AB 272563
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2020-12-02
Wortprotokoll
In der nationalrätlichen Kommission hat man auch über dieses Konzept gesprochen, aber es hat kaum eine Diskussion stattgefunden. Das Konzept des Nationalrates wurde hier einstimmig eingefügt. Dieses Konzept sieht vor, von Einzelfalllösungen abzurücken, hin zu einem Konzept, das dem Club die entsprechenden Möglichkeiten gibt. In Ihrer Kommission kam dann der jetzige Antrag der Minderheit Germann ins Spiel. Dort war die Frage: Soll man beim Gehalt nur am Spielbetrieb beteiligte Personen einbeziehen oder auch die ganze Clubleitung?
Ich habe in dieser Kommission dann gesagt: Stimmen Sie doch vorläufig noch für den Bundesrat, damit wir eine Differenz haben. Wir haben inzwischen die beiden Lösungen - Nationalrat und Minderheit Germann - angeschaut. Wir sind der Meinung, dass die Minderheit Germann die bessere Lösung ist. Wir erreichen damit das gleiche Ziel, wie es der Bundesrat anstrebt, aber das Konzept ist für die Clubs wesentlich einfacher zu handhaben, und wir greifen nicht direkt in einzelne Verträge ein. Ein solcher Eingriff ist in jedem Fall problematisch. So wie wir das heute beurteilen, erreichen wir das gleiche Ziel auf einem einfacheren Weg. Die Lösung der Minderheit ist näher bei dem, was der Bundesrat wollte. Sie ist eigentlich gleich: Es sollen alle Löhne einbezogen werden. Damit sind wir der Meinung, dass wir, wenn Sie der Minderheit Germann zustimmen, eine einfach zu praktizierende, transparente Lösung haben. Ich würde auf den Entwurf des Bundesrates verzichten und Ihnen empfehlen, die Minderheit Germann zu übernehmen, um das gleiche Ziel zu erreichen, transparent zu sein und den Clubs die entsprechende Umsetzung zu übergeben.
Also: Der Antrag der Minderheit Germann wäre auch im Sinne des Bundesrates. Wir erreichen das gleiche Ziel, und die Clubs könnten damit leben.