Lexipedia

22.7809 · Fragestunde. Frage · 2022-09-21

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

1. Wie hoch sind die Ausgaben des Bundes für das jährliche Monitoring von Grossraubtieren, insbesondere von Wölfen (direkte Aufträge, via Beitragswesen, Zahlungen an Kantone, allenfalls weitere)?

2. Welche Organisationen/Unternehmen sind darin eingebunden und mit welchen Beträgen werden diese entgolten?

3. Welche fachlichen Anforderungen werden an die Empfänger gestellt?

Wie wird die Einhaltung überprüft (Qualitätskontrolle)?

4. Sind dem Bund die Zusatzaufwendungen der Kantone bekannt?

Stellungnahme des Bundesrates

1. Der Bund investiert jährlich 1,1 Millionen Franken in das Monitoring der Grossraubtiere Luchs, Wolf, Bär und Goldschakal. Die Kosten für das Wolfsmonitoring belaufen sich auf insgesamt 500 000 Franken.

2. Mit dem Grossraubtiermonitoring hat das BAFU derzeit zwei Institutionen betraut: einerseits die von den Kantonen geführte Stiftung KORA (Raubtierökologie und Wildtiermanagement) und andererseits das Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne.

3. Beide genannten Organisationen sind wissenschaftliche Institutionen. Das BAFU führt mindestens vierteljährlich Besprechungen mit diesen Institutionen durch, um die Umsetzung des Mandats zu besprechen.

4. Gewisse Kantone, wie zum Beispiel Graubünden und Wallis, halten ihre Zeitaufwendungen für den Umgang mit dem Wolf (Monitoring, Riss- Beurteilungen, Abschüsse) fest und lassen diese Information dem BAFU zur Kenntnis zukommen. Diese Angaben schwanken zwischen 50 000 und 200 000 Franken, je nach Jahr und Anzahl Abschussvorhaben.