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24.7896 · Fragestunde. Frage · 2024-12-04

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

- Wie steht der Bundesrat Kampagnen / Slogans, wenn dasteht: «Probiere aus, ob eine schwächere THC-Dosis für dich auch passt», «Probiere Konsumformen ohne Verbrennung aus»?
- Was unternimmt der Bundesrat, damit bei Kindern und Jugendlichen (Art. 11 BV) ein regulierter Cannabiskonsum immer noch als gefährlich gilt?
- Wie nutzt der Bundesrat Erfahrungen, damit sich der illegale Konsum bei 12-17 jährigen nicht wie in Colorado (US) verdoppeln kann?
- Hat der Bundesrat konkrete Ziele und Präventionen dazu?

Stellungnahme des Bundesrates

Derzeit sind dem Bundesrat in der Schweiz keine entsprechenden nationalen oder kantonalen Kampagnen zur Risikominimierung bei Cannabiskonsum bekannt. In der Suchtberatung und Suchthilfe werden jedoch Personen mit problematischem Substanzkonsum auf weniger risikoreichen Umgang mit Suchtmitteln hingewiesen. Solche Botschaften werden direkt an Betroffene gerichtet und nicht an die allgemeine Bevölkerung. In der Nationalen Strategie Sucht ist die Prävention bei Minderjährigen ein Schwerpunkt und der Fokus liegt auf der Sensibilisierung im schulischen Umfeld. Der Bundesrat empfiehlt in seinem Bericht in Erfüllung des Postulats Minder 21.3280 im Vorfeld einer allfälligen Legalisierung von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken eine breitere Präventions- und Sensibilisierungs­kampagne durchzuführen, damit die Substanz nicht verharmlost wird. Der US-Bundesstaat Colorado hat einen sehr liberalen legalen Cannabismarkt zugelassen, in dem der Absatz von Cannabisprodukten beworben werden kann. Der Bundesrat erachtet dieses Modell als problematisch. Im Bericht in Erfüllung des Postulats Minder 21.3280 erklärte der Bundesrat, dass er ein Modell der Cannabislegalisierung mit einer starken Kontrolle des Marktes und mit einem starken Jugendschutz befürworten würde. Der Verkauf an Minderjährige müsste zudem strikt verboten bleiben.

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