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24.3970 · Interpellation · 2024-09-24

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor

Wortlaut

"Jugend und Sport" ist eine Erfolgsgeschichte. Das Programm geniesst breite politische Unterstützung. Durch die Setzung von thematischen Schwerpunkten in den Bereichen Ausbildungsqualität, Sicherheit beim Sporttreiben, Prävention und Integration entspricht die programmatische Ausgestaltung von Jugend und Sport den heutigen gesellschaftlichen Bedürfnissen und Erwartungen. Die Entwicklung des Programms verläuft sehr erfolgreich. Es ist entscheidend, dass das Programm "Jugend und Sport" stabil auf Kurs gehalten wird, so dass die Beteiligten über Planungssicherheit verfügen.

Der Bundesrat ist deshalb gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Inwiefern ist J+S von möglichen Sparmassnahmen des Bundes betroffen?

  2. Wie lange kann das BASPO mit dem aktuellen Subventionskredit J+S führen, ohne die Ansätze für die Jugendkurse zu senken?

  3. Inwiefern sind ursprünglich geplante und notwendige Entwicklungen von J+S aufgrund der angespannten Finanzlage des Bundes zurückgestellt worden?

  4. Was ist der Plan des VBS, was die Entwicklung von J+S für die nächsten Jahre anbetrifft?

Stellungnahme des Bundesrates

1. Der Bundesrat hat am 20. September 2024 festgelegt, welche Massnahmen aus dem Bericht der von ihm eingesetzten Expertengruppe «Aufgaben- und Subventionsüberprüfung» weiterverfolgt werden sollen (www.efd.admin.ch > Aufgaben- und Subventionsüberprüfung). Die Massnahme 4.10 aus dem Aufgabengebiet «Kultur und Freizeit» sieht eine Kürzung der Finanzhilfen für die Sportförderung um jährlich 10 Prozent vor (je rund 17 Mio. Franken jährlich). Derzeit wird geprüft, wie diese Vorgabe im Bereich der Sportförderung konkret umgesetzt wird. 2/2

2. Gemäss aktuellen Hochrechnungen und unter Annahme eines anhaltenden Wachstums an J+S-Aktivitäten von jährlich rund 3%, müssen die Ansätze für J+S-Kurse und -Lager voraussichtlich ab 2026 gesenkt werden.

3. J+S stehen heute (VA 2025) 115 Mio. Franken zur Verfügung (VA 2008: 62 Mio.). Mit einer geplanten Revision der Sportförderungsverordnung (SpoFöV; SR 415.01), welche voraussichtlich 2026 in Kraft treten soll, würde ein drittes Massnahmenpaket des J+SWeiterentwicklungsprojekts "J+S-Agenda 2025" realisiert. Dieses sieht umfassende und strukturelle Massnahmen zur Weiterentwicklung, Vereinfachung und Modernisierung des Programms J+S vor. Aufgrund der angespannten Finanzlage des Bundes konnten verschiedene Entwicklungen, welche potenziell zu einer Erhöhung des Mittelbedarfs für J+S führen würden, nicht vorangetrieben werden. Dies betrifft beispielsweise die Einführung einer nationalen Lösung für Assistenzleiterinnen und -leiter oder die Aufnahme neuer Sportarten. Solche mit einem finanziellen Mehrbedarf verbundenen Änderungen müssten in anderen Bereichen der Sportförderung kompensiert werden.

4. Das Programm J+S wurde laufend weiterentwickelt, um den gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Der Ausbau erfolgte in mehreren Schritten z.B. Öffnung Programm für die 5-10-jährigen Kinder, Aufstockungen infolge erhöhter Nachfrage oder höhere Beiträge an die J+S-Lager. Weiter wurden seit 2020 neun neue Sportarten aufgenommen. Gemäss der im Jahr 2022 zum zweiten Mal veröffentlichten SOPHYA-Studie wirkt sich die Sportförderung von J+S positiv auf die Sportaktivität junger Menschen aus (vgl. www.baspo.admin.ch > Dokumentation > Publikationen > SOPHYA-Studie). Die Studie erfasst nach objektiven Kriterien das Bewegungsverhalten von 6-16-jährigen Kindern aus der Schweiz. Kinder, die an J+S-Aktivitäten teilnehmen, behalten mit höherer Wahrscheinlichkeit einen aktiven Lebensstil bei, wenn sie älter werden. Für die nächsten Jahre gilt es J+S so auszurichten, dass der Zugang für Kinder und Jugendliche flexibler und leichter möglich ist. Zudem ist das Programm so zu vereinfachen, dass es den Bedürfnissen der meist ehrenamtlich tätigen J+S-Kaderpersonen besser gerecht wird.

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