preparatory:AB 230541
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2018-06-04
Wortprotokoll
Lassen Sie mich ganz kurz mit wenigen Pinselstrichen sagen, was denn eigentlich die Situation ist. Der Sparauftrag wurde erteilt. Ich habe ihn geprüft und bin zum Schluss gekommen, dass innerhalb von kurzer Zeit ein zusätzlicher Rasenmäher-Sparschnitt der Agroscope nicht weiterhilft und dass die einzelnen Standorte zusätzlich geschwächt würden. Davon sind wir ausgegangen und haben gesagt: Wir fassen an einem Ort zusammen und machen ein Kompetenzzentrum, wissend, dass wir die einzelnen Standorte für die Kulturen sowieso gebrauchen. Dann habe ich das Konzept und die ganz grobe Idee dem zuständigen bundesrätlichen Ausschuss vorgestellt.
Leider ist es von dort aus keine 24 Stunden gegangen, bis die Medien alles zur Kenntnis genommen haben, über die Folien verfügt und gedroht haben, sie zu publizieren. Ich habe dies auf mich genommen und gesagt: Wenn denn schon etwas gesagt werden muss, dann sage ich es und nicht die Medien auf dem Latrinenweg.
Die Verunsicherung ist gross, dessen sind wir uns bewusst. Ich glaube nicht, dass sich die Agroscope-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter besser fühlen, wenn ihre Arbeitsplätze durch eine Motion geschützt werden. Ich empfehle Ihnen, davon Abstand zu nehmen. Ich weiss aber, dass das Vertrauen unterminiert ist, und biete an, dass wir für die nächste Zeit, bis wir wieder auf Kurs sind, eine parlamentarische Begleitgruppe einsetzen, damit ein paar von Ihnen mitverfolgen können, was wir tatsächlich diskutieren, was wir tatsächlich tun. Dann können wir Ihnen beweisen, dass wir nicht so unbedarft sind, wie das klingen könnte. Ich bedauere die Situation wirklich. Wir wollen die Forschung stärken und sie nicht etwa schwächen.