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20.5121 · Fragestunde. Frage · 2020-03-04

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat kürzlich die Daten zur Rentabilität der unterschiedlichen Strecken der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr offengelegt. Nur 18 von 1422 Strecken können im Regionalverkehr kostendeckend betrieben werden. 33 Linien sind gefährdet.

- Wie gedenkt der Bundesrat weiter vorzugehen?

- Ist er nicht auch der Meinung, dass Strecken trotz schlechter Deckungsgrad grosse Bedeutung für die flächendeckende Erschliessung und das Gesamtsystem öV haben können?

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat weist darauf hin, dass der öffentliche Verkehr als Service Public dem Anliegen von Nationalrat Candinas entspricht. Das Angebot im Regionalen Personenverkehr wird von Bund und Kantonen bestellt und somit finanziert. Der Bundesrat teilt die Meinung des Fragenden, dass eine flächendeckende Erschliessung mit öffentlichem Verkehr äusserst wichtig ist. Für die Bewältigung des stetig wachsenden Verkehrsaufkommens in der Schweiz spielt der öffentlichen Verkehr eine Schlüsselrolle. Das Angebot muss angepasst an die Nachfrage in allen Landesteilen auch in Randgebieten einfach zugänglich sein.

Die Verordnung über die Abgeltung des regionalen Personenverkehrs legt die Kriterien fest, die erfüllt sein müssen, damit eine Linie des Regionalen Personenverkehrs Abgeltungen erhält. Dabei wird auch berücksichtigt, dass Linien in gewissen Gebieten erschwerte Bedingungen haben. Für solche Linien können die Kriterien für die minimale Wirtschaftlichkeit angepasst werden. Wenn Linien wegen zu tiefem Kostendeckungsgrad trotzdem gefährdet sind, wird das Angebot angepasst, um eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erreichen.