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preparatory:AB 115588

Gutzwiller Felix · Ständerat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2010-12-02

Wortprotokoll

Ich unterstütze dieses Postulat ebenfalls, aber nach den Tönen, die wir teilweise hier im Rat gehört haben, ist es mir ein Anliegen, klarzustellen, warum ich es unterstütze. Die ausländischen Studierenden in der Schweiz sind eine Richesse, sind eine Ressource. Natürlich haben wir jetzt ein paar Probleme, weil es sehr viele sind; diese Probleme müssen angegangen, dokumentiert, analysiert und gelöst werden; deshalb unterstütze ich das Postulat.

Aber das Problem ist vor allem ein qualitatives, das heisst, wir wollen auf jeden Fall viele gute, hochqualifizierte ausländische Studierende - das hat den ETH-Bereich, aber auch viele Universitäten stark gemacht. Die Schweiz ist nicht nur in einem Wettbewerb um die besten Professoren und Professorinnen, sondern es gibt heute auch einen weltweiten Wettbewerb um die besten Studierenden. Da wollen wir mitmachen, sie sind absolut essenziell, wenn unsere Universitäten Top-Universitäten bleiben wollen. Sehen Sie die amerikanischen Top-Institutionen an oder andere: Dort ist die Frage, wie man die intelligentesten und besten Studierenden rekrutiert, ganz zentral geworden. In diese Richtung verstehe ich das Postulat, in diese Richtung soll man sich orientieren, wenn man in diesem Qualitätswettbewerb mithalten will; jegliche fremdenfeindlichen Töne, sage ich einmal, sind im Zusammenhang mit diesem Thema völlig fehl am Platz.

Ich möchte noch darauf hinweisen, was Frau Savary gesagt hat, es scheint mir sehr wichtig, und deshalb mache ich gerne noch das Echo zu dieser Aussage: Wir sollten das Problem auch nicht zu eng sehen. Die Finanzierungsproblematik ist im Postulat angesprochen, Frau Savary hat es gesagt: Vor einem Jahr wurde in einer Antwort des Bundesrates ausgeführt, dass wir allein im Gesundheitswesen Transfergewinne von über einer Milliarde Franken durch ausländische Mitarbeiter haben. Zu eng sollte man also auch dieses Finanzierungsproblem nicht sehen.

Stimmen Sie diesem Postulat im Grundsatz zu, sehen Sie es aber unter der Optik des internationalen Qualitätswettbewerbes und unter dem Aspekt, wie die Schweiz verhindern kann, dass Masse statt Klasse stattfindet - das wollen wir auch nicht, aber Klasse soll stattfinden.