17.3916 · Postulat · 2017-09-29
Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Erledigt
Wortlaut
Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie der Einstieg für ausserfamiliäre Hofnachfolger und Initiativen der solidarischen Landwirtschaft (Produzenten-Konsumenten-Kollektive) erleichtert werden kann.
Begründung
Der Zugang zu Land und Hof gestaltet sich für Personen ohne familieneigenen Betrieb sehr schwierig. Schweizweit suchen junge, gut ausgebildete Landwirte und Landwirtinnen oft jahrelang erfolglos nach einem passenden Betrieb. Dies, obwohl jedes Jahr Hunderte von Betrieben wegen innerfamiliärem Nachwuchsmangel "sterben". Von motivierten Quereinsteigern geführte Betriebe zeichnen sich nicht selten durch Innovation und gute Wertschöpfung aus. Mit der Erleichterung ausserfamiliärer Betriebsübernahmen können Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten werden.
Antrag des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass Menschen, die nicht über die Familienzugehörigkeit mit der Landwirtschaft verbunden sind, zunehmendes Interesse zeigen, sich in der Landwirtschaft zu engagieren. Damit verbunden stellt sich die Frage, wie der Einstieg von sogenannten Dritten in die Landwirtschaft bzw. die Möglichkeit zur Übernahme von Betrieben erleichtert werden könnte. Diesen Sommer hat das BLW eine externe Studie in Auftrag gegeben, um unter anderem abzuklären, mit welchen rechtlichen Anpassungen dies erreicht werden könnte, ohne jedoch der Spekulation mit landwirtschaftlichem Boden Vorschub zu leisten oder die Ziele der Raumplanung zu gefährden. Die Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich bis im zweiten Semester 2018 vorliegen und sollen in die Weiterentwicklung der Agrarpolitik (AP 22 plus) einfliessen.
Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.