preparatory:AB 371766
Baume-Schneider Elisabeth · Bundesrat · Jura · 2026-03-16
Wortprotokoll
Die Medikamentenkosten sind von 5,85 Milliarden Franken im Jahr 2014 auf 8,44 Milliarden Franken im Jahr 2022 angestiegen, was einem Plus von 44,3 Prozent entspricht. Bis 2024 sind die Kosten für Medikamente sogar auf 9,23 Milliarden Franken angestiegen. Für den Kostenanstieg und die Auswirkungen auf die Prämien ist primär die Darstellung der Kostenentwicklung in absoluten Zahlen relevant. Gleichzeitig ist im Zeitraum zwischen 2014 und 2022, auf den sich das Faktenblatt bezieht, der Anteil der Arzneimittelkosten an den gesamten OKP-Kosten von 20,4 Prozent auf 22,4 Prozent gestiegen. Damit sind Medikamente der zweitgrösste Kostenblock in der OKP. Diese relative Entwicklung des Kostenblocks Arzneimittel stellt die genannte Grafik genauer dar.
In den Jahren vor 2014 sind die Medikamentenkosten als Folge einer starken Wechselkursdynamik mit einer Reduktion des Eurokurses von über[NB]Fr. 1.60 pro Euro auf knapp 1 Franken pro Euro unterdurchschnittlich gestiegen. Das BAG hat in den Jahren 2012 bis 2014 im Rahmen von Überprüfungen Preisanpassungen vorgenommen. Die Pharmabranche profitierte damals im Gegensatz zu anderen Branchen von den vom Bundesrat festgelegten Toleranzmargen beim Auslandpreisvergleich und von nur schrittweisen Preisanpassungen. Seit dem Jahr 2014 ist der Wechselkurs als Einflussgrösse geringer, weshalb die gewählte Darstellung der Kostenentwicklung seit 2014 sinnvoll und aussagekräftig ist.