preparatory:AB 25386
Banga Boris · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2002-09-25
Wortprotokoll
Ich habe nur drei Punkte und bitte Sie dringend, der Minderheit zuzustimmen.
1. Wir haben in diesem Differenzbereinigungsverfahren in sehr viel wichtigeren Punkten auch schon nachgegeben. Für die vernünftige Beobachterin und den vernünftigen Beobachter war es eigentlich unverständlich, was für Diskussionen diese Gliederung der Armee provoziert hat. Aber eben: Dieser Kompromiss ist zwar schlechter, dafür schneller - wir haben es von unserem Präsidenten gehört.
2. Das, was uns jetzt von der Mehrheit vorliegt, ist eine Mischung aus Vorstellungen von alten, statischen Kriegern, von unbeweglichen Obersten, all dies noch garniert mit Vorstellungen von Alpini oder schweizerischen Bersaglieri. Das ist ein Organigramm, das in sich zusammenfallen wird, das untauglich ist. Das Modell kommt mir eigentlich wie das Modell des Frankensteins in der Literatur vor, das auch nicht funktioniert hat.
3. Der Auftrag des neuen Armeechefs im ersten Jahr wird sein, mit diesem untauglich organisierten Gebilde eine Übung zu machen, um festzustellen, dass es nicht funktioniert, und uns in einem Jahr Revisionsvorschläge vorzulegen. Ich wette hier in diesem Haus und an dieser Stelle mit den Kolleginnen und Kollegen von der Mehrheit um eine ganze Kiste guten Weines aus demjenigen Kanton, aus dem der neue Armeechef kommen wird, dass dies nicht funktionieren wird - womit ich nicht gesagt habe, aus welchem Kanton der neue Armeechef kommen wird.