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AB 24959

Pfister Theophil · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2002-09-19

Wortprotokoll

Die jüngsten Diskussionen im Rahmen der Berufsverbände haben nun ganz klar gezeigt, dass mit dem Gesetzespassus in Absatz 4 in der Praxis eine Verschiebung von Angeboten von den Verbänden zu den staatlichen Schulen verbunden ist, dies im Bereich der klassischen vorbereitenden Kurse, einer Aufgabe der Berufsverbände. Wenn wir diese Verschiebung von Aufgaben nicht fördern wollen, dann müssen wir Absatz 4 gemäss dem Antrag Bortoluzzi streichen.

Es besteht leider ein Trend, dass sich die staatlichen Schulen auf allen Gebieten um mehr Marktanteile bemühen und dies auch erreichen. Ich meine aber, dass es sehr verständlich ist, wenn sich die Berufsverbände für ihre Aufgaben einsetzen. Wir dürfen mit der neuen Gesetzgebung heute nicht die Wettbewerbssituation noch mehr zugunsten der staatlichen Schulen verändern. Dies bedeutet nicht, dass die Kantone nicht mehr im Bereich der Vorbereitungskurse tätig sein dürfen. Aber es sollte doch so sein, dass prioritär hier die Verbände ihre Aufgabe wahrnehmen können und dass sie nicht Schritt um Schritt verdrängt werden.

Ich habe mich durch das Gewerbe wieder zu dieser Korrektur motivieren lassen, nachdem ich in der Kommission nur noch wenig Chancen für diesen sinnvollen Schritt gesehen habe. Wir müssen es als ein Grundanliegen ansehen, die Berufsverbände in der Berufsbildung aktiv zu erhalten. Die Alternative ist eine schleichende Verlagerung der Berufsbildung von der Wirtschaft zum Staat. Damit ist letztlich auch das Ende unserer erfolgreichen und kostengünstigen Berufsausbildung in der beruflichen Praxis absehbar.

Ich bitte Sie namens der SVP-Fraktion, dem Antrag Bortoluzzi zu folgen.