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Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2012-05-03

Wortprotokoll

Ich lese nicht ab, Frau Leutenegger Oberholzer, danke für den Hinweis. Der Tourismus ist ausserordentlich gefordert, keine Frage, und seit dem 11. März sicherlich zusätzlich. Sie haben den Schweizerfranken erwähnt. Wir führen hier sicherlich keine Schweizerfrankendiskussion, aber es ist nach wie vor eines der ganz wesentlichen Momente, weshalb auch der Tourismus herausgefordert ist wie nie zuvor.

Sie haben vorhin gesagt: Handeln Sie! Ich erinnere Sie daran, dass Sie gehandelt haben. Sie haben zum Beispiel im letzten Jahr gehandelt, als Sie zusätzliche Mittel gesprochen haben, nämlich die 24 Millionen Franken für das touristische Landesmarketing in den Jahren 2012 und 2013. Sie haben auch gehandelt - und vielleicht ist das nach dem 11. März jetzt umso wichtiger, auch wenn es zwischenzeitlich eher belächelt worden ist -, als Sie in der letzten Herbstsession 100 Millionen Franken zugunsten der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit gesprochen haben.

Wir haben das Instrument des Switzerland Travel Centre. Sie haben eben die Software beurteilt und sie als altmodisch dargestellt. Das ist nicht mein Verständnis. Es ist vielleicht nicht die modernste Software, aber es ist immerhin eine Software, die von zweitausend Beherbergungsbetrieben aktuell benutzt wird. Es kann nicht Staatsaufgabe sein, dem Tourismus irgendwelche Plattformen zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Ganz abgesehen davon gibt es ja auch noch den Holidaycheck, und dann gibt es die internationalen Plattformen in den internationalen Märkten, die insbesondere auch gebraucht werden, um internationale Gäste aufklären zu können, gewinnen zu können und ihnen den Weg in die Schweizer Hotellerie zu ebnen. Vor diesem Hintergrund sage ich: bitte keine zusätzliche Staatsintervention.

Damit bitte ich Sie, die Motion abzulehnen.

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