

Der Leiter der Delegation
der Schweiz, Peter Füglistaler

Für die
Europäische Union:

Der Präsident,
Kristian Schmidt

Anhang

Anhang 1 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse wird wie folgt geändert:

(1) In Abschnitt 2 («Sozialvorschriften») wird der zweite Spiegelstrich betreffend die Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli 20038 mit dem folgenden Text ersetzt:

«– Richtlinie (EU) 2022/2561 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenkraftverkehr (kodifizierter Text), ABl. L 330 vom 23.12.2022, S. 46.»

(2) In Abschnitt 3 («Technische Vorschriften») wird der fünfzehnte Spiegelstrich betreffend die Richtlinie 2008/68/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. September 20089 mit dem folgenden Text ersetzt:

«– Richtlinie (EU) 2008/68/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. September 2008 über die Beförderung gefährlicher Güter im Binnenland, ABl. L 260 vom 30.9.2008, S. 13; zuletzt geändert durch Delegierte Richtlinie (EU) 2022/2407 der Kommission vom 20. September 2022, ABl. L 317 vom 9.12.2022, S. 64.»

(3) Abschnitt 4 («Zugangs und Transitrechte im Eisenbahnverkehr») wird wie folgt geändert:

  • (a) Betreffend den sechsundzwanzigsten Spiegelstrich zur Verordnung (EU) Nr. 1302/201410 der Kommission, wird das Datum «31. Dezember 2023», bis zu welchem die folgenden nationalen Vorschriften der Schweiz im Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit den entsprechenden technischen Spezifikationen der Europäischen Union für die Interoperabilität zu überprüfen sind, für die folgenden Bestimmungen mit «31. Dezember 2024» ersetzt:

    • – CH-TSI LOC&PAS-009 (Version 1.0, Juni 2015),

    • – CH-TSI LOC&PAS-019 (Version 2.0, Juni 2019),

    • – CH-TSI LOC&PAS-020 (Version 2.0, Juni 2019),

    • – CH-TSI LOC&PAS-025 (Version 2.0, Juni 2019),

    • – CH-TSI LOC&PAS-027 (Version 2.0, Juni 2019),

    • – CH-TSI LOC&PAS-031 (Version 2.1, November 2020),

    • – CH-TSI LOC&PAS-035 (Version 2.1, November 2020),

    • – CH-TSI LOC&PAS-036 (Version 2.0, Juni 2019).

  • (b) Der achtundzwanzigste Spiegelstrich betreffend die Verordnung (EU) Nr. 1304/201411 der Kommission wird wie folgt geändert:

  • «– Verordnung (EU) Nr. 1304/2014 der Kommission vom 26. November 2014 über die technische Spezifikation für die Interoperabilität des Teilsystems «Fahrzeuge – Lärm» sowie zur Änderung der Entscheidung 2008/232/EG und Aufhebung des Beschlusses 2011/229/EU, ABl. L 356 vom 12.12.2014, S. 421; zuletzt geändert durch Durchführungsverordnung (EU) 2019/774 der Kommission vom 16. Mai 2019, (ABl. L 139 I vom 27.5.2019, S. 89).»

  • (c) Betreffend den vierunddreissigsten Spiegelstrich zur Verordnung (EU) 2016/91912 der Kommission, wird das Datum «31. Dezember 2023», bis zu welchem die folgenden nationalen Vorschriften der Schweiz im Hinblick auf ihre Vereinbarkeit mit den entsprechenden technischen Spezifikationen der Europäischen Union für die Interoperabilität zu überprüfen sind, für die nachstehenden Bestimmungen mit «31. Dezember 2024» ersetzt:

    • – CH-TSI CCS-006 (Version 2.1, November 2020),

    • – CH-TSI CCS-019 (Version 3.0, November 2020),

    • – CH-TSI CCS-026 (Version 2.1, November 2020),

    • – CH-TSI CCS-032 (Version 2.1, November 2020),

    • – CH-TSI CCS-033 (Version 1.1, November 2020),

    • – CH-TSI CCS-038 (Version 1.1, November 2020),

    • – CH-CSM-RA-001 (Version 1.0, Juni 2019).

  • (d) Nach dem Spiegelstreich betreffend die Durchführungsverordnung (EU) 2015/17113 der Kommission wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

  • «– Durchführungsverordnung (EU) 2015/429 der Kommission vom 13. März 2015 zur Festlegung der Modalitäten für die Anlastung der Kosten von Lärmauswirkungen, ABl. L 70 vom 13.3.2015, S. 36.»

  • (e) Nach dem Spiegelstrich betreffend die Durchführungsverordnung (EU) 2015/90914 der Kommission wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

  • «– Durchführungsverordnung (EU) 2015/1100 der Kommission vom 7. Juli 2015 über die Berichtspflichten der Mitgliedstaaten im Rahmen der Überwachung des Schienenverkehrsmarkts, ABl. L 181 vom 9.7.2015, S. 1.»

  • (f) Nach dem Spiegelstrich betreffend die Empfehlung (EU) 2019/78015 der Kommission wird folgender Spiegelstrich eingefügt:

  • «– Durchführungsbeschluss (EU) 2020/453 der Kommission vom 27. März 2020 über die harmonisierten Normen für Eisenbahnprodukte zur Unterstützung der Richtlinie 2008/57/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems in der Gemeinschaft, ABl. L 95 vom 30.3.2020, S. 1.»

Abkommen vom 21. Juni 1999<br />zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Güter- und Personenverkehr auf Schiene und Strasse<br />Beschluss Nr. 1/2023des Gemischten Landverkehrsausschusses Gemeinschaft/Schweiz zur Änderung des Anhangs 1 des Abkommens sowie des Beschlusses Nr. 2/2019 des Ausschusses | Lexipedia | Lexipedia