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preparatory:AB 349878

Baume-Schneider Elisabeth · Bundesrat · Jura · 2024-12-16

Wortprotokoll

Der Bundesrat sieht ein grosses Einsparpotenzial, wenn noch mehr Versicherte ein alternatives Versicherungsmodell wählen. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Botschaft zum Kostendämpfungspaket 2 hat er deshalb die Einführung einer obligatorischen Erstberatungsstelle vorgeschlagen. Da die Erstberatungsstelle von einer überaus deutlichen Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden abgelehnt wurde, wurde diese vom Bundesrat nicht weiterverfolgt.

Versicherungsmodelle mit eingeschränkter Wahl des Leistungserbringers erzielen unter anderem dank besserer Koordination durch die Erstanlaufstelle Einsparungen zugunsten der OKP. Die beobachtete durchschnittliche Kosteneinsparung liegt risikobereinigt bei 14 Prozent. Daraus ergibt sich für alle Personen, die heute noch kein alternatives Versicherungsmodell haben, ein theoretisches Einsparpotenzial von total knapp 2 Milliarden Franken. Allerdings ist unklar, wie sich diejenigen Versicherten verhalten werden oder können, die sich in ihrer Arztwahl bisher nicht eingeschränkt haben. Bei vielen dürfte zudem bereits heute auch de facto der Hausarzt die erste Anlaufstelle sein. Wird aufgrund dessen das Einsparpotenzial für diese Gruppe reduziert, könnten die Einsparungen trotzdem bei mehreren hundert Millionen Franken liegen.

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