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24.7485 · Fragestunde. Frage · 2024-09-09

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

Der Kanton St. Gallen hat den Verkauf von Rindfleisch gestoppt, das zu hohe Anteile von PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, "Ewigkeitschemikalien") aufweist. Die Verschmutzung stammt vermutlich aus der früher erlaubten Ausbringung von Klärschlamm. Fleisch und weitere Produkte von Kühen, die im Kanton St. Gallen weideten bzw. gefüttert wurden, werden allerdings nicht nur in diesem Kanton verkauft.
Was unternimmt der Bund zum Schutz der Bevölkerung in der übrigen Schweiz?

Stellungnahme des Bundesrates

Per Anfangs 2024 hat der Bund Höchstgehalte für PFAS in bestimmten Lebensmitteln wie Eiern oder Fleisch von Rindern, Schweinen und Geflügel festgelegt. Diese müssen eingehalten werden; andernfalls dürfen die betroffenen Produkte weder verarbeitet noch verkauft werden. Der Vollzug der lebensmittelrechtlichen Bestimmungen obliegt den kantonalen Behörden. Sie verfügen gezielte Massnahmen gegenüber betroffenen Betrieben. Produkte, die den festgelegten Höchstgehalt überschreiten, gelangen somit auch in der übrigen Schweiz nicht in den Handel. So hat der Kanton St. Gallen verfügt, dass die betroffenen Betriebe sicherstellen müssen, dass die Höchstwerte im Fleisch ihrer Tiere nicht überschritten werden. Werden Höchstwerte überschritten, darf das Fleisch nicht für die menschliche Ernährung verwendet werden. Der Kanton St. Gallen wird die Einhaltung mit Inspektionen vor Ort und Laboranalysen überprüfen. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) koordiniert den Vollzug des Lebensmittelrechts durch die Kantone und unterstützt diese bei Bedarf. Zum Beispiel stimmt das BLV zusammen mit dem Verband der Kantonschemikerinnen und Kantonschemiker (VKCS) Messungen von PFAS in verschiedenen Lebensmittelkategorien ab, um einen besseren Überblick über die Belastung zu erhalten. Auf der Internetseite des BLV finden sich allgemeine Informationen zum Thema PFAS in Lebensmitteln.