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Candinas Martin · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP. · 2023-05-04

Wortprotokoll

Yves Nidegger ist seit 2007 Mitglied des Nationalrates und der SVP-Fraktion. Zuvor war er politisch in der Legislative des Kantons Genf aktiv.

Yves Nidegger arbeitet als Anwalt und Inhaber einer eigenen Kanzlei in Genf. Beruflich war er auch als Präsident des Arbeitsgerichts in Genf tätig, er wirkte als Rechtsdozent und als Journalist und Korrespondent für verschiedene ausländische Medien.

In unserem Rat engagierte er sich in der Kommission für Rechtsfragen, die er auch präsidierte, in der Aussenpolitischen Kommission, in der Gerichtskommission und in der Delegation für die Beziehungen zum französischen Parlament. Schwerpunkte der politischen Arbeit von Yves Nidegger lagen bei juristischen Themen, weiter in der Aussenpolitik, wo er sich gerne vor Ort ein eigenes Urteil bildete. Auch die Migrationspolitik, Steuerfragen und die freie Meinungsäusserung waren ihm besondere Anliegen.

Die politische Stärke von Yves Nidegger ist das Rednerpult. Bei parlamentarischen Vorstössen hält er sich zurück: Seine letzte Interpellation datiert von 2010, (Beifall) und er hat insgesamt drei Motionen und kein Postulat eingereicht. Mit solchen Ratsmitgliedern bräuchten wir keine Sondersessionen. (Heiterkeit)

Belesen, mit wachem Geist und eigenständig, liebt Yves Nidegger die politische Debatte. Seine Anliegen vertrat er stets kompetent, scharfsinnig, mit Leidenschaft, rhetorisch gekonnt und auch mit Witz. Sein unterschwelliger Humor ist anspruchsvoll und verwirrt manchmal die Kolleginnen und Kollegen. Yves Nidegger ist ein gebildeter Mann, der nicht zögert, denjenigen, die ihm nicht zuhören wollen, gehörig die Meinung zu sagen, auch und gerade wenn er über ernste Themen spricht. Wir werden diese Qualitäten vermissen. Eine Sache, die mich an Yves Nidegger immer beeindruckt hat, ist, dass er nie seine Stimme erhebt, nicht einmal, um den Tumult zu übertönen, den seine Worte manchmal verursachen.

Nun tritt er nächste Woche als Nationalrat zurück, um zu seiner alten Liebe zurückzukehren, in den Grossen Rat der Republik und des Kantons Genf, in den er am 2. April glänzend gewählt wurde. Ich lasse unseren geschätzten Kollegen mit seinen eigenen Worten zurück- und vorwärtsschauen. Ich zitiere aus seinem Rücktrittsschreiben an mich als Ratspräsidenten:

"Ce fut pour moi un honneur et un bonheur toujours renouvelé que d'être admis à participer durant ces seize dernières années aux travaux de l'assemblée que vous présidez; j'ai pu y côtoyer et y apprécier une variété insoupçonnable d'avis éclairés sur la meilleure façon de prendre soin du pays en toutes circonstances, même si certains d'entre eux, je vous l'avoue, conservent encore pour moi, comme au premier jour, tout le mystère originel dont ils semblent pétris.

Vous me manquerez, Monsieur le président, ainsi que tous mes collègues des chambres. Mes médecins m'ont préparé un sevrage à base de famille, de travail dans mon étude d'avocats, de culture de champignons et, bien sûr, de politique cantonale; on n'en guérit jamais complètement."

Wir danken Yves Nidegger für seine langjährige Arbeit als Nationalrat und wünschen ihm von Herzen alles Gute für die Zukunft.

Prenez soin de vous, cher collègue, vos médecins vous en seront reconnaissants! (Standing ovation; le président remet un bouquet de fleurs à M. Nidegger)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich danke Ihnen für die Zusammenarbeit während dieser drei Tage Sondersession![GZ]

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Schluss der Sitzung und der Session um 17.45 Uhr [GZ]

Fin de la séance et de la session à 17 h 45 [PAGE 916]

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