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26.3579 · Interpellation · 2026-06-04

Departement des Innern

Eingereicht

Wortlaut

Es werden immer weniger Kinder in der Schweiz geboren: Die Geburtenrate liegt nur noch bei 1,29 Kindern pro Frau und ist damit auf einen historischen Tiefstand gesunken; für den Bestandserhalt wären 2,1 Kinder pro Frau notwendig. Bei den Schweizerinnen dürfte die Geburtenrate noch tiefer liegen. In einigen Jahren droht die Schweizer Bevölkerung zu schrumpfen und längerfristig könnte sie sogar aussterben, wenn der Abwärtstrend so weitergeht. Dies ist staats- und gesellschaftspolitisch bedenklich; die Alterung der Bevölkerung belastet unser Renten- und Sozialsystem und fördert die Zuwanderung noch mehr.

  1. Teilt der Bundesrat meine Auffassung, dass die historisch tiefe Geburtenrate vor allem bei Schweizer Frauen staats- und gesellschaftspolitisch ein echtes Problem darstellt?

  2. Ist der Bundesrat bereit, Vorschläge zu unterbreiten, wie Schweizer Familien mit mehr als zwei Kindern steuerlich entlastet werden könnten, beispielsweise mit einem Steuerrabatt von 10 Prozent pro Kind?

  3. Sieht der Bundesrat andere Möglichkeiten, um Schweizer Frauen mit mehr als zwei Kindern zu entlasten, zum Beispiel bei den Krankenkassenprämien?

  4. Was sagt der Bundesrat zum ungarischen Modell, das seit vergangenem Herbst dreifache Mütter lebenslänglich von der Einkommenssteuer befreit?

  5. Ist der Bundesrat bereit, familien- und kinderfördernde Massnahmen auf Frauen mit Schweizer Pass zu beschränken, um den steigenden Ausländeranteil zu bremsen?