Mit Ordnungsbusse wird in einem vereinfachten Verfahren (Ordnungsbussenverfahren) bestraft, wer eine Übertretung begeht, die:
- in einem der folgenden Gesetze aufgeführt ist:1.Ausländergesetz vom 16. Dezember 20053,2.Asylgesetz vom 26. Juni 19984,3.Bundesgesetz vom 19. Dezember 19865 gegen den unlauteren Wettbewerb,4.Bundesgesetz vom 1. Juli 19666 über den Natur- und Heimatschutz,5.Waffengesetz vom 20. Juni 19977,6.Alkoholgesetz vom 21. Juni 19328,7.Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 19589 (SVG),8.Nationalstrassenabgabegesetz vom 19. März 201010 (NSAG),9.Bundesgesetz vom 3. Oktober 197511 über die Binnenschifffahrt,10.Betäubungsmittelgesetz vom 3. Oktober 195112 (BetmG),11.Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 198313,12.14Lebensmittelgesetz vom 20. Juni 201415,12a.16…13.Bundesgesetz vom 3. Oktober 200817 zum Schutz vor Passivrauchen,14.Waldgesetz vom 4. Oktober 199118,15.Jagdgesetz vom 20. Juni 198619,16.Bundesgesetz vom 21. Juni 199120 über die Fischerei,17.Bundesgesetz vom 23. März 200121 über das Gewerbe der Reisenden;18.22Bundesgesetz vom 29. September 202323 über das Verbot der Verhüllung des Gesichts; oder
- in einer Verordnung aufgeführt ist, die sich auf ein Gesetz nach Buchstabe a Ziffern 1–9 und 11–17 stützt; ….24
Das Ordnungsbussenverfahren ist nur anwendbar, wenn der betreffende Übertretungstatbestand in den Listen nach Artikel 15 aufgeführt ist.
Es ist nicht anwendbar bei Übertretungen, die nach dem Bundesgesetz vom 22. März 1974 25 über das Verwaltungsstrafrecht verfolgt und beurteilt werden.
Die Ordnungsbusse beträgt höchstens 300 Franken.
Vorleben und persönliche Verhältnisse der beschuldigten Person werden nicht berücksichtigt.