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451.101

Verordnung über den Naturschutz (Naturschutzverordnung)

Vom 06.03.1979 (Stand 01.01.2021)

Präambel

Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen,

gestützt auf Art. 5 und 13 des Gesetzes über den Natur- und Heimatschutz im Kanton Schaffhausen vom 12. Februar 1968[1],

beschliesst:

1 1 Allgemeine Schutzvorschriften

Art. 1 Zweck und Geltungsbereich

Diese Verordnung bezweckt, freilebende Tier- und wildwachsende Pflanzenarten zu schonen und vor dem Aussterben zu bewahren.

Dieser Zweck ist namentlich durch die Bekämpfung schädlicher Einwirkungen, durch die Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und durch andere geeignete Massnahmen anzustreben.

Die Vorschriften über Jagd und Vogelschutz sowie die Fischereigesetzgebung bleiben vorbehalten. Bei sich widersprechenden Bestimmungen nehmen die für die Jagd und die Fischerei zuständigen kantonalen Behörden Rücksprache mit dem Planungs- und Naturschutzamt. *

Art. 2 Allgemeine Schutzbestimmungen: Biotope und Reservate: Erhaltung und Pflege

Nahrungsquellen, Brut- und Nistgelegenheiten wie Tümpel, Riede, Sumpfgebiete, Wacholderheiden, Trockenwiesen, Hecken und Feldgehölze sowie Reservate sind in genügendem Umfang zu erhalten.

Das Naturschutzamt fördert die Errichtung und Pflege von Biotopen und Reservaten.

Zu diesem Zweck kann es Richtlinien über die Pflege von Reservaten aufstellen und den Gemeinden oder dem Regierungsrat vorschlagen, Schutzverfügungen im Sinne der Art. 6 und 7 des Natur- und Heimatschutzgesetzes[2] zu erlassen.

Art. 2a

Das Planungs- und Naturschutzamt kann bei Biotopen und ökologischen Ausgleichsflächen von nationaler und kantonaler Bedeutung die fachgerechte Pflege mit Bewirtschaftungsverträgen sicherstellen.

Der Pflegeaufwand und die Ertragsausfälle werden im Rahmen der vom Regierungsrat bewilligten Kredite mit Beiträgen aus dem Natur- und Heimatschutzfonds abgegolten (NHG-Beiträge).

Werden für die Vertragsflächen gleichzeitig Qualitätsbeiträge für Biodiversitäts-Förderflächen gemäss Verordnung über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft vom 23. Oktober 2013 (SR 910.13) ausgerichtet, wird nur die im Bewirtschaftungsvertrag vereinbarte ökologische Mehrleistung mit NHG-Beiträgen abgegolten.

Der Regierungsrat erlässt Richtlinien zur Abgeltung der fachgerechten Pflege von Biotopen und ökologischen Ausgleichsflächen und regelt den Vollzug.

Art. 3 Allgemeine Schutzbestimmungen: Biotope und Reservate: Veränderungen an Biotopen

Grundlegende Veränderungen an Biotopen dürfen nur mit einer Bewilligung des Planungs- und Naturschutzamtes vorgenommen werden. *

Die Bewilligung ist zu verweigern, wenn das Interesse an der Erhaltung des Ökosystems dasjenige an der Veränderung überwiegt.

Die Bewilligung kann mit Bedingungen und Auflagen verknüpft werden. In besonderen Fällen ist ein Biotop mitsamt den darin existierenden Lebewesen an anderer Stelle neu zu errichten.

Art. 4 Allgemeine Schutzbestimmungen: Ufervegetation

Die Ufer sind den Tieren und Pflanzen als möglichst störungsfreier Lebensraum zu erhalten.

Die Beseitigung der Ufervegetation durch Rodungen oder Überschüttungen sowie Uferverbauungen bedürfen einer Bewilligung des Baudepartementes. *

Die Bewilligung ist zu verweigern, wenn das Interesse an der Erhaltung der Ufervegetation dasjenige an der Verbauung oder Beseitigung überwiegt.

Art. 5 Allgemeine Schutzbestimmungen: Abbrennverbot

Das Abbrennen von Schilf ist verboten.

Streue und dürres Gras dürfen nur während der Monate Dezember und Januar abgebrannt werden.

Art. 6 Allgemeine Schutzbestimmungen: Verwendung von Giftstoffen

Die Schädlingsbekämpfung mit Giftstoffen und andere Verwendungen chemischer Stoffe und Erzeugnisse, welche schützenswerte Tiere und Pflanzen nachweislich gefährden, ist untersagt.

Bachgräben und Kanäle dürfen nicht mit Chemikalien gereinigt werden.

Art. 7 Allgemeine Schutzbestimmungen: Erratische Blöcke usw.

Erratische Blöcke (Findlinge) sowie Versteinerungen und Mineralien von erheblichem wissenschaftlichem Wert sind geschützte Naturdenkmäler.

Der Fund solcher Gegenstände ist dem Naturschutzamt zu melden, das sie aufnimmt und darüber entscheidet, ob sie am Ort belassen oder dem Naturhistorischen Museum überwiesen werden sollen.

Alle Funde dieser Art gehen ohne weiteres in das Eigentum des Kantons über und sind im Sinne von Art. 724 ZGB[3] zu vergüten.

Art. 8 Allgemeine Schutzbestimmungen: Geologische Aufschlüsse

Geologische Aufschlüsse von erheblichem wissenschaftlichem Wert in Kiesgruben und Steinbrüchen sind geschützte Naturdenkmäler.

Die Entdeckung solcher Aufschlüsse ist dem Naturschutzamt zu melden, das den Privaten, den Gemeinden oder dem Regierungsrat die Ergreifung der notwendigen Schutzmassnahmen vorschlägt.

Art. 9 Bewilligungspflicht: Sammeln zu Erwerbszwecken

Das Sammeln wildwachsender Pflanzen und Fangen freilebender Tiere zu Erwerbszwecken bedarf, auch bei nicht geschützten Arten, einer Bewilligung des Planungs- und Naturschutzamtes.

Art. 10 Bewilligungspflicht: Sammeln zu wissenschaftlichen sowie zu Lehrund Heilzwecken

Das Sammeln und Ausgraben geschützter Pflanzen und das Fangen geschützter Tiere zu Lehr- und Heilzwecken sowie für nachweisbar ernsthafte wissenschaftliche Verwendung kann ausnahmsweise in begrenzter Zahl und beschränkt für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Zeit vom Planungs- und Naturschutzamt bewilligt werden.

Art. 10a

Den Lehrkräften an öffentlichen und privaten Schulen ist für Forschungs- und Lehrzwecke der Fang und die Haltung einer kleinen Zahl der folgenden geschützten Tierarten ohne besondere Bewilligung gestattet: Laich und Kaulquappen des Grasfrosches, des Wasserfrosches (gesamter Grünfrosch-Komplex) und der Erdkröte; Bergmolch; Raupen und Puppen des Tagpfauenauges, des Admirals und des Schwalbenschwanzes; Larve der Ameisenjungfer (Ameisenlöwe).

Durch die Entnahme dieser Arten darf der Bestand am Fangort nicht gefährdet werden. Besondere Bestimmungen in Naturschutzgebieten bleiben vorbehalten.

Art. 10b

Das Ansiedeln von einheimischen Tier- und Pflanzenarten, die nach der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung des Bundes oder der kantonalen Naturschutzverordnung geschützt sind, bedarf einer Bewilligung des Planungs- und Naturschutzamtes. Von der Bewilligungspflicht ausgenommen sind Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und die Ansiedlung von Pflanzen in Gärten und Parkanlagen.

Art. 11 Bewilligungspflicht: Ansiedeln fremder Tierund Pflanzenarten

Das Ansiedeln landes- und standortsfremder Tier- und Pflanzenarten bedarf einer Bewilligung des Bundesrates.

Gehege, Gärten und Parkanlagen sowie die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft sind ausgenommen.

Gesuche für die Bewilligung zur Ansiedlung fremder Tier- und Pflanzenarten sind an das Planungs- und Naturschutzamt zu richten. *

1a 1a Vorschriften für das BLN-Gebiet Randen *

Art. 11a Geltungsbereich

Die als BLN-Gebiet «Randen» bezeichnete Landschaft umfasst den Perimeter des Objektes Nr. 1102 des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Es betrifft die folgenden Gemeinden:

  1. Bargen (gesamtes Gemeindegebiet): 827 ha
  2. Beggingen (Teilgebiet): 680 ha
  3. Beringen (Teilgebiet): 810 ha
  4. Gächlingen (Teilgebiet): 165 ha
  5. Löhningen (Teilgebiet): 274 ha
  6. Merishausen (gesamtes Gemeindegebiet): 1'755 ha
  7. Schaffhausen (Teilgebiet sowie gesamtes Gebiet der früheren Gemeinde Hemmental): 2'054 ha
  8. Schleitheim (Teilgebiet): 400 ha
  9. Siblingen (Teilgebiet): 548 ha

Die Grenzen des BLN-Gebietes Randen und die Bezeichnung des Bereiches des Engeren Randenschutzgebietes (ERS) sind in der Karte im Anhang 3 dieser Verordnung eingetragen. Die Abgrenzung ist nicht parzellenscharf; im Zweifelsfall entscheidet das Baudepartement.

Art. 11b Schutz von Lebensräumen

Artenreiche Wiesen wie Halbtrockenrasen (Magerwiesen) sowie Waldlichtungen sind zu erhalten und sachgemäss zu pflegen.

Innerhalb des ERS ist es nicht gestattet, im Bereich eines fünf Meter breiten Streifens entlang der Waldränder sowie im Bereich eines zwei Meter breiten Streifens entlang von Hecken zu pflügen, Hofdünger zwischenzulagern oder zu lagern sowie Pflanzenbehandlungsmittel einzusetzen.

Flächen im ERS, die nicht intensiv bewirtschaftet werden dürfen, sind nach Anhören der Gemeinden vom Kanton in ein vom Regierungsrat zu genehmigendes Inventar aufzunehmen. Für diese Flächen werden nach den gesetzlichen Grundlagen von Bund und Kanton Beiträge und Entschädigungen ausgerichtet.

Lesesteinhaufen sind zu erhalten.

Art. 11c Besondere Bestimmungen

Es ist nicht gestattet:

  1. ausserhalb von Bauzonen Reklameanlagen zu erstellen
  2. Motorsport zu betreiben
  3. im ERS Modellmotorsport zu betreiben

2 2 Schutz der Tiere

Art. 12 Allgemeines Verbot

Es ist verboten, die im Anhang 1 aufgeführten freilebenden Tiere mutwillig oder zum Zwecke der Verfütterung oder des Erwerbs:

  1. zu töten oder zum Zwecke der Aneignung zu fangen sowie ihre Eier, Larven, Puppen, Nester oder Brutstätten zu beschädigen, zu zerstören oder wegzunehmen
  2. lebend oder tot, einschliesslich der Eier, Larven, Puppen und Nester mitzuführen, zu versenden, feilzuhalten, auszuführen, andern zu überlassen, zu erwerben, in Gewahrsam zu nehmen oder bei solchen Handlungen mitzuwirken

Vorbehalten bleiben Bewilligungen nach § 10 und § 10a sowie die Bestimmungen in Art. 20 Abs. 2 der Verordnung des Bundesrates über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 über die national geschützten Tierarten gemäss deren Anhang 3. *

Art. 13 Besondere Schutzbestimmungen: Hunde im Wald

Im Wald und in dessen unmittelbarer Nähe sind Hunde bei Fuss zu halten.

Während der Setz- und Brutzeit (15. April bis 30. Juni) sind Hunde in diesen Gebieten an der Leine zu führen.

Vorbehalten sind abweichende polizeiliche Verfügungen.

Art. 14 Besondere Schutzbestimmungen: Ameisenhaufen

Das Zerstören von Ameisenhaufen im Walde ist verboten.

Art. 15 Besondere Schutzbestimmungen: Strassen

Strassenstrecken, die für freilebende Tiere eine besondere Gefahrenquelle darstellen, sind mit geeigneten Schutzvorkehrungen zu versehen.

Bei der Projektierung solcher Strassen ist das Naturschutzamt anzuhören.

Art. 16 Besondere Schutzbestimmungen: Pflegestellen

Das Planungs- und Naturschutzamt vermittelt Pflegestellen für die Heilung freilebender kranker und verletzter Tiere sowie für verlassene Jungtiere. *

Verletzte jagdbare Tiere sind dem örtlichen Jagdpächter zu melden.

Art. 17 Besondere Schutzbestimmungen: Kontrolle der Präparatoren

Die Präparatoren sind verpflichtet, über die ihnen eingelieferten Tiere, den Herkunftsort und das Überbringungsdatum sowie über die Überbringer und allfälligen Eigentümer ein Verzeichnis zu führen.

Das Verzeichnis ist dem Planungs- und Naturschutzamt auf Verlangen vorzulegen. *

Dem Naturschutzbeamten ist zudem der Zutritt zu den Geschäfts-, Werk- und Lagerräumen zu gestatten.

3 3 Schutz der Pflanzen

Art. 18 Allgemeines Verbot

Die im Anhang 2 aufgeführten wildwachsenden Pflanzen dürfen weder gepflückt noch ausgegraben, ausgerissen, eingepflanzt, transportiert, feilgeboten, verkauft oder gekauft werden.

Vorbehalten bleiben eine Bewilligung nach § 10 sowie die Bestimmungen in Art 20 Abs. 1 der Verordnung des Bundesrates über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 über die national geschützten Pflanzenarten gemäss deren Anhang 2. *

Das Planungs- und Naturschutzamt kann in besonderen Fällen das Einpflanzen geschützter wildwachsender Pflanzen gestatten. Die Pflanzstellen sind zu registrieren. *

Art. 19 Besondere Bestimmungen: Bäume und Hecken

Wildwachsende Hecken und Strauchgruppen sowie markante Bäume und Baumgruppen sind geschützt und dürfen nur mit Bewilligung des Planungs- und Naturschutzamtes entfernt werden. *

Die Bewilligung ist zu verweigern, wenn das allgemeine Interesse an ihrer Erhaltung überwiegt.

Periodisches und massvolles Zurückschneiden der Hecken und Sträucher ist gestattet.

Art. 20 Besondere Bestimmungen: Kätzchen tragende Zweige

Wildwachsende, Kätzchen tragende Weiden-, Pappel-, Haselnuss-, Birken- und Erlenzweige dürfen nicht massenhaft gepflückt werden.

Gestattet ist nur das Abschneiden kleiner Sträusse dieser Pflanzen.

Art. 21 Besondere Bestimmungen: Pilze und Beeren

Der Regierungsrat kann das Sammeln bestimmter Arten von Pilzen, Beeren, Tee- und Heilkräutern, soweit sie nicht ohnehin geschützt sind, in bestimmten Gebieten zeitlich beschränkt verbieten.

4 4 Organisation und Vollzug

Art. 22 Baudepartement

Der Vollzug dieser Verordnung obliegt dem Baudepartement.

Das Planungs- und Naturschutzamt ist unter Vorbehalt der Genehmigung des Vorstehers des Baudepartementes und des Regierungsrates zuständig, Programm- beziehungsweise Leistungsvereinbarungen mit dem Bund im Bereich der Natur- und Landschaftsgesetzgebung auszuarbeiten. *

Art. 23 Kantonale Naturund Heimatschutzkommission

Der Kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission sind alle Fragen aus dem Gebiet des Naturschutzes, die ein spezielles Fachwissen erfordern oder sonst von besonderer Bedeutung sind, wie namentlich die Programm- beziehungsweise Leistungsvereinbarungen mit dem Bund, Veränderungen an Biotopen (§ 2) oder die Beseitigung der Ufervegetation (§ 4), zur Stellungnahme zu unterbreiten. *

Der Rechtsdienst des Baudepartementes führt das Sekretariat der Natur- und Heimatschutzkommission. *

Der Sekretär hat in den Sitzungen der Kommission beratende Stimme.

Art. 24 Planungsund Naturschutzamt

Über die in dieser Verordnung ausdrücklich erwähnten Aufgaben hinaus berät das Planungs- und Naturschutzamt die Gemeinden bei der Erfüllung von Aufgaben des Naturschutzes und wirkt auf die Verbreitung des Naturschutzgedankens in der Bevölkerung hin.

Das Planungs- und Naturschutzamt ist zuständig für die fachgerechte Planung und die Vernetzung der Schutzgebiete von nationaler und kantonaler Bedeutung. *

Art. 25 Naturschutzwacht

Die Organe der Kantons- und Gemeindepolizei, der kantonale Naturschutzbeamte, das Staats- und Gemeindeforstpersonal, die Gemeindeflurhüter, die Jagd- und Fischereiaufseher sowie die freiwilligen Naturschutzwächter bilden zusammen die Naturschutzwacht.

Die Rechte und Pflichten der freiwilligen Nautrschutzwächter werden vom Baudepartement in einem Reglement niedergelegt. *

5 5 Strafund Schlussbestimmungen

Art. 26 Widerhandlungen: Bestrafung

Widerhandlungen gegen diese Verordnung werden von der zuständigen kantonalen Behörde mit Busse bis zu Fr. 5'000.00 bestraft. *

In leichten Fällen kann eine Verwarnung ausgesprochen werden.

Die Bestrafung nach Bundesrecht bei Verletzung eidgenössischer Vorschriften und darauf gestützter Verfügungen bleibt vorbehalten.

Art. 27 Widerhandlungen: Wiederherstellung

Unabhängig von der Bestrafung kann das Planungs- und Naturschutzamt die Wiederherstellung des früheren Zustandes verlangen und im Widersetzungsfall die notwendigen Massnahmen auf Kosten des Zuwiderhandelnden durchführen lassen.

Art. 28 Widerhandlungen: Beschlagnahme

Die Organe der Naturschutzwacht sind berechtigt, sich von verdächtigen Personen den Inhalt ihrer Fahrzeuge, Rucksäcke oder anderer zum Versteck geeigneter Behälter vorzeigen zu lassen.

Sie haben widerrechtlich angeeignete Tiere und Pflanzen zu beschlagnahmen und unmittelbar die Kantonspolizei darüber in Kenntnis zu setzen. *

Art. 29 Inkrafttreten, Aufhebung bisherigen Rechts

Diese Verordnung tritt am 1. April 1979 in Kraft. Sie ist im Amtsblatt zu veröffentlichen[4] und in die kantonale Gesetzessammlung aufzunehmen.

Mit dem Inkrafttreten werden die Verordnung des Regierungsrates des Kantons Schaffhausen über Naturschutz vom 21. Mai 1946 und der Beschluss des Regierungsrates des Kantons Schaffhausen über den Schutz der Weinbergschnecke, der Maler- oder Flussmuschel und der Teichmuschel vom 27. April 1971 aufgehoben.

A1 A1 Anhang 1: Kantonal geschützte freilebende Tiere *

Art. A1-1

Ergänzung zu den national geschützten Tieren gemäss Anhang 3 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 (SR 451.1) und Art. 7 ff. des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel vom 20. Juni 1986 (SR 922.0):

  1. Wissenschaftlicher Name

    Deutscher Name

    Martes martes

    Baumoder Edelmarder

    Mustela erminea, Mustela nivalis

    Hermelin oder Grosses Wiesel, Mauswiesel

    Glis glis, Eliomys quercinus, Muscardinus avellanarius

    Bilche (Siebenschläfer, Gartenschläfer, Haselmaus)

    Castor fiber

    Biber

    Erinaceus europaeus

    Familie Soricidae

    alle Spitzmausarten

    sämtliche nicht jagdbaren Vogelarten, die in der Schweiz als Stand-, Strich-, Nistoder Zugvögel oder als Wintergäste frei vorkommen

    Corvus corax

    Kolkrabe

    Familie Scolopacidae

    Schnepfen und Bekassinen

    Helix pomatia

    Weinbergschnecke

    Bulgarica cana

    Graue Schliessmundschnecke

    Bythiospeum sterkianum

    Sterkis Brunnenschnecke

    Gattung Anodonta

    Flache Teichmuschel, Grosse Teichmuschel

    Ordnung Odonata

    alle Libellenarten

    Myrmeleontidae

    Ameisenlöwen respektive Ameisenjungfern

    Familie Carabidae

    alle Laufkäferarten

    Familie Lampyridae

    alle Leuchtkäferarten

    Familie Sphingidae

    Alle Schwärmerarten

    Unterfamilie Catocalinae

    alle Ordensbandarten

    Nymphalis antiopa

    Trauermantel

    Iphiclides podalirius

    Segelfalter

    Pyrgus alveus, Pyrgus armoricanus, Spialia sertorius

    Sonnenröschen-Würfelfalter, Zweibrütiger Würfelfalter, Roter Würfelfalter

    Gattungen Glaucopsyche, Maculinea, Polyommatus,Pseudophilotes, Cupido

    alle Bläulingarten dieser Gattungen

    Lycaena hippothoe, Lycaena virgaureae

    Kleiner Ampherfeuerfalter, Dukatenfalter

    Boloria selene, Boloria dia

    Braunfleckiger Perlmutterfalter, Hainveilchenpermutterfalter

    Hipparchia semele

    Ockerbindiger Samtfalter

    Hyponephele lycaon

    Kleines Ochsenauge

    alle Melitaea-Arten, Hamearis lucina

    alle Scheckenfalterarten der Gattung Melitaea, Frühlingsscheckenfalter

    Familie Zygaenidae

    alle Widderchenarten

    Limentis reducta

    Blauschwarzer Eisvogel

    Coenonympha glycerion, Coenonympha arcania

    Rotbraunes Wiesenvögelchen, Perlgrasfalter

    Satyrium ilicis, Satyrium pruni

    Brauner Eichenzipfelfalter, Pflaumen-Zipfelfalter

    Thymelicus acteon, Carcharodus alceae

    Mattscheckiger Braundickkopffalter, Malven-Dickkopffalter

    Apatura ilia, Apatura iris

    Kleiner Schillerfalter, Grosser Schillerfalter

    Aporia crataegi, Pieris mannii

    Baumweissling, Karstweissling

    Brenthis ino

    Violetter Silberfalter

    Erebia medusa

    Rundaugenmohrenfalter

    Pholidoptera aptera

    Alpenstrauchschrecke

    Metrioptera bicolor

    Zweifarbige Beissschrecke

    Chorthippus montanus

    Sumpfgrashüpfer

A2 A2 Anhang 2: Kantonal geschützte wildwachsende Pflanzen *

Art. A2-1

Ergänzung zu den national geschützten Pflanzen gemäss Anhang 2 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 (SR 451.1):

  1. Wissenschaftlicher Name

    Deutscher Name

    Polystichum aculeatum

    Gelappter Schildfarn

    Typha angustifolia

    Schmalblättriger Rohrkolben

    Gattung Eriophorum

    Wollgras

    Bromus grossus

    Dickährige Trespe

    Anthericum liliago

    Astlose Graslilie

    Muscari botryoides, Muscari comosum

    Bisamhyazinthe, Schopfige Traubenhyazinthe

    Leucojum vernum

    Märzenglöckchen

    Aristolochia clematitis

    Gewöhnliche Osterluzei

    Gattung Dianthus

    alle Nelkenarten

    Gattung Aconitum

    Gelber Eisenhut und Blauer Eisenhut

    Trollius europaeus

    Trollblume

    Gattung Thalictrum

    Wiesenrautenarten

    Gattung Adonis

    alle Adonisarten

    Aruncus silvester

    Geissbart

    Potentilla alba, Potentilla praecox

    Weisses Fingerkraut, Frühblühendes Fingerkraut

    Gattung Rosa

    alle Wildrosenarten (Sammeln von Hagebutten gestattet)

    Daphne mezereum

    Seidelbast

    Astrantia major

    Grosse Sterndolde

    Gattung Pyrola

    alle Wintergrünarten

    Primula farinosa

    Mehlprimel

    Familie Gentianaceae

    alle Enzianarten

    Gattung Lithospermum, Buglossoides

    Steinsamen

    Gattung Digitalis

    alle Fingerhutarten

    Carlina acaulis

    Silberdistel

    Carlina vulgaris

    Golddistel

    Doronicum pardalianches

    Kriechende Gemswurz

    Inula hirta

    Rauher Alant

    Aster linosyris

    Goldschopf-Aster

    Antennaria dioica

    Katzenpfötchen

    Allium rotundum, Allium suaveolens

    Kugellauch, Wohlriechender Lauch

    Gattung Gagea

    alle Gelbsternarten

    Teucrium scordium

    Lauchgamander

    Falcaria vulgaris

    Sicheldolde

    Asperula tinctoria

    Färberwaldmeister

    Rhamnus saxatilis

    Felsenkreuzdorn

    Rumex aquaticus

    Wasserampfer

    Gattung Orobanche

    alle Sommerwurzarten

    Prunella laciniata

    Saxifraga granulata

    Knöllchensteinbrech

    Najas flexilis

    Biegsames Nixenkraut

    Fissidens grandifrons

    Grosses Spaltzahnmoos

    Buxbaumia viridis

    Grünes Koboldmoos

    Rhodoplax schinzii

    Schinz' Grünalge

A3 A3 Anhang 3: Karte BLN-Gebiet Randen

Art. A3-1

Karte BLN-Gebiet Randen:

Egress

Abl. 1979, S. 259

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss

Inkrafttreten

Element

Änderung

Fundstelle

06.03.1979

01.04.1979

Erlass

Erstfassung

Abl. 1979, S. 259

09.12.1986

01.01.1987

§ 4 Abs. 2

geändert

Abl. 1986, S. 1043

09.12.1986

01.01.1987

§ 23 Abs. 2

geändert

Abl. 1986, S. 1043

09.12.1986

01.01.1987

§ 25 Abs. 2

geändert

Abl. 1986, S. 1043

09.12.1986

01.01.1987

§ 28 Abs. 2

geändert

Abl. 1986, S. 1043

26.03.1991

01.09.1991

Titel 1a

eingefügt

Abl. 1991, S. 405

10.05.1994

01.06.1994

§ 11a

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

10.05.1994

01.06.1994

§ 11b

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

10.05.1994

01.06.1994

§ 11c

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

20.01.1998

01.02.1998

§ 10a

eingefügt

Abl. 1998, S. 178

17.12.2002

01.01.2003

§ 3 Abs. 1

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 9

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 10

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 11 Abs. 3

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 16 Abs. 1

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 17 Abs. 2

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 18 Abs. 3

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 19 Abs. 1

geändert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 24

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

17.12.2002

01.01.2003

§ 27

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

19.12.2006

01.01.2007

§ 26 Abs. 1

geändert

Abl. 2006, S. 1851

27.11.2007

01.01.2008

§ 22

totalrevidiert

Abl. 2007, S. 1805

27.11.2007

01.01.2008

§ 23 Abs. 1

geändert

Abl. 2007, S. 1805

27.11.2007

01.01.2008

§ 24

totalrevidiert

Abl. 2007, S. 1805

02.12.2008

01.01.2009

§ 11a Abs. 1, e)

aufgehoben

Abl. 2008, S. 1783

02.12.2008

01.01.2009

§ 11a Abs. 1, h)

geändert

Abl. 2008, S. 1783

10.03.2015

01.04.2015

§ 1 Abs. 3

geändert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ 2a

eingefügt

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ 10b

eingefügt

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ 12 Abs. 2

geändert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ 18 Abs. 2

geändert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

Titel A1

geändert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ A1-1

totalrevidiert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

Titel A2

geändert

Abl. 2015, S. 334

10.03.2015

01.04.2015

§ A2-1

totalrevidiert

Abl. 2015, S. 334

24.11.2020

01.01.2021

§ 22 Abs. 2

geändert

Abl. 2020, S. 2062

24.11.2020

01.01.2021

§ 24 Abs. 2

geändert

Abl. 2020, S. 2062

Änderungstabelle - Nach Artikel

Element

Beschluss

Inkrafttreten

Änderung

Fundstelle

Erlass

06.03.1979

01.04.1979

Erstfassung

Abl. 1979, S. 259

§ 1 Abs. 3

10.03.2015

01.04.2015

geändert

Abl. 2015, S. 334

§ 2a

10.03.2015

01.04.2015

eingefügt

Abl. 2015, S. 334

§ 3 Abs. 1

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

§ 4 Abs. 2

09.12.1986

01.01.1987

geändert

Abl. 1986, S. 1043

§ 9

17.12.2002

01.01.2003

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

§ 10

17.12.2002

01.01.2003

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

§ 10a

20.01.1998

01.02.1998

eingefügt

Abl. 1998, S. 178

§ 10b

10.03.2015

01.04.2015

eingefügt

Abl. 2015, S. 334

§ 11 Abs. 3

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

Titel 1a

26.03.1991

01.09.1991

eingefügt

Abl. 1991, S. 405

§ 11a

10.05.1994

01.06.1994

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

§ 11a Abs. 1, e)

02.12.2008

01.01.2009

aufgehoben

Abl. 2008, S. 1783

§ 11a Abs. 1, h)

02.12.2008

01.01.2009

geändert

Abl. 2008, S. 1783

§ 11b

10.05.1994

01.06.1994

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

§ 11c

10.05.1994

01.06.1994

totalrevidiert

Abl. 1994, S. 589

§ 12 Abs. 2

10.03.2015

01.04.2015

geändert

Abl. 2015, S. 334

§ 16 Abs. 1

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

§ 17 Abs. 2

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

§ 18 Abs. 2

10.03.2015

01.04.2015

geändert

Abl. 2015, S. 334

§ 18 Abs. 3

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

§ 19 Abs. 1

17.12.2002

01.01.2003

geändert

Abl. 2002, S. 2015

§ 22

27.11.2007

01.01.2008

totalrevidiert

Abl. 2007, S. 1805

§ 22 Abs. 2

24.11.2020

01.01.2021

geändert

Abl. 2020, S. 2062

§ 23 Abs. 1

27.11.2007

01.01.2008

geändert

Abl. 2007, S. 1805

§ 23 Abs. 2

09.12.1986

01.01.1987

geändert

Abl. 1986, S. 1043

§ 24

17.12.2002

01.01.2003

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

§ 24

27.11.2007

01.01.2008

totalrevidiert

Abl. 2007, S. 1805

§ 24 Abs. 2

24.11.2020

01.01.2021

geändert

Abl. 2020, S. 2062

§ 25 Abs. 2

09.12.1986

01.01.1987

geändert

Abl. 1986, S. 1043

§ 26 Abs. 1

19.12.2006

01.01.2007

geändert

Abl. 2006, S. 1851

§ 27

17.12.2002

01.01.2003

totalrevidiert

Abl. 2002, S. 2015

§ 28 Abs. 2

09.12.1986

01.01.1987

geändert

Abl. 1986, S. 1043

Titel A1

10.03.2015

01.04.2015

geändert

Abl. 2015, S. 334

§ A1-1

10.03.2015

01.04.2015

totalrevidiert

Abl. 2015, S. 334

Titel A2

10.03.2015

01.04.2015

geändert

Abl. 2015, S. 334

§ A2-1

10.03.2015

01.04.2015

totalrevidiert

Abl. 2015, S. 334