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Gmür-Schönenberger Andrea · Nationalrat · Luzern · CVP-Fraktion · 2017-12-13
Wortprotokoll
Im Jahr 2020 sollen in Lausanne die Olympischen Jugendspiele und in Lausanne und Zürich die Eishockey-WM stattfinden, im Jahr 2021 in der Zentralschweiz die Winteruniversiade. Allen drei Anlässen ist gemeinsam, dass sie von internationaler Bedeutung sind und dementsprechend gemäss Artikel 17 des Sportförderungsgesetzes vom Bund unterstützt werden können.
Die CVP-Fraktion stimmt diesem Trio von internationalen Sportevents zu, die der Schweiz jeweils die Gelegenheit bieten, eine Visitenkarte eigener Prägung abzugeben - dies aus sportlicher, aus bildungs- und kulturpolitischer sowie aus wirtschaftlicher Sicht.
Zur sportlichen Sicht: Der Schweizer Jugend können so nicht nur Werte des Sports wie Disziplin, Durchhaltewillen, Teamgeist, gesundheitliche Ertüchtigung usw. vermittelt werden. Auch die Freude und die Begeisterung am und für den Sport können, sollten sie allenfalls schlummern, wieder geweckt werden. Überhaupt besteht die Möglichkeit, auf einzelne Sportarten zu fokussieren. Weiter können solche internationalen Wettkämpfe bei Jugendlichen eine Zunahme der Sportaktivitäten bewirken. Sehr häufig werden auf diese Weise auch richtige Hypes oder Wellen für einzelne Sportarten ausgelöst, so wie es Simon Ammann damals für das Skispringen gelang, als er als Flying Harry Potter durch die Lüfte segelte und weltweite Bekanntheit erlangte.
Zur bildungs- und kulturpolitischen Sicht: Bei der Jugendolympiade und der Universiade werden parallel und ergänzend Kultur- und Bildungsprogramme durchgeführt. Die jungen Menschen werden dabei auch viel über unser Land, über unsere Sitten und Bräuche erfahren. Bei allen drei Anlässen gilt zudem: Die Vielzahl von teilnehmenden Ländern und Besucherinnen und Besuchern aus der ganzen Welt bedeutet einen kulturellen Gewinn, sowohl beim persönlichen Austausch wie auch bei den gemeinsamen Wettkämpfen. Nicht nur die Teilnahme von vielen Freiwilligen wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sondern auch die Tatsache, dass die Schweiz Schauplatz dieser Spiele mit weltweiter Ausstrahlung sein wird. Schweizerinnen und Schweizer werden mit Menschen aus aller Welt in Kontakt treten.
Zur wirtschaftlichen Sicht: An allen drei Anlässen werden Tausende von Besucherinnen und Besuchern sowie Fernseh- bzw. allgemein Journalistenteams vor Ort sein. Dies bedeutet eine Plattform für weltweite touristische Werbung in regelmässigen Abständen, wie sie besser nicht sein könnte, und zwar für die gesamte Schweiz, für verschiedene Landesteile, zu verschiedenen Zeiten. Es wird so eine enorme Wertschöpfung generiert, aber zugleich tüchtig in die Zukunft investiert.
Die jungen Athletinnen und Athleten im Alter zwischen 15 und 25 Jahren verfügen wohl noch nicht über eine enorme Finanzkraft. Sie erhalten aber einen ersten und garantiert prägenden Eindruck unseres Landes. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie in ein paar Jahren zurückkehren.
Die CVP-Fraktion ist für Eintreten und Zustimmung zu allen drei Projekten sowie zu den Finanzhilfen an Sportanlagen von nationaler Bedeutung. Wir unterstützen auch klar den Antrag der WBK, den Beitrag an die Winteruniversiade um 3 Millionen Franken zu erhöhen. Ich werde mich dazu noch bei der Detailberatung äussern.