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preparatory:AB 15297

Blocher Christoph · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2001-10-04

Wortprotokoll

Ich kann diese Frage auch jetzt beantworten. Ich muss ja dann am Schluss sagen, was wir machen sollen.

1. Man muss dafür sorgen, dass diese verdammte Verfilzung und diese Knäuel nicht mehr vorkommen, nicht nur im Luftverkehr - dringend.

2. Die Aufgabe der Unternehmen ist es nicht, sozial und gemeinnützig usw. tätig zu sein; das kommt dann bei der Swissair auch noch. Bei der Expo.02 sagte sie: Wir haben kein Geld mehr. Aber sie musste noch 3 Millionen Franken geben, dann waren diese Kreise auch wieder beruhigt. Das sollte nicht mehr vorkommen.

Und jetzt zu diesem Fall, zu diesen 430 Millionen Franken: Ich weiss natürlich bei dieser maroden Führung der Swissair nicht, ob das überhaupt stimmt, was die gestern gesagt haben. Das ist eine Firma, die nicht einmal den Liquiditätsbedarf für die nächsten Tage kennt. Aber wenn das Geld nur dafür bestimmt ist, Gäste, die in der Schweiz oder im Ausland sind, zu bedienen, dann kann ich sagen: Das ist ein Katastrophenszenario, das ich noch mittragen kann.

Herr Bundesrat Villiger, ich muss mich immer fragen: Was würde ich in Ihren Schuhen machen? Ich würde für diese Schweinerei dringendst einen eidgenössischen Emissär bestimmen, einen mit Erfahrung, der schon Firmen saniert hat; das ist ein ganz harter Job. Dann könnten Sie sich zurücklehnen. Und es sollte jetzt nur etwas gemacht werden: der Transport der Gäste vom und zum Flughafen Zürich. So würde ich vorgehen. Ich glaube, dann wären Sie auch etwas entlastet. Herr Villiger hat im Ständerat gesagt, das sei eine der wenigen ruhigen Stunden in den letzten Tagen. Wenn der Bundesrat so herumgetrieben wird, dann wäre mein Vorschlag, dass er vorne einen hat, der es macht, und er selber sollte weit nach hinten lehnen.

Das Konzept Crossair könnte eine Lösung sein. Auf jeden Fall müssen sie neu beginnen; das ist das Wichtigste.