Der Bund gewährt im Rahmen der verfügbaren Mittel Finanzhilfen für Massnahmen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften. 6
Er errichtet zur Finanzierung dieser Finanzhilfe einen besonderen Fonds.
451.51
vom 3. Mai 1991 (Stand am 1. August 2021)
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
gestützt auf Artikel 78 Absatz 3 der Bundesverfassung 2 , 3
nach Prüfung einer parlamentarischen Initiative vom 26. November 1990 4 ,
nach Einsicht in die Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 1991 5 ,
beschliesst:
Der Bund gewährt im Rahmen der verfügbaren Mittel Finanzhilfen für Massnahmen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften. 6
Er errichtet zur Finanzierung dieser Finanzhilfe einen besonderen Fonds.
Die Finanzhilfen sollen insbesondere dazu dienen:
Als Empfänger der Finanzhilfe fallen in Betracht:
Die Finanzhilfe beträgt, je nach Bedeutung der Massnahme, bis zu 80 Prozent, ausnahmsweise bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Kosten.
Die Finanzhilfe wird auf begründetes Gesuch hin gewährt.
Sind die anrechenbaren Kosten im Zeitpunkt der Verfügung erst teilweise bekannt, wird die Finanzhilfe nach Artikel 17 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 1990 7 über Finanzhilfen und Abgeltungen vorerst nur dem Grundsatz nach zugesichert.
Finanzhilfe nach diesem Gesetz kann zusätzlich zu anderen Finanzhilfen oder zu Abgeltungen gewährt werden, sofern die betreffenden Erlasse dies nicht ausschliessen.
Über die Gewährung, Ablehnung und Rückforderung der Finanzhilfe entscheidet eine vom Bundesrat gewählte Kommission von 9 bis 13 Mitgliedern. Darin sind der Bund, die Kantone und Vereinigungen des Natur‑, Heimat- und Landschaftsschutzes angemessen vertreten.
Der Bundesrat bestimmt den Präsidenten der Kommission. Im übrigen konstituiert sie sich selber, bestellt das Sekretariat und erlässt ein Organisationsreglement; dieses bedarf der Genehmigung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation 11 .
Das Personal des Sekretariats wird privatrechtlich angestellt und durch den Fonds entschädigt. 12
Zur Sicherstellung der Finanzhilfen wird ein rechtlich unselbständiger Fonds errichtet. Die Eidgenössischen Räte beschliessen mit einfachem Bundesbeschluss die Äufnung des Fonds.
Der Fonds kann zusätzlich durch Zuwendungen Dritter gespiesen werden.
Der Fonds wird durch die Kommission verwaltet.
Verbleibt nach Ablauf der Geltungsdauer dieses Gesetzes ein Restbetrag, wird er für Finanzhilfen und Abgeltungen im Sinne der Zweckbestimmung nach Artikel 1 verwendet. 13
Die Eidgenössische Finanzverwaltung verwaltet im Rahmen ihrer zentralen Tresorerie die liquiden Mittel des Fonds.
Dieser Beschluss ist allgemeinverbindlich; er untersteht dem fakultativen Referendum.
Er tritt rückwirkend auf den 1. August 1991 in Kraft und gilt bis zum 31. Juli 2001.
Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2011 verlängert. 15
Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2021 verlängert. 16
Die Geltungsdauer dieses Gesetzes wird bis zum 31. Juli 2031 verlängert. 17