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22.3879 · Motion · 2022-07-01

Bundeskanzlei

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, die Geschlechterperspektive in seine nächste Digitalisierungsstrategie zu integrieren.

Eine Minderheit der Kommission (Huber, Gafner, Gutjahr, Haab, Herzog Verena, Tuena, Wobmann) beantragt, die Motion abzulehnen.

Begründung

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet rasch voran und ist beispiellos. Die Regierung steht der Digitalisierung zwar positiv gegenüber, doch könnten die fehlenden Richtlinien dazu führen, dass neue Ungleichheiten in unserer Gesellschaft entstehen oder bestimmte Ungleichheiten weiterhin bestehen.

Der Frauenanteil im Informatikbereich beträgt nur 15 Prozent, sodass die digitalen Produkte in erster Linie von und für Männer entworfen werden. Ohne sofortige Massnahmen werden laut Expertinnen und Experten des Internationalen Währungsfonds (IMF) und des World Economic Forums (WEF) Frauen stärker als Männer von dem weltweit aufgrund der Digitalisierung der Wirtschaft zu erwartenden Stellenabbau betroffen sein. Die Männer würden ausserdem stärker von neuen Stellen profitieren. Da Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind (Teilzeit, geschlechterspezifische Berufswahl), wird sich diese Situation stärker auf sie auswirken.

Daher soll der Bundesrat die Geschlechterperspektive bei der Ausarbeitung seiner künftigen Digitalisierungsstrategien berücksichtigen, damit das das Problem der Benachteiligungen im digitalen Bereich, von der die Frauen derzeit betroffen sind, an der Wurzel angepackt wird.

Mit der Einreichung der Motion hat die Kommission der Petition 21.2038 Frauensession 2021. Geschlechterperspektive in Strategie "Digitale Schweiz" integrieren Folge gegeben.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

Stellungnahme des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

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