22.7949 · Fragestunde. Frage · 2022-11-30
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Erledigt
Wortlaut
In seiner Antwort auf die Interpellation 22.4224 hält der Bundesrat fest, dass die Turbinen mit einem Brennstoff betrieben werden können, der bis zu 70 Prozent Wasserstoff enthält, ein solcher Brennstoff aber nicht während der gesamten Vertragslaufzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen werde.
Welche Anstrengungen hat der Bundesrat bereits unternommen und was plant er, um solche Brennstoffe zu beschaffen, sodass das Notkraftwerk möglichst mit Wasserstoff betrieben werden kann?
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat hält es derzeit für nicht realistisch, das für den Zeitraum von 2023 bis 2026 befristete Reservekraftwerk in Birr in erster Linie mit Wasserstoff zu betreiben. Gründe hierfür sind logistische Herausforderungen, die in Kürze nicht lösbar sind. Zudem steht der wenige zur Verfügung stehende Wasserstoff in Konkurrenz zur Verwendung als Brennstoff in Lastkraftwagen - in der Gesamtbilanz muss also abgewogen werden, für was der zur Verfügung stehende Wasserstoff eingesetzt werden soll. Das Reservekraftwerk nimmt aber am Emissionshandelssystem teil. Für die freigesetzten CO2-Emissionen müssen entsprechend Emissionsrechte abgegeben werden.