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preparatory:AB 155236

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2014-06-16

Wortprotokoll

Die Bereitstellung von Fachkräften ist eine wirkliche Herausforderung; wir sind diesbezüglich seit Sommer 2011 am Arbeiten. Seit dem 9. Februar 2014 ist die Herausforderung noch etwas grösser geworden. Wir haben im Wesentlichen vier Pisten festgelegt, nämlich die Höherqualifizierung, die Vereinbarkeit, die Erwerbstätigkeit bis zur Pension und letztlich noch die Innovation. Die Verbundpartner Kanton, Bund und Organisationen der Arbeitswelt sind verschiedenste Male an runden Tischen versammelt gewesen und haben sich das Wort gegeben, jetzt die Massnahmen, die festgelegt worden sind, wirklich an die Hand zu nehmen und zu investieren, um aus dem eigenen vorhandenen Potenzial noch mehr herauszuholen - mit anderen Worten: die Leute zu identifizieren, sie abzuholen, in sie zu investieren, sie aufzubauen und erst noch in einen Job zu integrieren. Die Rollen sind verteilt, die Massnahmen, wie gesagt, festgelegt. Sie sind auch getimt, sodass wir Ergebnisse erwarten dürfen.

Frau Ständerätin Fetz, ich teile mit Ihnen vorbehaltlos, dass es bei der Firmenansiedlungspolitik oder bei der Politik, mit welcher man Firmen hier behalten will, nicht nur darum gehen kann, diesen in irgendeiner Form entgegenzukommen, wenn es um steuerliche Aspekte oder Baulandaspekte geht. Es muss vielmehr vor allem auch darum gehen, dafür zu sorgen, dass Firmen verstehen, welches Bildungssystem wir haben, damit sie mithelfen - wenn sie dann da sind oder da bleiben -, in die Köpfe zu investieren. Die Investition in die Köpfe ist tatsächlich die wohl wichtigste Investition, da haben wir keine unterschiedliche Meinung. Allerdings, das betone ich auch immer wieder, muss es in erster Linie ein freiwilliges Unterfangen bleiben. Ich weiss aus eigener früherer unternehmerischer Erfahrung, dass man tatsächlich auch handelt, wenn man handeln kann, weil man die Chance sieht. Wenn befohlen wird zu handeln, wie das in anderen Ländern zum Teil der Fall ist, dann tut man es eben nicht. Da haben wir miteinander sicherlich noch intensivere Diskussionen zu führen.

Ich nehme meinerseits zur Kenntnis, dass Herr Ständerat Schwaller seine Motion zugunsten der Kommissionsmotion zurückgezogen hat. Das scheint mir sehr zweckmässig zu sein. Dank Herrn Ständerat Schwaller ist die Kommissionsmotion entstanden. Sie ist im Sinne eines Prüfauftrages völlig auf der Linie der bundesrätlichen Aktivitäten.

Deshalb empfehle ich Ihnen, die Kommissionsmotion anzunehmen, und bedanke mich meinerseits bei Herrn Ständerat Schwaller für das Engagement und die Initiative.

[VS]