preparatory:AB 157718
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2014-06-12
Wortprotokoll
Der Bundesrat empfiehlt Ihnen, die Motion anzunehmen. Die Motion ist im Sinn von Prüfaufträgen offen genug formuliert. Die Motion unterstützt auch die bundesrätliche Politik, und nach dem Ergebnis der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 muss die Übergangszeit genutzt werden, um dem Problem und der Herausforderung der mangelnden Fachkräfte zusätzliche Beachtung zu schenken.
Wir haben seit einigen Monaten eine neue Ausgangslage. Aber es ist nicht etwa so, dass uns das Thema der Fachkräfte erst seit ein paar Monaten beschäftigt: Ich erinnere daran, dass ich bereits im Sommer 2011 eine Fachkräfteinitiative auf die Beine gestellt habe. Die Verbundpartner - gemeint sind Kantone, Bund und natürlich die Organisationen der Arbeitswelt - haben miteinander festgelegt, dass wir die Schwerpunkte in vier Bereichen legen. Diese Bereiche heissen Höherqualifizierung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Erwerbstätigkeit bis zur Pensionierung und darüber hinaus sowie Innovation zur Entschärfung der Fachkräfteknappheit.
Die Verbundpartner haben sich an einem runden Tisch im Mai 2013 auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Wir haben einen Massnahmenplan für die Jahre 2015 bis 2018 initiiert: Jeder hat seine Rolle, jeder weiss, bis wann er was liefern muss. Es geht vor allem auch darum, dass wir bei den Mint-Fächern zusätzliche Fachkräfte bereitstellen können. Auch die Chancengleichheit ist ein wichtiges Thema, ebenfalls die Energieforschung, um hier einen Politikbereich in Erinnerung zu rufen, der nach Fachkräften sucht. In den letzten Monaten wurde eine Expertengruppe eingesetzt, um die Fachkräfteinitiative zu konkretisieren, das heisst, den Massnahmenplan des Bundes zu überarbeiten und auf die künftigen neuen Rahmenbedingungen hin auszurichten. Die daran beteiligten Partner werden auch gecoacht. Das heisst, wir arbeiten vereint und mit allen Kräften daran, die Fachkräfte in diesem Land bereitzustellen, mit dem Ziel, unserem Land die Wohlfahrt, den Wohlstand, aber auch die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit und letztlich die Beschäftigung zu erhalten.
In diesem Sinne beantragt der Bundesrat die Annahme der Motion. Sie ist wie gesagt offen formuliert, und wir verstehen sie in erster Linie als Prüfauftrag auf der Linie, die wir verfolgen.