24.7359 · Fragestunde. Frage · 2024-05-29
Departement für auswärtige Angelegenheiten
Erledigt
Wortlaut
Laut einer Recherche, bei der The Guardian federführend war und die am 28. Mai 2024 publiziert worden ist, hat die Führung des Mossad auf unmittelbare und schwerwiegende Weise (Drohungen, Erpressung, etc.) Druck auf die ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs ausgeübt. Dies in Zusammenhang mit dessen Arbeit zur Situation im Mittleren Osten.
- Verurteilt der Bundesrat solche Handlungen, sollten sie sich denn bewahrheiten?
- Und wie gedenkt er, gegenüber Israel bilateral und multilateral mitzuteilen, dass er solche Handlungen missbilligt?
Stellungnahme des Bundesrates
La Suisse soutient la Cour pénale internationale (CPI) en tant qu'institution judiciaire indépendante et impartiale. La Suisse a toujours défendu l’indépendance de la CPI et continuera à le faire. La CPI a confirmé sa compétence pour la situation en Palestine en 2020 et autorisé l’ouverture d’une enquête. Des renvois supplémentaires n’étaient dès lors pas nécessaires pour accélérer la procédure comme c’était le cas pour la situation en Ukraine. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, äussert sich der Bundesrat nicht zum Antrag des Anklägers auf Erlass von Haftbefehlen. Die zuständige Vorverfahrenskammer des IStGH wird diese Anträge nun zu prüfen haben. Die Unabhängigkeit des Gerichts muss respektiert werden. Als Mitglied des Römer Statuts ist die Schweiz grundsätzlich verpflichtet, Haftbefehle des IStGH zu vollstrecken. Über die Zulässigkeit und die Modalitäten der Zusammenarbeit mit dem IStGH entscheidet das Bundesamt für Justiz. Der Bundesrat entscheidet auf Antrag des EJPD über Immunitätsfragen.Die Schweiz anerkennt das Recht Israels, seine Sicherheit zu gewährleisten. Dabei muss das humanitäre Völkerrecht eingehalten werden. Der IStGH urteilt über die Handlungen von Einzelpersonen, nicht von Staaten.