Monitoring der Bewerbungen auf offene Stellen bezüglich Sprachgemeinschaft und Herkunftskanton der Kandidaten und Kandidatinnen
20.3920 · Motion · 2020-07-03
Finanzdepartement
Erledigt
Wortlaut
Gestützt auf die Erkenntnisse des Berichts 2019 zur Förderung der Mehrsprachigkeit der Bundesverwaltung, ist der Bundesrat beauftragt während einer angemessenen Zeit (z.B. zwei Jahre) ein Monitoring der Bewerbungen bei den offenen Stellen durchzuführen, um die Sprachgemeinschaft und der Herkunftskanton der Kandidaten und Kandidatinnen zu eruieren.
Begründung
Um die Untervertretung der sprachlichen Minderheiten in der Verwaltung zu rechtfertigen, wird immer wieder behauptet, dass es nicht ausreichend Bewerbungen gibt. Dies lässt sich leider nicht prüfen, weil dazu keine Daten erhoben werden. Sind die Daten mal bekannt, kann man gezielte Massnahen treffen, um die ausgewogene Vertretung der Sprachgemeinschaften zu fördern.
Antrag des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
Stellungnahme des Bundesrates
Der Evaluationsbericht 2015-2019 zur Förderung der Mehrsprachigkeit vom 20.12.2019 weist aus, dass die Sollwerte zur Vertretung der Sprachgemeinschaften über alle Lohnklassen und Departemente insgesamt erreicht sind.
Am 12. Juni 2020 hat der Bundesrat die strategischen Ziele 2020-2023 für die Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung verabschiedet. Ein strategisches Ziel ist die Erarbeitung der Leitlinien des Vierjahresberichts 2020-2023 zur Förderung der Mehrsprachigkeit. Im Rahmen dieser Erarbeitung sollen die Anliegen aus der Motion aufgenommen und die gewünschten Kennzahlen zur Personalgewinnung im nächsten Vierjahresbericht 2020-2023 ausgewiesen werden. Zu präzisieren ist jedoch, dass unter "Herkunftskanton" der "Wohnsitzkanton" zu verstehen ist, da einzig dieser aus den Bewerbungsunterlagen ersichtlich ist.
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.