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21.7691 · Fragestunde. Frage · 2021-09-15

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Drastisch steigende Fallzahlen in Israel und Ländern mit hoher Impfquote zeigen, dass die Wirksamkeit der mRNA Injektionen nicht den Erwartungen aufgrund der sog. Zulassungsstudien entspricht. Auch in der Schweiz häufen sich Impfdurchbrüche. Neuerdings wird sogar die Zweckmässigkeit von Booster-Impfungen angezweifelt.

Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass doppelt geimpfte Personen eine mindestens so hohe Viruslast wie ungeimpfte aufweisen, also andere Menschen anstecken können.

Stellungnahme des Bundesrates

In der aktuellen Phase der Pandemie steht für den Bundesrat nicht die Vermeidung von Infektionen, sondern der Schutz des Gesundheitssystems im Vordergrund. Im Drei-Phasen-Modell hat er festgelegt, dass nur dann Massnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Überlastung der Spitäler droht. Gemäss den Daten aus den klinischen Zulassungsstudien der mRNA-Impfstoffe sowie den Erfahrungen verschiedener Länder und auch der Schweiz hält die Schutzdauer gegen schwere Erkrankungen und Hospitalisationen an. Die Hospitalisationsdaten zeigen ein klares Bild; über 90 Prozent der hospitalisierten Covid-19-Patientinnen und -Patienten sind aktuell ungeimpft. Ob Auffrischimpfungen durchgeführt werden sollten, wird laufend evaluiert. Aktuell wird dies noch nicht empfohlen. Auch bei vollständig geimpften Personen ist eine Infektion nicht ausgeschlossen. Studien zeigen aber: vollständig geimpfte Personen infizieren sich deutlich weniger häufig als ungeimpfte Personen und es gibt Hinweise, dass sie das Virus mit geringerer Wahrscheinlichkeit an andere weitergeben als ungeimpfte Personen. Dies, da sie im Durchschnitt eine geringere Viruslast und entsprechend weniger Viren in den Atemwegen haben und daher wahrscheinlich auch weniger Viren ausscheiden. Die steigenden Fallzahlen in Israel, welches eine etwas vergleichbare Durchimpfungsquote aufweist wie die Schweiz, zeigen eindrücklich, dass beim aktuellen Stand der Durchimpfung die Zirkulation des Virus noch nicht genügend reduziert werden kann.

Antwort des Bundesrates.