21.7825 · Fragestunde. Frage · 2021-09-20
Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport
Erledigt
Wortlaut
Auszug: "Das VBS prüft in Zusammenarbeit mit den Bildungsverantwortlichen, ob künftig Aspekte der Sicherheitspolitik in den Schulunterricht aufgenommen werden sollen. Geprüft wird konkret die Einführung eines "Sicherheitstages" oder einer "Sicherheitswoche" an Gymnasien und Berufsschulen,..."
- Was will das VBS damit erreichen?
- Welche Botschaft soll vermittelt werden?
- Wird an einem solchen Tag nur die Sicherheitssicht des VBS oder auch gewaltfreie Methoden von Konfliktlösungen präsentiert?
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat will junge Bürgerinnen und Bürger für das Thema Sicherheit sensibilisieren. Das ist in der Schweiz besonders wichtig, weil zentrale Sicherheitsorganisation wie Armee und Zivilschutz vom Engagement der Miliz getragen werden. Daher erachtet es der Bundesrat als wichtig, das Bewusstsein von jungen Frauen und Männern für das Thema Sicherheit zu schärfen. Im Rahmen eines Pilotversuchs wird im Oktober 2021 erstmals eine Sicherheitswoche an der Kantonsschule Frauenfeld durchgeführt. Die Sicherheitswoche soll dazu dienen, junge Bürgerinnen und Bürger über die verschiedenen Aspekte des Themas Sicherheit zu informieren. Dabei sollen auch Möglichkeiten und Karrierechancen in verschiedenen Sicherheitsorganisationen wie Zivilschutz, Armee, Polizei, Feuerwehr und Zollverwaltung aufgezeigt werden, ob als Miliztätigkeit oder berufliche Tätigkeit. Das kann dazu beitragen, die Bestände der Sicherheitsorganisationen zu verbessern und den Anteil an Frauen in der Armee zu erhöhen. Gewaltfreie Beilegung von Konflikten gehört auch zum Auftrag von Sicherheitsbehörden, beispielsweise bei der Polizei oder in der militärischen Friedenförderung und wird während der Sicherheitswoche dementsprechend thematisiert.