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Prelicz-Huber Katharina · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion · 2020-12-14
Wortprotokoll
Dieser Artikel ist für uns einer der zentralen. Sie haben es gehört: Rechnungen, seien es solche des Arztes oder der Ärztin oder des Spitals, sind für die Patientinnen und Patienten oft ein Riesendschungel. Sie verstehen nicht, was auf diesem Zettel steht, und oft bleibt dann auch das Gefühl zurück: Da stimmt irgendetwas nicht! Es ist zu schwierig, zu kompliziert und in einer Sprache geschrieben, die die meisten nicht verstehen.
Deshalb ist es so wichtig, die eigene Rechnung auch prüfen lassen zu können, und zwar da prüfen lassen zu können, wo auch Vertrauen vorhanden ist, sprich durch die Patientinnen- und Patientenorganisationen. Patientinnen und Patienten wissen, dass diese Organisationen ihre Interessen vertreten und unabhängig reagieren. Diese können gegebenenfalls, wenn es offensichtlich ist oder nur schon der Verdacht da ist, dass ein Fehler passiert ist, auch zusammen mit den Patienten oder Patientinnen vorgehen und die Rechnung anfechten. Wenn dabei vorhandene Fehler entdeckt werden, führt das auch zu einer realen Kostensenkung.
Um diesen Job auch wirklich gut ausführen zu können, braucht es natürlich kompetente und selbstverständlich unabhängige Organisationen. Deshalb sind auch Finanzhilfen des Bundes für diese Organisationen wichtig, natürlich verbunden mit der Pflicht, dass diese ihre Finanz- und sonstigen Daten offenlegen.
Wir Grünen unterstützen deshalb im Idealfall die Minderheit I und sonst als Kompromiss die Minderheit II. Wir bitten Sie sehr, im Sinne der Kosteneinsparung diese Minderheiten zu unterstützen, auch, damit alle Patienten und Patientinnen ein gutes Gefühl haben können.