preparatory:AB 155632
Kiener Nellen Margret · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2014-06-18
Wortprotokoll
Besten Dank, Frau Kollegin Huber. Ich habe heute Morgen aufmerksam zugehört, auch Ihnen, und auch Sie haben aufmerksam zugehört. Ich habe aus den Ausführungen von Herrn Kollege Merlini herauszuhören geglaubt, dass er die drei Kantone Tessin, Zug und Genf namentlich aufgeführt hat, in welchen es seit den schriftlichen Erläuterungen zu Obligationenrechtsrevisionen in den Jahren 2003, 2007 und 2008 wiederum eine gewisse Zunahme von Inhaberaktien gegeben habe. Ich habe das nicht recherchiert, aber es sind ausgerechnet Orte in der Schweiz, wo sich notorisch auch viel Schwarzgeld ansammelt. Es gab ja die Credit-Suisse-Affäre (damals SKA) in Chiasso. Ich war selbst Anwältin einer Privatklägerschaft, einer Handelsgesellschaft, welche in der Schweiz, in Lugano, über ein gefälschtes Akkreditiv über Millionenbeträge einen massiven Betrug erlebte bzw. erlitt. Wir wissen leider, dass im Tessin, das gegenüber kriminellen italienischen - und anderen - Organisationen exponiert ist, aber auch in Genf und in Zug, wo gerade auch die Steuerdumpingpolitik nicht nur redliche kleine Schweizer KMU anzieht, das Risiko höher ist als anderswo.