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20.5032 · Fragestunde. Frage · 2020-03-02

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Gäubahn: Fehlende Züge aus Stuttgart, schlechtes Wagenmaterial und oft unpünktlich.

- Wann gedenkt der Bundesrat, mit Nachdruck den Vertrag von Lugano einzufordern oder umzusetzen?

- Wie viele Züge waren während den letzten 12 Monaten unpünktlich (Anzahl und Minuten) und weshalb?

- Wie viele Male musste die SBB Ersatzzüge für die Bahnen aus D stellen?

- Wie kann diese Direktverbindung ohne zusätzliche Einschränkungen durch den Bau von Stuttgart 21 sichergestellt werden?

Stellungnahme des Bundesrates

1. Der Bundesrat hat mit der gemeinsamen Erklärung vom 22. Mai 2019 in Leipzig zwischen der Schweiz und Deutschland mit Nachdruck die schnelle Behebung der unzureichenden Situation gefordert.

2. Die Pünktlichkeit lag 2019 bei der Ankunft in Stuttgart bei 82 Prozent und bei der Ankunft in Zürich bei 89 Prozent. Somit waren 2019 rund 600 Züge von Verspätungen betroffen. Oft ist der Grund dafür das Abwarten von Gegenzügen bei Zugkreuzungen in den eingleisigen Abschnitten zwischen Singen und Stuttgart.

3. Es ist die SBB, die das Rollmaterial der zweistündlichen Direktverbindung zwischen Zürich und Stuttgart stellt. In der Stunde dazwischen fährt die SBB planmässig mit ihrem Rollmaterial zwischen Zürich und Singen. Ab Singen fährt die Deutsche Bahn AG (DB) mit eigenem Rollmaterial. Die SBB stellt kein Ersatzmaterial für Ausfälle dieses DB-Zugs.

4. Der Bund hat von den deutschen Behörden stets eine Planung von Stuttgart 21 gefordert, mit welcher die Direktverbindung sichergestellt werden kann. Die Baustelle Stuttgart 21 liegt in der Verantwortung der DB. Falls dennoch ein Unterbruch der Strecke nötig wird, plant die DB als Rückfallebene eine Verbindung mit Umsteigen im Bahnhof Stuttgart-Vaihingen.