21.7280 · Fragestunde. Frage · 2021-03-10
Departement des Innern
Erledigt
Wortlaut
- Wie kann eine höhere Adaption mit dem vom Bund (BAG) installierten VDML; Vaccination Monitoring Data Lake erreicht werden, ohne dass jeder Kanton eine eigene Datenbank parallel aufbauen muss?
- Ist es heute mit der vorliegenden Datenbank möglich, alle Daten (Impfzentren, mobile Einheiten, Hausärzte, Apotheken) auf Stufe Kanton einzugeben und auf Stufe Bund abzurufen?
- Könnten diese Impfdaten die Basis für ein Impfzertifikat ("green pass") liefern?
Stellungnahme des Bundesrates
Gestützt auf die Weisung vom 27. Januar 2021 zur Erhebung und Übermittlung der Monitoringdaten zu Covid-19-Impfungen durch die Kantone an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind die Kantone verpflichtet, dem BAG die Daten zu jedem Impfereignis für das nationale Impfmonitoring gemäss einem vorgegebenen "Minimal Dataset" zu liefern. Die Lieferung erfolgt in elektronischer Form an die zentrale Datenbank VMDL (Vaccination Monitoring Data Lake). Die Impfdaten werden dabei im vom BAG empfohlenen System zur Impfdokumentation in Impfzentren (OneDoc) sowie in ergänzend von den Kantonen eingesetzten Systemen zur Dokumentation von Impfungen in Hausarztpraxen oder Apotheken erfasst, und über eine vom BAG zur Verfügung gestellte Schnittstelle an den VMDL geliefert. Momentan sind 11 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein in der Lage, auf diesem Weg vollständige Daten gemäss der erwähnten Weisung an das BAG zu liefern. Das BAG hat den Kantonen aufgezeigt, welche Impfdokumentationssysteme sie zusätzlich zu OneDoc einsetzen können, um eine vollständige Erfassung und Lieferung der Impfdaten - unabhängig der Impfstellen - an das BAG sicherzustellen. Der Bund prüft im Rahmen der Arbeiten zur Schaffung eines Impfnachweises, ob und unter welchen Voraussetzungen die erwähnten Systeme zur Impfdokumentation als Grundlage für ein allfälliges Impfzertifikat in Frage kommen.