23.7692 · Fragestunde. Frage · 2023-09-20
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Erledigt
Wortlaut
Der Bundesrat schreibt auf meine Frage 23.7436 "Längerfristig die wichtigsten Massnahmen, um Blaualgen in den Seen zu reduzieren, sind die Eindämmung der Klimaerwärmung und die Reduktion der Nährstoffeinträge wie Stickstoff und Phosphor".
- In welchen Politikbereichen kann er seit dem Jahr 2000 Reduktionen der Nährstoffeinträge vorweisen?
Wie lassen sich diese quantifizieren/vergleichen?
- In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf?
Wie lässt sich dieser quantifizieren/vergleichen?
Stellungnahme des Bundesrates
Der Eintrag von Stickstoff aus Kläranlagen hat seit dem Jahr 2000 um ca. 25 Prozent abgenommen (von ca. 30'000 auf 22'500 t). Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft nahmen im selben Zeitraum um ca. 14 Prozent ab (von ca. 38'000 auf 32'500 t).Der Eintrag von gelöstem Phosphor aus Kläranlagen hat seit dem Jahr 2000 um ca. 56 Prozent abgenommen (von ca. 1500 auf 662 t). Der Eintrag von gelöstem Phosphor aus der Landwirtschaft hat im selben Zeitraum ca. 34 Prozent abgenommen (von ca. 575 auf 382 t). Diese Zahlen wurden mit Modellen berechnet.Der Bundesrat stellt somit fest, dass der Eintrag diverser Stoffe in die Umwelt deutlich abgenommen hat, was bei der Beurteilung des Handlungsbedarfs für weitere Reduktionen zu berücksichtigen ist.