preparatory:AB 294149
Schneider Meret · Nationalrat · Zürich · 2021-12-14
Wortprotokoll
Das ist ein Argument, das immer kommt: Das Ausland macht es noch schlechter, warum müssen wir besser sein als das Ausland? Der Punkt ist nicht, wie schlecht es die anderen machen, der Punkt ist: Wie möchten wir unsere Tiere halten? Wie soll es den Tieren gehen, die wir später essen? Möchten wir, dass ein Masthuhn während 30 Tagen hochgemästet wird, bis es nicht mehr auf den eigenen Beinen stehen kann? Möchten wir, dass Schweine auf einem Quadratmeter Betonboden dahinvegetieren, Arthrose bekommen und ihr viel zu kurzes Leben mit Schmerzen verbringen müssen? Möchten wir das in der Schweiz? Haben wir nicht höhere Ansprüche an unsere Tierhaltung, an das Tierwohl? Möchten wir dem nicht Rechnung tragen? Die Ersten, die davon profitieren werden, sind die Schweizer Bauern, die mit solchen Produkten auch in Zukunft einen besseren Produktionspreis erzielen können. Denn in diese Richtung geht es, dorthin entwickelt sich auch das Ausland weiter.