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preparatory:AB 256403

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2019-12-18

Wortprotokoll

Ja, ich bin überzeugt, dass das notwendig ist. In jedem Beruf müssen Sie eine Weiterbildung machen, um für neue Aufgaben vorbereitet zu sein. Nun ist nicht jeder heutige Zöllner, der zwanzig oder dreissig Jahre im Büro sass, in Zukunft mit der Pistole auf der Gasse - selbstverständlich nicht.

Aber die Leute freuen sich auf den Umbau, den wir planen. Ich war selbst an verschiedensten Anlässen; wir haben sechzig Anlässe in der ganzen Schweiz durchgeführt und Umfragen gemacht. Wir haben zum Beispiel im Genfer Flughafen jetzt gerade die ersten Leute, die umgeschult wurden und nun die Ausweis- und Personenkontrolle durchführen. Für die grosse Zahl unserer Mitarbeiter ist es eine Bereicherung, dass sie weitergebildet werden und neue Aufgaben erhalten können. Es gibt dann immer eine Anzahl von Leuten, die dem vorläufig mit Skepsis begegnen. Aber wir zwingen ja niemanden. Wir brauchen auch in Zukunft Leute, die im Büro arbeiten.

Nur nebenbei: Die Eidgenössische Zollverwaltung nimmt jeden Tag 62 Millionen Franken ein, etwa ein Drittel sämtlicher Staatseinnahmen wird an den Zollstellen generiert - Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer usw. Die ganze Zollverwaltung ist also eigentlich auch die wichtigste Kasse.

Aber eben - es gibt Leute, die diesen Umbau wollen, die ihn möchten. Dazu gehören - um das noch auszuführen - beispielsweise auch Zöllner, die die Waren in einem Fahrzeug kontrollieren müssen. Heute sprechen 80 Prozent der Chauffeure keine Landessprache. Das sind meistens Leute aus den osteuropäischen Ländern. Diesen macht es schon etwas Eindruck, wenn da jemand in Uniform kommt und noch eine Waffe trägt. Viele Zöllner wünschen sich, dass sie besser auftreten können, damit sie mehr Respekt erzeugen. Wir machen diesen Umbau sehr sorgfältig und wägen die Veränderungen ab. Aber grundsätzlich wird dieser Umbau sehr begrüsst. Der Widerstand oder die Skepsis sind klein. Meiner Meinung nach, wenn ich das offen sagen kann, werden sie von den Gewerkschaften etwas gepflegt.