Lexipedia

preparatory:AB 26065

Aeschbacher Ruedi · Nationalrat · Zürich · Evangelische und Unabhängige Fraktion · 2002-10-02

Wortprotokoll

Es gibt sehr viele Gebiete in der Schweiz, die heute Naturschutzgebiete, Reservate, sind und von Umweltschutzorganisationen und Naturschutzorganisationen gepflegt und unterhalten werden und die zum Teil auch diesen Organisationen gehören. Wenn Sie an die Expo fahren, können Sie sich beispielsweise am Neuenburgersee auch noch zwei solcher Zentren ansehen, wenn Sie Zeit dazu haben! Es gibt in allen Kantonen eine Menge solcher Gebiete. Die Vertreter dieser Organisationen sind die wirklichen Kenner der Materie; sie sind die Fachkräfte.

Es scheint mir tatsächlich richtig, dass diese Organisationen auch direkte Ansprüche geltend machen können, wie dies die Minderheit Graf beantragt. Ich bitte Sie daher, sich doch zu überlegen, ob der Minderheitsantrag wirklich so weit von der Mehrheit entfernt ist bzw. ob er solch schwierige neue Situationen schafft, dass Sie ihm nicht zustimmen können. Denn ich denke, dass die Schäden so oder so berappt werden müssen und dass der Weg über das Gemeinwesen doch nur ein Umweg sein wird. Sollte einmal eine Katastrophe in einem solchen Gebiet geschehen, das unter eidgenössischem oder kantonalem Schutz steht, dann sind es ohnehin meistens eben nicht nur die Vertreter der Gemeinwesen, sondern in der Regel die Vertreter derjenigen Umweltorganisationen, die diese Gebiete pflegen, kennen und zum Teil auch besitzen, die dann an vorderster Front für die Wiederherstellung, für die Wiedergutmachung der Schäden, kämpfen. Deshalb könnte der Minderheitsantrag Graf durchaus auch im Sinne der bürgerlichen Mehrheit sein.