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23.7945 · Fragestunde. Frage · 2023-12-12

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Auf meine Ip. 23.4123 schreibt der Bundesrat, dass der vorliegende Fall nur einen einzigen in der Schweiz zugelassenen Wirkstoff betrifft. Zudem hätte die gezielte Überprüfung des zugelassenen Pflanzenschutzmittels, das diesen Wirkstoff enthält, bereits im Frühjahr 2023 begonnen.
- Um welchen Stoff handelt es sich?
Für welche Anwendungen ist er zugelassen?
- Wie grosse Mengen werden jährlich verkauft?
Welche Alternativen bestehen?
Was ist mit den anderen in der Studie erwähnten Stoffen?

Stellungnahme des Bundesrates

Es handelt sich um den Wirkstoff Abamectin. Es gibt in der Schweiz nur ein bewilligtes Pflanzenschutzmittel, das diesen Wirkstoff enthält und bei dem direkter Handlungsbedarf bestand. Im Frühjahr 2023 wurde deshalb durch die Zulassungsstelle eine gezielte Überprüfung gestartet. Dabei wurden in einem ersten Schritt – gestützt auf die Entscheide der EU – die Anwendungen im Freiland aufgrund von Risiken für Wasserorganismen, Vögel und Säuger im November 2023 zurückgezogen. Die restlichen bewilligten Anwendungen im Gewächshaus werden noch vertieft überprüft. Im 2022 wurden 0.082 Tonnen dieses Wirkstoffs verkauft. Die in diesen Kulturen auftretenden Schädlinge können mit anderen bewilligten Insektiziden bekämpft werden. Für die Wirkstoffe Buprofezin, Fluazinam und Glyphosat werden beziehungsweise wurden die Studien zur Entwicklungsneurotoxizität in der EU im Rahmen der Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung berücksichtigt. Im Anschluss dazu wird auch in der Schweiz eine gezielte Überprüfung aller Pflanzenschutzmittel, welche einen dieser Wirkstoffe enthalten, vorgenommen. Die anderen in der Studie erwähnten Wirkstoffe sind in der Schweiz nicht genehmigt.